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  • 15.11.2016, 12:31h           23      Teilen:   |

Gewalt in Übergangsheimen

Homophober Angriff mit Messer: Zwei schwule Flüchtlinge in Köln verletzt

Artikelbild
Die blutverschmierten Kleider der beiden angegriffenen Männer (Bild: Rainbow Refugees Cologne)

Die beiden Afrikaner sind in einem Flüchtlingsheim von zwei Männern angegriffen und verletzt worden. Aktivisten beklagen, dass die Stadt die Übergriffe nicht ernst nehme.

Schwerer Zwischenfall in einer Flüchtlingsunterkunft in Köln: Zwei schwule Geflüchtete aus Afrika wurden nach Angaben der ehrenamtlichen Hilfsorganisation "Rainbow Refugees Cologne Support Group" am letzten Freitag von offenbar heterosexuellen Flüchtlingen attackiert. Dabei wurde zunächst ein Gewaltopfer von einem Mann mit einer Bierflasche am Kopf getroffen und mit mehreren tiefen Stichen am Arm verletzt. Anschließend wollte ein weiterer schwuler Flüchtling dem verletzten Mann helfen, der von einem weiteren Täter, der ebenfalls im Heim wohnt, mit einer Flasche geschlagen und am Kopf verletzt wurde.

Die Angreifer hatten zuvor die beiden Männer nach Angaben der Organisation mit islamisch-religiösen Sprüchen beschimpft und unter anderem gesagt, dass Homosexualität eine Sünde sei. Der Sicherheitsdienst des Hauses habe nicht eingegriffen, weil er nicht auffindbar gewesen sei – das Büro der Security befand sich auf einem anderen Stockwerk.

Nach einer Behandlung in einem Krankenhaus im Stadtteil Merheim hat die Polizei die beiden Männer inzwischen wieder in die Unterkunft zurückgeschickt. Dort fühlten sie sich unsicher, berichten die Rainbow Refugees. Sie würden in permanenter Angst leben, weil einer der Angreifer noch immer dort lebe. Der andere sei nicht auffindbar. Außerdem sei der Vorfall lapidar als Streit während einer Karnevalsfeier abgetan und nicht als homophob motivierte Körperverletzung eingestuft worden. Dabei habe sich die Tat nicht auf einer Karnevalsfeier, sondern im Gang bei den Briefkästen ereignet. Auf der Polizeiwache habe es bis Montag nicht einmal ein Aktenzeichen über den Vorfall gegeben – erst als die Aktivisten Druck ausübten, sei eines angelegt worden.

Fortsetzung nach Anzeige


"Brauchen wir ein deutsches Orlando, bevor die Kölner Behörden endlich etwas unternehmen?"

"Die verletzten LGBTIQ-Geflüchteten werden von der Stadt vollkommen alleingelassen, der Täter kann jederzeit wieder mit einem Messer auf die Opfer losgehen – und auch von der Polizei wurden sie nicht ernstgenommen und beschützt", kritisierte Ina Wolf, eine Mitgründerin der Rainbow Refugees, gegenüber queer.de. "Wenn sich Aktivsten nicht um diese Menschen kümmern würden, wären diese vollkommen allein ihrem Schicksal überlassen". Sie forderte, dass LGBTI-Geflüchtete endlich sicheren Wohnraum erhalten sollten. "Wie das Verhalten der Polizei auch gezeigt hat, müssen sie und die Verantwortlichen der Stadt Köln endlich sensibilisiert werden. Wie viele queere Geflüchtete sollen noch Opfer von Mobbing und Gewalttaten werden?"

Auch der aus dem Libanon geflohene schwule Aktivist Ibrahim Mokdad kritisierte die Stadt: "Brauchen wir ein deutsches Orlando, bevor die Kölner Behörden endlich etwas unternehmen?", fragte er. "Wir haben genug Gewalt in unseren Heimatländern erfahren, darum fliehen wir nach Deutschland. Sollen wir das Schweigen der Politiker und der Verwaltung als indirekte Botschaft verstehen, dass wir hier nicht willkommen sind? Müssen wir aus Deutschland fliehen?"

Wohnungs- und WG-Angebote gesucht

Die Rainbow Refugees hatten bereits vor einer Woche davor gewarnt, dass Köln beim Schutz der geschätzt 1.300 LGBTI-Flüchtlinge in den Stadtgrenzen versage (queer.de berichtete). Diese Gruppe sei in den Sammelunterkünften oft Beleidigungen, Nötigungen und Drohungen, sexuellen Übergriffen und körperlicher Gewalt ausgesetzt.

Die Organisation versucht derzeit, mit ehrenamtlichem Engagement die Lücken so gut es geht zu schließen: So werden dringend private Wohnungs- und WG-Zimmerangebote gesucht und an passende Hilfesuchende vermittelt. Unter vermittlung@rainbowrefugees.cologne nehmen die Aktivisten weitere Angebote an. Für diese Arbeit würden zudem noch weitere Ehrenamtler gesucht. (dk)

Links zum Thema:
» Website Rainbow Refugees Cologne
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Tags: köln, gefüchtete, flüchtlinge, homophobie
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Reaktionen zu "Homophober Angriff mit Messer: Zwei schwule Flüchtlinge in Köln verletzt"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
15.11.2016
12:51:04


(+15, 15 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Erstaunliche und indiskutable Zustände in einer Stadt, in der die Oberbürgermeisterin im Wahlkampf selbst Opfer eines Messerattentates wurde. Jeder Mensch verdient nicht nur Respekt, sondern auch Schutz vor denen, die keinen Respekt aufbringen wollen. Zudem sind die Täter zu ermitteln um sie einem rechtsstaatlichen Strafverfahren zuzuführen.


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#2
15.11.2016
12:56:52


(+12, 16 Votes)

Von Yannick


Die Täter sollte man sofort abschieben.

Wer gewalttätig wird, hat jegliches Aufenthaltsrecht verwirkt und will offenbar lieber Zustände wie in seiner Heimat.

Man muss friedliebende Menschen vor solchen Fanatikern schützen.


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#3
15.11.2016
13:22:40


(+9, 13 Votes)

Von Fennek


Ich werde niemals verstehen, wie Menschen, die angeblich Schutz suchen und ein besseres Leben wollen, andere Schutzsuchende angreifen können.

Das darf nicht toleriert werden, sonst wird das noch ein schlimmes Ende nehmen - für uns alle!

Wer gewalttätig wird, weil er keine sexuelle Vielfalt ertragen kann, hat hier nichts zu suchen. Punkt.

Wir haben bereits genug Homohasser, da brauchen wir nicht noch mehr zu importieren, die offenbar ganz andere Ziele haben als das Suchen von Schutz.


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#4
15.11.2016
13:27:56


(+13, 13 Votes)

Von Raffael


Indem man homo-, bi- und transsexuelle Flüchtlinge aus den normalen Unterkünften rausnimmt, setzt man genau das falsche Zeichen und fördert Fanatismus.

Denn das signalisiert den homo- und transphoben Flüchtlingen, dass sie im Recht sind und die LGBTI-Flüchtlinge im Unrecht. Und es signalisiert, dass sie nur gewalttätig werden müssen, wenn ihnen etwas nicht passt und schon wird das (aus ihrer Sicht) "Übel" entfernt.

Es sollte genau umgekehrt sein:
die Störenfriede, die sich nicht an Regeln halten können, sollten entfernt werden, statt umgekehrt die Opfer zu entfernen.

Wir züchten uns hier eine extrem homophobe Migranten-Generation heran, die noch für viel Ärger sorgen wird.


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#5
15.11.2016
14:13:11


(-2, 14 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016
Antwort zu Kommentar #4 von Raffael


Wenn über eine Million Flüchtlinge aus moslemischen Ländern von Merkel nach Deutschland gerufen wurden, sind auch immer Kriminelle und Homophobe darunter.
In diesem konkreten Fall kommt hinzu, dass es sich bei den zwei Männern, die angegriffen wurden, um Schwarzafrikaner handelt. Diese werden von Moslems oft als minderwertig angesehen, mit denen die Araber nicht auf eine Stufe gestellt werden wollen.


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#6
15.11.2016
14:34:20


(+10, 16 Votes)

Von Finn


-----------------------------------------
"Wir haben genug Gewalt in unseren Heimatländern erfahren, darum fliehen wir nach Deutschland. Sollen wir das Schweigen der Politiker und der Verwaltung als indirekte Botschaft verstehen, dass wir hier nicht willkommen sind? Müssen wir aus Deutschland fliehen?"
-----------------------------------------

Diesen Eindruck hat man tatsächlich.

Die deutsche Politik schweigt zu Homo- und Transphobie unter Teilen der Migranten und stattdessen werden die Opfer hin- und hergeschoben oder bekommen gar den Rat sich weiterhin (wie in ihrer Heimat) zu verstellen und zu verstecken.

Was für ein Bild haben wohl die GLBT-Flüchtlinge, die hierhin kommen um endlich frei und sicher leben zu können und dann geht es hier genauso weiter wie in ihrer Heimat, weil der deutsche Staat offenbar heillos überfordert ist.

Wollen wir wirklich all unsere Werte aufgeben, nur weil manche Leute ihr Gastrecht verwirken und wir das nicht anerkennen wollen?

Mir ist jeder Mensch, der hier leben will, herzlich willkommen. Aber dann haben diese Menschen sich im Gegenzug auch an gewisse Regeln zu halten. Z.B. dass man nicht gewalttätig wird. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt...

Und wer das nicht akzeptieren kann, hat hier nichts zu suchen.


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#7
15.11.2016
16:21:10


(+2, 8 Votes)

Von Peer
Antwort zu Kommentar #4 von Raffael


Ich glaube, ein Problem ist, dass man in Deutschland ja gleich den Stempel "Ausleiderfeindlich" oder "Rassist" aufgedrückt bekommt, sobald man sich kritisch über Migranten äußert.

Das halte ich für völlig falsch. Denn genau wie bei Deutschen gilt auch bei Migranten: die Mehrheit ist absolut vernünftig, friedlich und tolerant. Es gibt eine kleine Minderheit, die sich nicht benehmen kann und die andere Menschen terrorisiert.

Wenn man das nicht offen benennt und bekämpft, schadet das letztlich ja auch der Mehrheit der vernünftigen Migranten. Erstens sind sie ja auch selbst Opfer dieser gewaltbereiten Migranten. Und zweitens werden sie allzu oft in einen Sack mit ihnen gesteckt. Man macht damit nur rechte Ranntenfänger stark.

Gerade zum Schutz der Mehrheit der vernünftigen Migranten, muss man den gewaltbereiten Migranten ganz deutlich sagen, dass das nicht geduldet wird. Und lassen sie sich dennoch nicht davon abbringen, muss man sie zum Schutz der anderen Bürger ausweisen.


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#8
15.11.2016
18:24:06


(-2, 6 Votes)

Von Eulenspiegel


Ich kenne einen Polizisten, und da gilt schon seit Jahren die Anweisung, bei Taten von Migranten möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen, nichts an die Presse zu geben, es sei denn es wird einzelfallspezifisch direkt nachgefragt, um rechten Parteien keinen Auftrieb zu geben.

Auch ein Freund von meinem Bruder hat im Karneval völlig unprovoziert die Nase gebrochen bekommen.
Die Polizei hat sich nach der Täterbeschreibung mit dem Spruch "Die kennen wir, da nehmen wir keine Anzeige auf" verabschiedet.

Uns LTBG - Leuten geht es da auch nicht besser.

Außerdem, wie hier gefordert Ausweisung von Flüchtlingen wegen Straftaten wurde von den Grünen und Linken schon deutlich abgelehnt - das ist AFD-Position.


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#9
15.11.2016
18:30:24


(0, 8 Votes)

Von Niedergemeiert


Politisch gestaltend agieren statt Reaktion... #Integrationsgipfel
1. Mehr Menschen mit Migrationshintergrund in den Polizei- und Schuldienst, sowie andere öffentliche Bereiche. Ein Bekenntnis zur Einwanderungsgesellschaft gehört ins deutsche Grundgesetz. Solidarität mit Aydan Özoguz:
Link zu www.facebook.com

3. Rassismus und Chauvinismus bekämpfen. Volksverhetzer wegsperren.

Link:
reiserobby.de/rezept-gegen-rechtspopulismus-reisen
-macht-tolerant-und-beugt-rassismus-vor/


3. Den Sozialstaat stärken.

Link:
reiserobby.de/rettet-den-sozialstaat-dann-sinkt-au
ch-die-gewalt/


<3 Danke, liebe Geflüchtete, dass wir endlich handeln:

Link:
reiserobby.de/willkommenskultur-eine-dankeschoen-a
n-die-nach-deutschland-gefluechteten-menschen/


#RefugeesWelcome #RassistenRaus

P.S. Integration statt Rassismus: Solidarität mit Aydan Özouz, Volksverhetzer wegsperren:
Link:
twitter.com/GuterMensch2/status/798560613328965634


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#10
15.11.2016
19:18:30


(+7, 11 Votes)

Von Albrecht


Mir ist jeder willkommen, der hier leben will.

Aber dann kann man auch erwarten, dass die gewisse Grundregeln beachten und dass Homosexualität hierzulande nicht illegal ist.

Wenn Migranten auf LGBTI losgehen, beweisen sie damit, dass sie hier nicht leben können und wollen. Die sollte man dann zum Schutz der anderen Migranten und auch der restlichen Bevölkerung schnellstmöglich abschieben. Sonst werden die in Zukunft noch viel mehr Probleme verursachen.


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