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Steile Karriere mit 37: Der "glücklich verpartnerte" CDU-Politiker Stefan Evers ist seit 2011 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (Bild: CDU-Fraktion Berlin)

Der schwule Abgeordnete und Experte für Stadtentwicklung soll die Opposition gegen Rot-Rot-Grün maßgeblich mitbestimmen.

Nach dem Wahldebakel im September, bei dem die Berliner CDU nur noch 17,6 Prozent der Stimmen holte, stellt sich die Partei in der Hauptstadt personell neu auf. Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die den Landesvorsitz vom scheidenden Innensenator Frank Henkel übernehmen soll, schlug am Dienstag den schwulen Abgeordneten Stefan Evers als neuen Generalsekretär vor.

Wenn der Kleine Parteitag am 2. Dezember zustimmt, wird Evers Nachfolger des Bundestagsabgeordneten Kai Wegner, der am Dienstagmorgen überraschend seinen Rückzug bekanntgegeben hatte: "Da Monika Grütters eine Veränderung im Amt des Generalsekretärs plant, werde ich diesem Wechsel nicht im Wege stehen", hieß es in einer Stellungnahme. Zur Belohnung für den friedlichen Abgang soll Wegner im kommenden Juni zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt werden.

Stefan Evers wäre mit 37 Jahren nicht nur der jüngste, sondern auch der erste offen schwule Generalsekretär der Berliner CDU. Auf seiner Homepage stellt sich der Politiker aus Charlottenburg-Wilmersdorf als "glücklich verpartnert" vor. Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses ist er erst seit 2011, von Beginn an als Fraktionsvize.

Evers war Mitglied des BER-Untersuchungsausschusses

In den vergangenen fünf Jahren hat sich Stefan Evers vor allem als stadtentwicklungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und Mitglied im Untersuchungsausschuss zum Berliner Flughafen einen Namen gemacht. Zusammen mit seinem SPD-Kollegen Tom Schreiber bestimmte er aber auch die Queerpolitik der bisherigen Großen Koalition. Gemeinsam konnten die beiden Politiker unter anderem Kürzungen bei LGBTI-Projekten abwenden und legten den politischen Grundstein für ein Elberskirchen-Hirschfeld-Haus (queer.de berichtete).

Seit 2005 ist Evers Vize-Landeschef der Lesben und Schwulen in der Union (LSU). Beim Mitgliederentscheid der Berliner CDU zur Ehe für alle hatte er im vergangenen Jahr in seiner Partei vergeblich für eine rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen gekämpft (queer.de berichtete).

"Ich habe höchsten Respekt vor der Aufgabe", erklärte Stefan Evers gegenüber der Tageszeitung "B.Z." zu seinem geplanten Aufstieg zum neuen Generalsekretär. "Es geht darum, die Berliner CDU unter Führung von Monika Grütters so aufzustellen, dass sie zügig und beherzt ihre Rolle als führende Oppositionspartei annehmen kann." Nach der Wahl vom 18. September hatten SPD, Linke und Grüne vereinbart, erstmals gemeinsam in Berlin zu regieren. Die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen sollen am Mittwoch vorgestellt werden. (cw)



#1 myysteryAnonym
  • 16.11.2016, 08:20h
  • Wie fühlt man sich als Generalsekretär eines Landesverbands, der einem vor noch nicht allzu langer Zeit in einer Abstimmung der Mitglieder eindeutig gezeigt hat, dass man ihn nicht als gleichwertig erachtet?
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#2 TheDad
  • 16.11.2016, 09:37h
  • ""Auf seiner Homepage stellt sich der Politiker aus Charlottenburg-Wilmersdorf als "glücklich verpartnert" vor.""..

    ""Charlottenburg-Wilmersdorf""..

    Natürlich stammt und wohnt der designierte Berliner CDU-Chef in ""Charlottenburg-Wilmersdorf"", dem Bezirk mit den meisten Gymnasien in Berlin, die allerdings regelmäßig die durchschnittlichsten Abitur-Noten abliefern, dafür aber mit den höchsten Mitgliederzahlen in der Schüler-Union glänzen..

    www.youtube.com/watch?v=-3DBJId2hl4
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#3 markusbln11Anonym
  • 16.11.2016, 09:57h

  • Hohe lernkurve bei der berliner cdu. Nach den letzten fünf chaotischen jahren.

    Mit solch einer besetzung wird die rot-rot-grüne koalition einen kompetenten gegenspieler haben. Das wird für OB müller (spd) nicht einfach werden.

    Und die cdu kann sich so aufstellen, dass sie bis zur nächsten wahl wieder die pool-position unter den berliner parteien mit anspruch auf das bürgermeisteramt inne hat.
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#4 GeorgGProfil
  • 16.11.2016, 13:32hBerlin
  • Mit Monika Grütters und Stefan Evers wird die Berliner CDU zu einer echte Alternative für rot-rot-grün.
    Wenn die rot-grüne Umverteilungspolitik erst einmal richtig einsetzt, die Schulden der Stadt (zur Zeit 58 Milliarden ) ins Unermessliche steigen, werden die Bürger der Stadt, die noch klar bei Verstand sind, in Scharen zur CDU und zur FDP überlaufen. Schwul oder nicht schwul spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.
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#5 Paulus47Anonym
  • 16.11.2016, 13:47h
  • Da wünsche ich Stefan Evers viel Erfolg, dass er die CDU so wie es auch Stefan Kaufmann oder Jens Spahn machen, in LGBT-Themen liberalisiert und das er es schafft, aus der Minderheit in der CDU in bezug auf die Eheöffnung eine Mehrheit in der CDU zu bilden. DAS dies möglich ist, hat David Cameron in England gezeigt, wo die britischen Konservativen der Eheöffnung im Parlament zugestimmt haben.
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#6 LorenProfil
#7 wiking77
#8 markusbln11Anonym
#9 ursus
#10 stromboliProfil
  • 17.11.2016, 11:35hberlin
  • Antwort auf #9 von ursus
  • wieviele der glücklich verpartnerten im bull's sich von der häuslichen routine erholen oder im park auslüften, sei hier in den raum gestellt.Antworten » | Direktlink »