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Die schwulen Politiker Thomas de Jesus Fernandes, Holger Arppe und Alexander Tassis unterstützen den Populismus ihrer Partei, auch wenn er sich gegen LGBTI richtet (Bild: Youtube Screenshot, AfD MV, Wiki Commons / Foto AG Gymnasium Melle / CC-BY-SA-4.0)

Die AfD verstärkt ihren Kampf gegen die Akzeptanz von LGBTI mit einem Positionspapier – und kann dabei auf ihre schwulen Parteisoldaten zählen.

Von Dennis Klein

Das am Dienstag vorgestellte AfD-Positionpapier "Magdeburger Erklärung zur Frühsexualisierung" ist von (mindestens) drei schwulen AfD-Abgeordneten mitgetragen worden. Dabei handelt es sich um Holger Arppe, Thomas de Jesus Fernandes und Alexander Tassis, die als Initiatoren oder Erstunterzeichner genannt worden sind. Damit haben mehr Schwule das Papier unterzeichnet als Frauen.

Der Lesben- und Schwulenverband und die Grünen hatten das Papier scharf kritisiert. Der LSVD argumentierte etwa, dass "die Akzeptanz von Vielfalt und das Eintreten für (Mit-)Menschlichkeit von der AfD diffamiert" werde (queer.de berichtete).

Das zweiseitige Papier (PDF) fordert unter anderem, dass an Schulen die "klassische Familie" und die Ehe aus Mann und Frau als "primäres Lebensziel" vermittelt werden solle. Als "Keimzelle der Gesellschaft" garantierten diese den "Erhalt unseres Volkes, unseres Staates und unserer Nation". Die Partei wendet sich "entschieden gegen alle Versuche, andere Formen des Zusammenlebens und Sexualverhaltens gleichwertig neben Ehe und Familie zu stellen".

Wie die homofeindliche "Demo für alle" bezeichnet die Partei zudem Bildungspläne, die LGBTI erwähnen, als "Frühsexualisierung", vor der Kinder "geschützt" werden müssten. Schüler würden mit "scham- und persönlichkeitsverletzenden Inhalten in Wort, Bild und Ton konfrontiert", zur "Triebbefriedigung" angeleitet und in Fragen von Familienleben und Geschlechterrollen "verunsichert".

Die AfD bekräftigt in dem Papier den Kampf gegen das Adoptionsrecht für Homo-Paare, weil es "wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt ist, ob Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufwachsen, eine normale und stabile Geschlechtsidentität entwickeln". Man wende sich zwar gegen "die Diskriminierung sexueller Minderheiten" – der Verzicht auf "besondere Förderung" stelle allerdings keine Diskriminierung dar. Auch lehnt die Partei "die herrschende 'Antidiskriminierungspolitik'" ab, weil sie sich "einseitig an den angeblichen Lebensvorstellungen sexueller Minderheiten ausrichtet".

Als Schwule gegen LGBTI-Emanzipation

Dass schwule Politiker das Papier als Kampfansage gegen die Akzeptanz von LGBTI mittragen, mag verwundern. Allerdings sind die drei schwulen Mitunterzeichner bereits berüchtigt: Der 43-jährige Landtagsabgeordnete Holger Arppe aus Mecklenburg-Vorpommern hat beispielsweise wegen herablassenden Äußerungen gegenüber Muslimen Erfahrungen mit der Justiz gemacht. 2015 wurde er wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.700 Euro verurteilt (queer.de berichtete).

Thomas de Jesus Fernandes, der ebenfalls im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sitzt, hatte in den letzten Jahren auf Facebook wiederholt Stimmung gegen Flüchtlinge gemeint. Außerdem hat er die angebliche "Lügenpresse" oder "Genderideologen" kritisiert, die die "Zerstörung unserer Kultur und der Familie" beschleunigten. Das Schweriner LGBT-Zentrum "Klub Einblick" hat ihm inzwischen ein Hausverbot erteilt (queer.de berichtete).

Dritter im Bunde ist Alexander Tassis, der als einziger AfD-Abgeordneter in der Bremischen Bürgerschaft sitzt (die AfD hatte 2015 vier Sitze erobert, drei Abgeordnete sind aber inzwischen aus der Partei ausgetreten). Tassis ist Bundessprecher der "Homosexuellen in der AfD", als solcher aber kaum für seine Unterstützung für LGBTI-Rechte aufgefallen. Bei einem Vortrag in Nürnberg betonte er etwa die Wichtigkeit der "Priviligierung" der heterosexuellen Familie und forderte die Abschaffung aller "Gender-Professuren" (queer.de berichtete).

AfD verstärkt homofeindlichen Populismus

Mehrere andere Mitinitatoren des Papiers engagieren sich bereits länger im Kampf gegen die Akzeptanz von LGBTI: Zu ihnen gehört etwa der sachsen-anhaltinische Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider, der in einer Landtagsdebatte Homosexualität als "Abweichung" und Fehler der Natur darstellte (queer.de berichtete). Mitunterzeichner Steffen Königer hatte in Landtagsdebatten in Brandenburg u.a. davor gewarnt, dass die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht zu einer Ehe zwischen Mann und Gartenzwerg führen könne (queer.de berichtete).


In sozialen Netzwerken macht André Poggenburg Stimmung gegen Bildungspläne

Der sachsen-anhaltinische Fraktionschef André Poggenburg, der seit Monaten gegen einen Aktionsplan zur LGBTI-Akzeptanz im Land ankämpft, schrieb zu dem Positionspapier auf Facebook, es sei "Auftakt einer langfristigen bundesweiten Kampagne, die zum Ziel hat, die Öffentlichkeit aufzuklären und in den Landesparlamenten gemeinsame Initiativen zu entwickeln um Frühsexualisierung in Kindertagesstätten und Schulen zu verhindern".



#1 JW GrimmAnonym
  • 16.11.2016, 12:55h

  • Die drei Herren mögen mit Beispiel vorangehen, eine Frau ehelichen und Kinder zeugen.
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#2 KotzAnonym
  • 16.11.2016, 13:08h

  • Was für erbärmliche Idioten.
    Solche Leute stehen außerhalb der Community und sollten wirklich von uns mit Zilch belegt werden.
    Da lohnt sich nicht mehr darüber zu diskutieren.
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#3 TheDad
  • 16.11.2016, 13:12h
  • ""Drei schwule AfD-Politiker""..

    Die 3 Herren sind weder Schwul im Sinne von emanzipatorisch bewegt, noch Politiker im Sinne einer demokratischen Arbeit für die Gesellschaft..
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#4 Roman BolligerAnonym
  • 16.11.2016, 13:17h
  • Die drei Herren sind nicht wirklich homosexuell, sondern tun nur so, gekauft von der AfD.

    Oder die drei Herren sind zwar homosexuell, aber extrem dumm oder geistesgestört und können gar nicht realisieren, mit wem sie sich da eingelassen haben.

    Oder die drei Herren sind zwar homosexuell, aber extreme rechtsradikale Hassmenschen.

    Schwul sind sie ganz sicher nicht, dafür braucht es neben der Homosexualität noch eine intellektuelle und ethische Reife, welche bei diesen drei Herren selbstverständlich fehlt.
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#5 SebastianoAnonym
  • 16.11.2016, 13:21h
  • Antwort auf #4 von Roman Bolliger

  • Wer glaubt das jemand der Schwul ist auch automatisch links-gruen ist, der muss ganz schön behämmert sein :)

    Abgesehen davon: Schwule die rechts sind, sind doch der beste und glaubhafteste Beweis das Homosexualität normal ist und überall vorkommt.
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#6 FolgerichtigAnonym
#7 Paulus47Anonym
  • 16.11.2016, 13:44h
  • In der Tat Dennis Klein hat hier vollkommen Recht. Wer sich gegen die gemeinschaftliche Adoption nichtleiblicher Kinder ausspricht, die Gleichstellung von Regenbogenfamilien anzweifelt und die Eheöffnung torpediert, der gehört an den Pranger gestellt.

    Ich teile diesbezüglich den Inhalt dieses Artikels und finde es schlimm, wenn drei offen schwule Politiker in den Reihen der AfD dieses AfD-Positionsparpier mitinitiieren bzw. Erstunterzeichner sind.

    Die AfD - auch wenn sie in der Thematik der Probleme einer sich ausbreitenden islamischen Parallelgesellschaft in den Großstädten und bei der Überforderung der deutschen Gesellschaft bei Zuzug von über einer Million Menschen innerhalb eines Jahres - Recht hat, ist aufgrund ihrer Positionen in Fragen des Familienrechtes und des Umgangs mit Regenbogenfamilien sowie des Angriffs auf die altersgerechte Sexualaufklärung unter Einbeziehung sexueller Orientierungen - nicht wählbar !!!

    -----------------
    ABER eines sollte auch klar sein: die Partei AfD wird LEIDER im Herbst 2017 in den Bundestag zweistellig einziehen, das bestätigen alle Wahlumfragen bei Allensbach, Forsa, usw.

    URSACHE dieses Aufstieges der AfD sind nicht LGBT-Themen und die diesbezüglichen Haltungen der AfD sondern es sind die Geschehnisse und Entwicklungen bei der Flüchtlingsthematik/Einwanderung im letzten Jahr. Das hat Teile der Bevölkerung richtig wütend gemacht und damit meine ich nicht nur die üblichen rechtsradikalen Verdächtigen in Sachsen-Anhalt oder Sachsen, sondern ebenso den bisher SPD oder Linke wählenden Arbeiter oder Arbeitslosen/Arbeitssuchenden, der diese Einwanderungspolitik schlichtweg nicht will.

    Auch dies läßt sich anhand der Wahlanalyse zu den Landtagswahlen in Berlin, in B-W. oder auch in Meck-Pomm ermitteln, wo gerade ehemals von der SPD und der Linkspartei gehaltene Direktmandate an die AfD gingen (beispielsweise Mannheim Nord und Pforzheim).
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#8 AdamAnonym
  • 16.11.2016, 13:45h
  • Wieder ein beweiß dafür das Dummheit unendlich ist....

    Traurige Geschöpfe sind da schon, aber Sie sind ein guter beweiß dafür was passiert wenn man nicht richtig aufklärt in der Schule , sie sind von so einem selbst Hass verzehrt das logisches denken net mehr möglich ist.
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#9 herve64Profil
  • 16.11.2016, 13:49hMünchen
  • Liebe sog. "Homosexuelle in der AfD",

    wenn Ihr sooo einen Selbsthass habt, warum bringt Ihr Euch dann nicht einfach um und versucht stattdessen, andere LGBTI*s mit in Euren Strudel Eures schwarzen Gedankenguts zu ziehen?

    Ist Euch eigentlich bewusst, dass sich Eure Einstellung um keinen Deut von dem eines islamistischen Terroristen verhält, der in Begriff ist, ein Selbstmordattentat zu begehen?

    Mit so einer Geisteshaltung seid Ihr aber nach Euren eigenen Einstellungen gemessen "Menschenmüll", und genau deswegen habt Ihr Eure scheinheilige Fresse zu halten.
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#10 Tommy0607Profil
  • 16.11.2016, 14:04hEtzbach
  • DIE sind genauso wie Radikale Glaubensgruppen :
    Keinen Deut besser .
    Und als Schwuler so einen Verein zu wählen , ist einfach nur Dumm!
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