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Mit Arn Sauer wurde erstmals ein Vertreter des Bundesverbands Trans* in den Fachbeirat der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld berufen (Bild: LSVD)

  • 16. November 2016, 11:53h, Noch kein Kommentar

Statt der umstrittenen Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung ist nun der Bundesverband Trans* in dem beratenden Gremium vertreten.

Das Kuratorium der Bundestiftung Magnus Hirschfeld hat für die kommenden vier Jahre einen neuen Fachbeirat bestimmt. Das ehrenamtliche Gremium aus Wissenschaftlern und Bildungsexperten wurde dabei auf 13 Plätze verkleinert. Der Fachbeirat berät die Stiftung bei Projekten und der Vergabe von Fördermitteln, zudem engagieren sich die Mitglieder in thematischen Arbeitsgruppen.

Mit Arn Sauer ist nun erstmals der Bundesverband Trans* vertreten. Weitere Mitglieder sind u.a. Dr. Rainer Marbach von der Akademie Waldschlösschen, Prof. Dr. Nina Degele von der Universität Freiburg, Benjamin Kinkel vom Bundesverband Queere Bildung, Sabine Balke vom Dachverband der deutschsprachigen Lesben/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen sowie Lucie Veith vom Verein Intersexuelle Menschen. Die Wirtschaftsweiber rückten vom Fachbeirat in das einflussreiche Kuratorium auf und wurden damit dem Völklinger Kreis gleichgestellt. Alle Fachbeiräte werden auf der Homepage der Stiftung vorgestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) wurde im neuen Fachbeirat trotz einer Vorgabe der Stiftungsatzung nicht mehr berücksichtigt. Deren frühere Vertreterin Prof. Dr. Karla Etschenberg war im Januar 2015 nach heftigen Protesten zurückgetreten. Die DGSS-Vizepräsidentin hatte unter anderem Bildungspläne für sexuelle Vielfalt kritisiert und vor einer "Umerziehung" und "Sexualisierung" von Schülern durch schwul-lesbische "Lobbyisten" gewarnt. Zuvor hatten die drei damaligen Fachbeiräte Zülfukar Çetin, Christiane Leidinger und Gabriele Dennert aus Protest gegen die Professorin ihren Sitz niedergelegt (queer.de berichtete).

Wie queer.de aus informierten Kreisen erfuhr, will die Hirschfeld-Stiftung spätestens Mitte 2017 die in diesem Jahr eingestellten Projektförderungen wieder aufnehmen. Dies wollte der geschäftsführende Vorstand Jörg Litwinschuh auf Anfrage allerdings noch nicht bestätigen. (mize)