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Premierminister Justin Trudeau (re.) bei der Ernennung von Sonderberater Randy Boissonnault (Bild: Facebook / Randy Boissonnault)

Der kanadische Regierungschef möchte Jahrhunderte der Diskriminierung sexueller Minderheiten in seinem Land wieder gut machen – und hat noch viel Arbeit vor sich.

Premierminister Justin Trudeau hat am Montag erstmals einen Sonderberater für Fragen der Gleichbehandlung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Personen ernannt. Die Aufgabe wird der 46-jährige Unterhaus-Abgeordnete Randy Boissonnault übernehmen, der wie Trudeau der liberalen Partei angehört. Boissonnault ist der erste offen schwule Politiker aus der Provinz Alberta, der ins nationale Parlament gewählt worden ist.

Auf seiner Facebook-Seite zeigte Boissonnault ein Bild der Ernennung durch Trudeau – die beiden saßen dabei vor einer Regenbogenfahne, einer Transgender-Flagge und dem kanadischen Banner. Boissonnault versprach "echte Veränderungen" und erklärte, die Regierung sei vereint "in ihrem Streben nach der Gleichbehandlung aller Menschen".

Der Politiker trägt nun den Titel "Special Advisor to the Prime Minister on LGBTQ2 Issues" – mit der Zahl am Ende wird der Begriff "Two-Spirit" angedeutet. Er bezieht sich auf einen entsprechenden Begriff von nordamerikanischen Indianerstämmen und deren Auffassung eines dritten Geschlechts.

Justin Trudeau, der erst im November 2015 das Amt des Premierministers angetreten ist, engagiert sich mehr für LGBTI-Rechte als je ein Regierungschef zuvor: Im Juni hisste er persönlich auf dem Parlamentshügel in Ottawa die Regenbogenfahne. Er kündigte an, die Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität zu verbieten, verpasste Kanada eine geschlechtsnationale Nationalhymne und fand auch zu dem Massaker in Orlandos queerem Club "Pulse" schnell einfühlsame Worte. Anfang Juli nahm er als erster Regierungschef in der Geschichte Kanadas am CSD von Toronto teil.

Trudeau folgt in die Fußstapfen seines Vaters

Kanada hatte erst 1969 sexuelle Handlungen unter Männern legalisiert – damals übrigens auf Initiative von Justizminister Pierre Trudeau, der dazu den viel zitierten Satz sagte: "Es gibt keinen Platz für staatliche Gewalt in den Schlafzimmern der Nation." Der spätere Premierminister ist der Vater von Justin Trudeau.


Justin Trudeau besuchte diesen Sommer als erster amtierender Premierminister den größten CSD des Landes in Toronto

Aus der Verfolgerzeit gibt es noch mehrere Reliquien, die von der Regierung angegangen werden müssen. So sieht das kanadische Gesetzbuch nach wie vor bei unverheirateten Paaren ein höheres Schutzalter für Analsex (18 Jahre) als für Vaginalsex (16 Jahre) vor. Mehrere Gerichte auf der Ebene der Provinzen haben diese Urteile bereits als eine verfassungswidrige Diskriminierung bezeichnet.

Begnadigung oder Rehabilitierung der Verfolgungsopfer?

Auch die Frage der Aufhebung von Urteilen gegen Homosexuelle ist wie in Deutschland auf der Tagesordnung. Die Trudeau-Regierung hat bereits angedeutet, dass eine Begnadigung und möglicherweise eine Entschädigung der Opfer der Schwulenverfolgung in Kanada möglich sei. Hier verlangen LGBTI-Aktivisten allerdings mehr: "Wir wollen keine Vergebung, weil wir nichts gemacht haben", erklärte Helen Kennedy von der Organisation "Egale Canada". Statt einer Begnadigung forderte sie die Rehabilitierung der Verfolgungsopfer. (dk)



#1 wiking77
#2 markusbln11Anonym
  • 16.11.2016, 17:44h

  • Nordamerika ist wieder einmal zweigeteilt, einmal weltoffenes canada und einmal rebirthed bible belt.
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#3 Patroklos
#4 Trude AuAnonym
#5 MariposaAnonym
#6 trans_allianceProfil
  • 16.11.2016, 20:15h
  • ... der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestag, hat hat aktuell mitgeteilt das beschlossen wurde die vom BVG als rechtswidrig erklärten Passagen, im TSG nicht aus dem Gesetz zu streichen.

    Position 84
    BT Drucksache 18 10049 Pet 1-18-06-211-031054

    dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/100/1810049.pdf

    Wir fordern weiterhin gesetzliche Neureglungen zu Gunsten von Menschen aus den Bereichen

    trans* / Transgender
    Transsexualität, transident

    Intersex / Intersexualität

    Non Binary, 3te / dritte Option, xte Optionen

    .

    zum 1-1-17 in Deutschland.

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AlexAnonym