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Klaus Lederer erhält offenbar bald einen Platz im Kabinett des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (Bild: Wiki Commons / Martin Rulsch / CC-BY-SA-3.0)

Der offen schwule Landeschef der Linkspartei wird offenbar der erste eigenständige Kultursenator der Hauptstadt seit einem Jahrzehnt.

Nach Informationen des "Tagesspiegels" ist Linken-Chef Klaus Lederer als neuer Kultursenator von Berlin vorgesehen. Demnach bekommt die Hauptstadt nach zehn Jahren erstmals wieder ein eigenständiges Kulturressort – in den letzten Jahren hatte der Regierende Bürgermeister diese Aufgaben übernommen. Derzeit führen SPD, Linkspartei und Grüne in Berlin Koalitionsverhandlungen, nachdem das Regierungsbündnis von SPD und CDU bei den Wahlen im September seine Mehrheit verloren hatte.

Lederer engagierte sich als Oppositionspolitiker zuletzt immer wieder in der Kulturpolitik der Hauptstadt. Im August hatte er im "Tagesspiegel" ein Essay verfasst, in dem er einen kulturpolitischen Neustart forderte. Diesen kann er nun offenbar selbst gestalten.

Der 1974 in Schwerin geborene und in Frankfurt an der Oder aufgewachsene Politiker war nach der Wende im Jahr 1992 in die PDS eingetreten. In der Partei legte er einen schnellen Aufstieg hin: Seit 2003 ist er ununterbrochen Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, seit 2005 Landesvorsitzender der Linkspartei.PDS, die sich später in Die Linke umbenannte. Er war bei der Abgeordnetenhauswahl im September Spitzenkandidat der Linken, die laut den LSVD-Wahlprüfsteinen als einzige Partei alle Forderungen der LGBTI-Bewegung erfüllten (queer.de berichtete). Privat lebt er seit 2009 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Als Mitglied der Initiative Queer Nations nahm er im Zuge der Queer-Nations-Konferenz 2007 am CSD Warschau teil, der damals noch unter erheblichem politischen Beschuss stand (queer.de berichtete). Auch in der Kulturszene der Hauptstadt ist er bereits seit längerer Zeit aktiv: Mit der am Prenzlauer Berg beheimateten A-cappella-Combo Rostkehlchen trat er mehrmals auf und produzierte im Jahr 2002 eine CD, wo er als Tenor Lieder der DDR-Punk-Band Feeling B im Stil der Zwanziger Jahre einspielte. (cw)



#1 Patroklos
#3 markusbln11Anonym
  • 16.11.2016, 20:41h

  • Nicht unbedingt das einfachste ministerium in berlin. Viel glück und den nötigen spass an der arbeit für klaus lederer.

    Berlin ist und bleibt bunt mit ihm.
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#4 Patroklos