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Im Rahmen des Jubiläums wird bei den Filmnachmittagen im Café Switchboard auch "Geron" gezeigt

Seit einem Jahrzehnt kümmern sich in Frankfurt Ehrenamtler um homosexuelle Senioren. Zum Jubiläum gibt es ein kleines Filmfestival.

Der ehrenamtliche Besuchsdienst "Rosa Paten" der Aids-Hilfe Frankfurt feiert diesen Monat sein zehnjähriges Jubiläum. Seit 2006 gehen die Paten wöchentlich zu alleinstehenden, homosexuellen Senioren, um mit ihnen Zeit zu verbringen. Die Senioren sollen so erneut Anschluss an das gesellschaftliche Leben finden. Viele der betreuten Senioren litten unter sozialer Isolation, so die Aids-Hilfe. Die Paten leisteten mit diesem Service "präventive Arbeit gegen Einsamkeit und Abschottung".

Anlässlich des Jubiläums finden vom 24. bis 26. November Filmnachmittage im Café Switchboard (Alte Gasse 36) statt. An jedem dieser drei Tage wird um 15:30 Uhr ein Spielfilm gezeigt, der vom Leben älterer schwuler Männer handelt. Am 24. November wird der franko-kanadische Film "Geron" gezeigt, der von dem Verhältnis zwischen einem achtzehnjährigen Pfleger Lake (Pier-Gabriel Lajoie) und dem Grandseigneur Mr. Peabody (Walter Borden) handelt. Der Film ist eine Art schwule Version von "Harold & Maude".

Der preisgekrönte Film "Matterhorn" mit René van 't Hof, Ton Kas und Porgy Franssen schildert am 25. November eine romantische Beziehung zweier Männer, einem spießigen Witwer und einem soften Landstreicher. Am letzten Tag der Reihe wird der Film "Boulevard" zu sehen sein: Es geht um einen in die Jahre gekommen Bankangestellten, der für einen jungen Mann mehr empfindet, als er anfänglich dachte. Der Film mit Hauptdarsteller Robin Williams wurde erst ein halbes Jahr nach dem Tod des Oscar-Preisträgers veröffentlicht. Am letzten Tag des Mini-Filmfestivals werden um 18:00 Uhr einige der Rosa Paten im Rahmen der Veranstaltung "Switch-Kultur" interviewt. Sie werden von ihren Erlebnissen und Erfahrungen mit den betreuten Senioren berichten. (pm/cw)



#1 markusbln11Anonym
  • 17.11.2016, 18:20h

  • Da macht das alt werden wieder richtig spass mit solchen aussichten. Ok, spass beiseite.

    Immer mehr offen lebende lgbt kommen erstmals ins hohe alter. Die anforderungen an lgbt-gerechte altersbetreuung und pflege werden wachsen, qualitativ und quantitativ.

    Nur soviel. Ich wollte nicht mit einem homophoben afdler 5 jahre im altenheim das gleiche zimmer teilen wollen.
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#2 Homonklin44Profil
  • 18.11.2016, 16:21hTauroa Point
  • Das ist eine echt tolle Sache, wo ich mir wünschte, sowas könnten auch die Kieler auf die Beine stellen.

    Vereinsamung und Abschottung passiert nun ja lange nicht erst im höheren Lebensalter, da gibt es auch genug um die 30-60 oder auch Jüngere, die mit Leuten vielleicht nicht so gut um können oder wo Probleme bestehen, die zu sozialer Ausgrenzung führen. Vielen reicht da schon die leise info über eine HIV-Infektion oder sonstwas, und der Mensch dahinter wird im Regen stehen gelassen.
    Im Alter hat das Ganze natürlich noch eine extra Dimension, wenn die langjährigen Freunde oder Bekanntnenkreise immer kleiner werden, weil man vielleicht immer der Jüngste war und nun der Übriggebliebene wird.

    Oder man ist im Seniorendomizil der einzige Schwule, die einzige Lesbe ... ich wünsche mir bis dahin auch nicht, von AfD-SympathisantInnen oder sonstwie Sturköppen umringt zu leben.

    Den Film "Geron" kann ich übrigens nur empfehlen. Auch wenn der Schluss traurig ist und unerwartet kommt, weil man auf ein Event Happy Ending mit romantischem Ausklang hin hofft.
    Die Idee von derart Spannung, ob die Liebe erst ankommen mag, wenn man im Herbst seines Lebens steht, lässt einen beinahe hoffnungsvoll mit dem ergrauenden Haar versöhnen.
    Auch die Frage, ob man dann so einen süßen jungen Mann noch süß finden darf, wird in dem Film sehr positiv umzeichnet.
    Balsam-verdächtig.
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