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  • 17.11.2016, 21:53h           25      Teilen:   |

Sachsen-Anhalt

AfD nutzt Besuch von Olivia Jones zu neuer Hetze

Artikelbild
Der Foto-Termin mit AfD-Hetzer André Poggenburg war wohl nicht die beste Idee. In der Hand hält Jones die "Magdeburger Erklärung zur Frühsexualisierung", angeblich handsigniert. (Bild: facebook / oliviajoneshamburg)

Fraktionschef André Poggenburg behauptet auch nach dem Treffen mit der Dragqueen, der Aktionsplan zur LGBTI-Akzeptanz sei "eine Schändung von Kinderseelen".

Von Norbert Blech

Einen Tag, nachdem der Auftritt der Hamburger Dragqueen Olivia Jones in der Kantine des Magdeburger Landtags für positive Schlagzeilen im Bemühen um Akezptanz von LGBTI sorgte (queer.de berichtete), hat der sachsen-anhaltinische AfD-Fraktionschef André Poggenburg mit neuer Hetze zu Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität nachgelegt. Dazu nutze er ein gemeinsames Bild von sich mit der Dragqueen.

Die Grünen hatten Jones eingeladen, aus ihrem Kinderbuch "Keine Angst in Andersrum" vorzulesen. Damit reagierte die Partei auf eine Auseinandersetzung zwischen Jones und der AfD: Die Dragqueen hatte Strafanzeige gegen Poggenburg gestellt, nachdem die Partei Aufklärungsmaterialien über Homo- und Transsexualität wie ihr Buch als "Frühsexualisierung" und geradezu Kindesmissbrauch dargestellt hatten (queer.de berichtete). "Für uns zählen Wohlbefinden und seelische Unversehrtheit unserer Kinder mehr als unsinnige und übertriebene Forderungen von Schwulen- und Lesbenverbänden", hatte Poggenburg zu einer vom Landesgleichstellungsministerium herausgegebenen Aufklärungsbroschüre geschrieben, die unter anderem Jones' Buch als Lektüre empfiehlt.


Jones bei der Lesung am Mittwoch im Magdeburger Landtag. Bild: facebook / GRUENELSA


Poggensburgs Fraktion wettert seit Monaten gegen eine angemessene Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität, wie sie ein umfassender Aktionsplan zur Akzeptanz von LGBTI des Landes vorsieht. In einer Landtagsdebatte sprach der AfD-Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider etwa über Homosexualität als "Abweichung" und Fehler der Natur (queer.de berichtete). Einen Tag vor dem Besuch von Jones hatte Poggenburg auf einer Pressekonferenz im Landtag zudem die gemeinsame "Magdeburger Erklärung gegen Frühsexualisierung" der AfD-Landtagsfraktionen vorgestellt, in der eine Schulaufklärung über sexuelle Vielfalt diffamiert und abgelehnt wird (queer.de berichtete). Die auf Homophobie setzende Polemik gegen entsprechende Bildungspläne macht die AfD inzwischen bundesweit zu einem ihrer Hauptthemen.

Fortsetzung nach Anzeige


Poggenburg: Heteros werden benachteiligt

"Das Wichtigste ist, dass auch unsere Kinder beigebracht kriegen, dass auch Männer Männer lieben können und Frauen Frauen lieben können und dass davon die Welt nicht untergeht", hatte Jones am Mittwoch im Landtag gesagt und versucht, mit ihrem Auftritt und der Lesung zumindest einige Menschen zu erreichen, die von der AfD verunsichert werden.

Poggenburg selbst war der Einladung zu der Vorlesung nicht gefolgt, hatte sich aber zu einem kurzen nicht-öffentlichen Gespräch mit der Dragqueen getroffen. Ein Foto des Termins nutze er am Donnerstag auf Facebook nun erneut zur Hetze gegen sexuelle Minderheiten und führte Olivia Jones zugleich vor, in dem er sie zu einer neuen öffentlichen Debatte in seine Fraktion einlud und behauptete, dass man "dialogbereit" sei. Auch überreichte er Jones, wie das Foto festhalten soll, angeblich ein "signiertes" Exemplar der hetzenden "Magdeburger Erklärung".


Aus dem "Dialog" mit Poggenburg wurde eine öffentliche Vorführung zur Belustigung der AfD-Anhänger in sozialen Netzwerken


Die AfD lehne Diskriminierung von Minderheiten ab, behauptet die Fraktion in dem dazugehörigen Eintrag auf Facebook, dies sei "rechtlich aber bereits umfassend geregelt". Die Partei sei der "Überzeugung, dass durch die überbordende Förderung von Minderheiten der Stellenwert der traditionellen Familien aus Mann, Frau und Kindern durch Landesaktionsprogramme oder Bildungspläne benachteiligt wird." Bürger würden durch sie nicht mitgenommen, sondern "verunsichert". "Daher halten wir diese Aktionspläne für völlig kontraproduktiv. Der Gefahr der Frühsexualisierung von Kindern in Kitas und Schulen durch sexuelle Indoktrination muss zwingend und unverzüglich Einhalt geboten werden." Medien hatten sich am Mittwoch belustigt, dass die Partei keine Belege für eine "Frühsexualisierung" vorlegen konnte – dabei sieht sie diese (wie die "Demo für alle") bereits durch die Erwähnung etwa von Regenbogenfamilien im Unterricht als gegeben an.

In einem weiteren Eintrag auf der Facebookseite der AfD-Fraktion Sachsen-Anhalt schrieb Poggenburg am Donnerstag zu angeblich anders lautenden Medienberichten, man sei nach dem Besuch von Jones "bei gar nichts 'zurückgerudert'": "Die AfD spricht sich nach wie vor grundsätzlich gegen Diskriminierung von Minderheiten, also auch Homo- und Transsexuellen, aus. Das war bisher so und steht in keinerlei Zusammenhang mit dem Besuch von Olivia Jones. Wir haben allerdings den Aktionsplan LSBTTI und die damit zusammenhängende Frühsexualisierung kritisiert und dabei bleibt es auch. Frühsexualisierung ist eine Schändung von Kinderseelen und erzeugt überhaupt keine Toleranz für Homosexualität." Als wäre es nicht die AfD, die diese Toleranz gezielt schwächt.

Botschaft für "buntes Deutschland" bleibt

Auch Olivia Jones hatte am Donnerstag ein Fazit ihres Magdeburg-Besuchs bei Facebook gepostet: "Ich hoffe, ich konnte Denkanstöße liefern und Mut machen." Die Medienberichterstattung ihr gegenüber war recht wohlwollend.

Posted by Eva von Angern on Mittwoch, 16. November 2016
Facebook | Die Linken-Abgeordnete Eva von Angern hatte die Lesung von Jones und die einleitenden Worte mit der Grünen-Abgeordneten Conny Lüddemann auf Video festgehalten


Zugleich kann der Auftritt auch als ein Signal an die aufgeklärte Gesellschaft, an die Szene und an ihre Unterstützer gewertet werden: "Ich bin ganz einfach für ein buntes Deutschland und nicht für ein braunes Deutschland. Und dafür muss man kämpfen!", hatte Jones in Magdeburg gesagt. Der Kampf gegen einen Rollback und gegen die Hetze geht weiter: Am Donnerstag veröffentlichte etwa der Hamburg Pride eine gepfefferte Antwort auf die "Magdeburger Erklärung" (queer.de berichtete).

Mehr zum Thema:
» Olivia Jones setzt in Landtag Zeichen gegen ein "braunes Deutschland" (16.11.2016)
» AfD: Schülern heterosexuelle Ehe als "primäres Lebensziel" vermitteln (15.11.2016)
» Landtagsdebatte in Sachsen-Anhalt: AfD sagt der "Normabweichung" Homosexualität den Kampf an (30.09.2016)
» Poggenburg: LGBTI-Toleranz schadet Kinderseelen (16.09.2016)
» Olivia Jones erstattet Anzeige gegen AfD (15.09.2016)
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Tags: olivia jones, afd, andré poggenburg, sachsen-anhalt, magdeburg, aktionsplan, schule
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Reaktionen zu "AfD nutzt Besuch von Olivia Jones zu neuer Hetze"


 25 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.11.2016
22:22:15


(+8, 10 Votes)

Von easykey
Aus Ludwigsburg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 04.10.2015


Was soll man dazu noch sagen? So viel Blödheit gehört eingesperrt.

Man achte übrigens auf den Fotos auf die Frisur von Adolf Poggenburg....ääähhh... sorry, André.....allein am Bartwuchs haperts noch.


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#2
17.11.2016
23:43:48
Via Handy


(+7, 15 Votes)

Von EXZENTRIKER 89


Eine "Partei"(Lach mich Tot (:) die so Langsam aber sicher die Sachlichen Argumente flöten gehen. In zwei drei Jahren Kräht kein Hahn mehr nach denen.... So Lächerlich was die Abziehen.Lieber Gott lass es Hirn Regnen. Ps:Olivia Grossen Respekt an dir....Du hast deine Vorlesung Straight durchgezogen und hast dich nicht Einschüchtern lassen. Es müsste mehr Menschen wie dich geben. Die ganze Gaycommunity steht wie eine Wand hinter dir. Chapeau...ich ziehe mein Hut vor dir.


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#3
17.11.2016
23:51:57


(-10, 16 Votes)

Von Lars


Wenn man sich hier die Berichterstattung der letzten Tage ansieht, gewinnt man den Eindruck, dass die AfD eine irgendwie unaufhaltsame Bedrohung ist, egal was LGBT-Aktivisten tun oder lassen. Sie dominiert mit ihrem Logo die Berichterstattung, so dass man es von Werbung schon nicht unterscheiden kann. Von den Reaktionen anderer diffrenzierungsfähiger Medien auf die Lesung von Olivia Jones z.B. nur marginale Hinweise. Das scheint irgendwie irrelavent, da selbstverständlich. Gute Nachrichten scheinen keine Nachrichten zu sein. Auch queer.de lässt sich mit seiner eindimensionalen Anprangerungsstrategie von rechtspopulistischen Regelverstößen vor den Karren der Populisten spannen und merkt es nicht einmal. So meine Befürchtung.


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#4
18.11.2016
00:56:53


(+3, 11 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #3 von Lars


Nun ja, falls Sie es selbst nicht merken, für Sie ist offenbar:

Berichterstattung = Werbung

kritische Berichterstattung = Anprangerungsstrategie

Hetze der AfDler = rechtpopulistische Regelverstöße

Ist das nun Sarrazin oder schon Elsässer, jedenfalls dürften "Homosexuelle in der AfD" beim Lesen Ihres Kommentars feuchte Augen kriegen.

Manche Politkwissenschatler sehen einen Grund für das Erstarken der rechtsautoritären Kräfte in dem Umstand, man habe zu lange nicht über Probleme berichtet. Die AfD ist mit Ihrer unverhohlenen Hetze längst zu einem Problem für die queeren Menschen dieses Landes geworden, da sie Resssentiments und Hass bis hinein in die Parlamente hoffähig macht. Über dieses Problem wie über die Angriffe aus dieser
Partei muss berichtet und aufgeklärt werden, zumal auf dieser Website, damit ganz klar wird um was für eine Wahlalternative es sich da handelt. Das mag Sie nerven. Ich fände es erfreulicher, Sie würden kritische Worte für das finden, was im Artikel berichtet wurde. Aber das wird von Ihnen leider in ihrem Kommentar marginalisiert (s.o.).


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#5
18.11.2016
02:36:56


(+10, 10 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Den konstruierten Neo-Mythos von der angeblichen "Frühsexualisierung" kann man über das Beispiel als Nonsense entlarven, dass Kinder, die mit Kuscheltieren spielen, auch nicht dadurch sexuelle Interessen an Tieren entwickeln. Sie werden nicht zu Kostümfetischisten, weil sie sich gerne beim Spielen verkleiden, und sexualisieren sich nicht früher als ihrer biologischen Uhr entsprechend, weil Heterosexualität erwähnt oder vorgelebt wird. Etwa durch küssende Eltern oder schmusende Pärchen draußen.

Man muss diesen Unfug bei der Wurzel packen, um ihn zu zerlegen, und da ist die unaufhaltsame Richtigstellung der durch AfD und DfA & Co verwursteten, in Propagandatexten eingeflochtenen Lügengebilde vonnöten!

So viel, wie diese Partei sich angeblich um die Kinder, ihre Psyche oder "Seelen" Sorgen macht, muss man schon fragen dürfen, warum selektiv LGBTIQ-Kinder ausgeschlossen werden, deren "Schändung" der AfD scheißegal zu sein scheint.

Da drängt sich einem der Eindruck auf, dass für AfD Zwecke Kinder instrumentalisiert und als Projektionsfläche für Agitation und Hetze missbraucht werden!


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#6
18.11.2016
03:02:37


(+11, 15 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Lars


Was ist das denn schon wieder fuer ein Unsinn, den Du da schreibst? Queer ist DAS Medium, dass Politik und Gesellschaft auf homophobe Tendenzen, Ausfälle und Auftritte beobachtet.

Das ist die Kernaufgabe von queer als schwules Nachrichtenportal. Andere Medien lassen dieses Thema gern zurückstehen, weil es ihnen weniger wichtig oder unangenehm ist. Was also hat das mit Anprangerungsstrategie zu tun?

Zum Glück gibt es queer noch, muss man fast schon hinzufügen.

Und was ist jetzt bitte eindimensional an dieser Berichterstattung zur AfD oder hier zur Aktion mit den Gruenen und der Jones? Deren Auftritt IST doch eine gute Nachricht. Die schlechte, die über das erwart- und durchschaubare Agieren der Rechten, ist ein weiterer Teil dieses Artikels. Jetzt sind wir also schon zweidimensional.

Soll jetzt als dritte Dimension eingebaut werden, dass ein schwules Pinguinpaar im Magdeburger Zoo nach Ansicht der AfD zusammenbleiben darf, wenn auch nicht fuer die Besucher sichtbar?

Oder meintest Du einen positiven Bericht ueber die "Homosexuellen in der AfD", statt dem ueblichen - zwar verdienten, aber eben eindimensional - Verriss dieser Truppe von Dumpfbacken?

Oder sollen sie auch mal eine nette Homestory ueber Frauke und ihrem Pretzell schreiben und wie liebevoll sie doch die Kinder großziehen?

Also wirklich. Manchmal, so denke ich, weißt Du wirklich nicht, was Du schreibst.


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#7
18.11.2016
04:57:15


(-7, 11 Votes)

Von felix


Ich weiß zwar nicht, was "Lars" hier sonst so schreibt, aber ich finde, in diesem Punkt hat er doch recht:
die überdimensional häufige Berichterstattung über die AfD (im Vergleich zu anderen Parteien) in den Medien, auch bei queer.de, nutzt dieser Partei und ihrer Bekanntheit sowie Verbreitung ihrer Positionen sehr wohl!
Ich weiß auch nicht recht, wie man am besten damit umgehen soll (vielleicht konsequent auf das Zeigen des Logos verzichten oder in den Überschriften statt "AfD" nur "Rechte Hetzer" schreiben? - das würde Berichten nicht schaden; ja, ich weiß: die "knackige Überschrift" erhöht die Schlagzahl der Zugriffe ...).

Ich meine, der Wahlkampf von Trump hat doch gezeigt, wie man es macht: mit möglichst bekloppten Aussagen provozieren, die Mainstream-Medien skandalisieren dies und die sozialen Medien emotionalisieren (zahlreiche Postings, wie entrüstet man ist, erhöhen die Algorhythmus-Anzeige).

Wem nützt also die Berichterstattung? Und wie sollte sie sein, dass sie nicht hauptsächlich einer rechtspopulistischen Partei, der Verbreitung ihres faschistisch-zersetzenden Gedankenguts sowie der Bekanntheit und dem Ego ihrer Hetzer nutzt?


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#8
18.11.2016
09:19:54


(+9, 11 Votes)

Von Svetlana L


Da zeigt sich mal wieder eindrucksvoll die Arbeitsweise der AfD (insbesondere auch in dem verlinkten Artikel der Welt): Da werden einfach mal ein paar Behauptungen in die Runde geschmissen und als Tatsachen verkauft, deren Wahrheitsgehalt längst widerlegt ist. Beispiele/Beweise für diese Behauptungen können natürlich nicht vorgelegt werden. Und das alles immer unter dem Deckmantel des "Nationalen"; AfD-Frauke würde vermutlich "völkisch" sagen.
Einfach nur widerlich!


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#9
18.11.2016
09:57:34


(-7, 11 Votes)

Von Lars
Antwort zu Kommentar #6 von Miguel53de


"Deren Auftritt IST doch eine gute Nachricht. Die schlechte, die über das erwart- und durchschaubare Agieren der Rechten, ist ein weiterer Teil dieses Artikels. "

Das ist schon richtig. Die Überschrift heißt aber: "AfD nutzt ..." Klingt so, als wäre sie die Gewinnerin. Sie ist in der Überschrift die Agierende, nicht die Reagierende.

Die Gewichting ist also umgekehrt, was dem Artikel mehr Dramatik verleiht. Mich hätte ja auch interessiert, wie die anderen Fraktionen auf den Auftritt von Frau Jones reagiert haben, wie das Kinderbuch bei den Fraktionsmitgliedern aufgenommen wurde und ob es - abgesehen von der politischen Botschaft - als Kinderbuch gelungen ist. Alsonicht auf die Weiß-Nachricht (Jones liest im Landtag) die schwarz-Antwort (AfD hetzt), sondern die mehrdimensionale Perspektive: LGBT´-s bringen sich in Bildungsolitik ein und stellen Altersgrechte Aufklärungsbücher zur Diskussion. Was meint ihr dazu? Ist es gelungen? Was ist zu ändern, zu verbessern? Welche Kinderbücher waren für Euch hilfreich, um Vielfalt oder Anderssein zu akzeptieren? (Mir fällt da das uralte Kidnerbuch "Mies mit den blauen Augen" ein, das von einer Katze berichette, die als einzige blaue statt gelbe Augen hatte).

Natürlich steht qeer.de in dem Dilemma, dass z.B. in dem Buch von O. Jones eben nichts Anstößiges und die Sittlichkeit herausforderndes drin steht und dass Frau Jones vermutlich Dinge geäußert hat, die auch ein konservativer Studienrat unterschreiben könnte oder eben nur hier und da ein Komma oder einen Ausdruck korrigieren würde.

Aber von dieser Normalität etwas rüberzubringen, ist eben auch wichtig, sonst diktieren die Rechtspopulisten mit ihren Luftnummern die politischen Themen.


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#10
18.11.2016
10:26:36


(+4, 8 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Hat irgend jemand hier von dieser abgefeimten FasChristen-Partei etwas anderes erwartet? Ernsthaft?


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