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  • 21.11.2016, 06:01h           16      Teilen:   |

Zum zweiten Mal in Folge

Hedwig von Beverfoerde erneut "Miss Homophobia"

Artikelbild
Hedwig von Beverfoerde bei einer ihrer "Demos für alle" in Stuttgart (Bild: nb)

Die Koordinatorin der "Demo für alle" verstärke eine homo- und transfeindliche Stimmung wie keine andere, finden "Enough is Enough" und die Fans der Initiative.

Die Berliner LGBTI-Initiative "Enough is Enough" hat Hedwig Freifrau von Beverfoerde erneut zur "Miss Homophobia" gekürt. In einer Internet-Abstimmung der vor allem auf Facebook populären ehrenamtlichen Gruppe erhielt die Organisatorin der homofeindlichen "Demo für alle" fast jede zweite Stimme. Ebenfalls nominiert waren die Publizistinnen Birgit Kelle und Gabriele Kuby.

"Wir wissen, dass weder die Auswahl der Kandidatinnen noch die Abstimmung repräsentativ ist", erklärte dazu Enough-Sprecher Alfonso Pantisano. "Trotzdem zeigt das deutliche Ergebnis, wie groß die Sorge innerhalb der LGTBI*-Community über die Ressentiments sind, die durch das Umfeld der 'Demo für alle' kultiviert werden. Kampfbegriffe wie 'Frühsexualisierung' werden heute ganz selbstverständlich in der politischen Debatte benutzt, obwohl die damit verbundenen Vorwürfe und Szenarien rein konstruiert sind und mit der tatsächlichen Situation nichts zu tun haben. Weder sollen in deutschen Schulen Kinder 'sexualisiert' werden, noch geht es darum, für Homosexualität zu 'werben'."

Beverfoerde war von "Enough is Enough" bereits im letzten Jahr als "Miss Homophobia" "ausgezeichnet" worden. Das CDU-Mitglied hatte die homofeindlichen Proteste zunächst aus dem Berliner Büro der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch heraus gegen einen LGBTI-inklusiven Bildungsplan in Baden-Württemberg organisiert und diese dann offiziell eigenständig im Rahmen eines Bündnisses, das Teile von AfD und Union ebenso umfasst wie christliche bis fundamentalistische Gruppen, auf weitere Bundesländer ausgeweitet. Der letzte Protest hatte erst vor wenigen Wochen in Wiesbaden stattgefunden (queer.de berichtete).

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Beverfoerde verstärkt gesellschaftliche und politische Homofeindlichkeit

Wie im Vorjahr veröffentlichte "Enough is Enough" auch eine Karikatur der Preisträgerin - Quelle: Ralf Ricker / EiE
Wie im Vorjahr veröffentlichte "Enough is Enough" auch eine Karikatur der Preisträgerin (Bild: Ralf Ricker / EiE)

Die "Demo für alle" mache "Stimmung gegen eine Behandlung des Themas Homosexualität als eine gleichwertige sexuelle Orientierung", kritisiert "Enough is Enough". Damit richte "sie einen großen Schaden an, besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die gerade dabei sind, ihre sexuelle Identität zu entdecken". Die Initiative wisse aus der täglichen Arbeit, "wie sehr sich Eltern und Lehrer immer mehr verunsichert fühlen und ein entspannter angemessener Umgang mit dem Thema Homosexualität immer schwieriger wird."

"Enough is Enough" verweist darauf, dass die CSU sich gerade in ihrem Grundsatzprogramm gegen eine "Relativierung" der Ehe und eine angebliche "Frühsexualisierung" ausgesprochen habe (queer.de berichtete). "Hedwig Freifrau von Beverfoerde hat ganz persönlich einen großen Anteil daran, dass Homophobie in unserer Gesellschaft salonfähiger wird", so die Initiative. "Wir rufen dazu auf, sich diesem Hass entgegen zu stellen. Nicht nur Homosexuelle, sondern besonders auch Heterosexuelle. Es sind zum allergrößten Teil ihre Kinder, gegen die sich dieser Hass richtet." (nb/pm)

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Tags: demo für alle, hedwig von beverfoerde, enough is enough
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Reaktionen zu "Hedwig von Beverfoerde erneut "Miss Homophobia""


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.11.2016
06:18:01
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Marc


Haben sich eigentlich die LSU mal zu dieser CDU-Personalie irgendwie geäußert?


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#2
21.11.2016
09:04:43
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von markusbln11
Antwort zu Kommentar #1 von Marc


Gute frage!

Eigentlich ist die dame doch afd-würdig. Was macht die eigentlich noch in der cdu?

Danke an enough is enough für die thematsierung!!


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#3
21.11.2016
12:59:50


(+11, 11 Votes)

Von Mariposa


Diese schreckliche Person verdient nicht nur diesen Titel zurecht, sondern man sollte sie auch zur "Miss Münchhausen" küren. Sie hat nämlich im Rahmen der "Demo für alle" gleich dreimal glatt gelogen:

"Neonazis werden nicht geduldet und die AfD ist nicht erwünscht" - Es war eindeutig rechtes Pack vertreten und die Demo wurde auch aus dem Büro der Störchin mit organisiert. Zudem sind Gestalten wie Kuby und Gersdorf schlichtweg ein Skandal, deren braune Gesinnung ist ja schlichtweg nicht zu übersehen. Lüge Nummer Eins !

"Wir sind mehr als die Gegendemonstraten" - im Fall von Wiesbaden trifft dies erfreulicherweise nicht zu, die Polizei hat uns die genauen Zahlen genannt, es stand wohl 2000 zu 1000 für uns. Ist wohl eher Wunschdenken der bigotten Ausbeuterfreifrau, um ihr Volk bei Laune zu halten. Lüge Nummer Zwei !

"Wir demonstrieren hier nicht gegen Homosexuelle". Bestenfalls Beschwichtigung, um den "bürgerlichen Schein" zu waren. Die gezeigten Interviews in der Hessenschau waren da ganz eindeutig Homophobie der übelsten Sorte - man hatte den Eindruck, daß es gar nicht um den Bildungsplan ging. Lüge Nummer Drei !


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#4
21.11.2016
14:07:03


(+2, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Den Titel wird Frau von Beverfoerde auch in den nächsten Jahren tragen, denn er steht ihr nämlich ausgezeichnet!


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#5
21.11.2016
15:01:09


(+4, 8 Votes)

Von Pascal Gosker


Diese Auszeichnung hat sich Hedwig Freifrau von Beverfotze aber auch redlich verdient.

Es gibt wenige Menschen, die dermaßen arrogant, ignorant und vom Hass zerfressen sind und die dermaßen hartnäckig und unbelehrbar Grundrechte und demokratische Grundprinzipien bekämpfen und der ganzen Welt ihren Hass aufzwängen wollen.


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#6
21.11.2016
15:04:42


(+4, 8 Votes)

Von Albrecht


Die Eva Braun der CDU denkt wohl: wenn es schon rein optisch niemals für einen Miss-Titel reichen wird, sollte es wenigstens für die Miss Hass reichen.


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#7
21.11.2016
19:35:14
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009
Antwort zu Kommentar #5 von Pascal Gosker


Bei aller berechtigten Antipathie Frau von Boedefeld gegenüber, sollte dennoch immer ein Hauch von Etikette gewahrt werden.

Mir geht dieses sarrazineske "wird man wohl noch sagen dürfen" seit Jahren auf den Sack. War nur der Freifahrtschein für Obszönitäten.

Contenance!


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#8
21.11.2016
20:37:55


(+2, 4 Votes)

Von paolo


Die olle macht nur ihren job ,betreibt hetze und kassiert dafür montlich ihr gehalt vom vatikan wie so viele.. ob nun afd promoter..demo für alle veranstalter..klu klux klan trumpisten..verschwörungstheoretiker trolle im internet..im grunde genommen der ganze globale rechte bewegungsshit.
Das ziel ist klar..es geht darum einen relativen anarchismus wieder zu etablieren um dann letztendlich als einzige feste und gesellschaftliche stabilitäts bringende institution darzustehen..sprich kirche!!
Sollte ihr das glücken steht sie wieder ein paar jahrhunderte unangefochten dar und melkt die blöden schafe..inclusive non stop gay bashing!!
ohhh kaiser NERO..wieso hast du deinen job nicht getan


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#9
21.11.2016
23:20:27


(+3, 5 Votes)

Von Anstandswauwau
Antwort zu Kommentar #6 von Albrecht


Das tolle, inhaltsschwere Argument "sieht scheiße aus" wird immer besonders gern bei Frauen angewendet.

Ich glaube nicht, dass diese Kombination aus Sexismus und Lookismus wirklich eine klug gewählte Waffe gegen Homophobie ist. Das können wir besser, Leute.


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#10
22.11.2016
08:29:43


(+5, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #8 von paolo


"Die olle macht nur ihren job ,betreibt hetze und kassiert dafür montlich ihr gehalt vom vatikan"

Ich fürchte, da liegst Du falsch.

Das ist das Elternhaus der menschenfeindlichen Herrenreiterin:

Youtube-Video:


Die 'Freifrau' schwelgt in Millionen, die ihre Ahnen in jahrhundertlanger Bauernschinderei und Leibeigenschaft zusammengerafft haben.

Aus dieser demokratiefeindlichen Herrenmentalität rührt die braune Vergangenheit ihrer Familie.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Hermann_von_L%C3%BCninck


Und sie ist auch der Grund für ihren moralisch verkommenen Kampf gegen die Gleichstellung einer NS-Opfergruppe im Land des rosa Winkels.

Die Frau ist blind und nicht bestochen.


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