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Gerd Liesegang ist der Respektpreis-Gewinner 2016 (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr)

BFV-Chef Gerd Leisegang ist mit dem Respektpreis 2016 ausgezeichnet worden. Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch die Kriminalitätsstatistik homophober und transphober Übergriffe vorgestellt.

Das Berliner Bündnis gegen Homophobie hat am Dienstagmittag bei einer Feierstunde im Mercure Hotel MOA Gerd Liesegang, den Vizepräsidenten des Berliner Fußballverbandes, mit dem Respektpreis 2016 ausgezeichnet. Der Preis wurde von der Berliner Integrationsstaatssekretärin Barbara Loth (SPD) übergeben.

Liesegang setzte sich damit gegen drei ebenfalls nominierte Gruppen durch – dabei handelte es sich um den Mädchen-Kultur-Treff Dünja, der deutsch-russische Verband Quarteera e.V. sowie das Projekt "Berliner Schulgruppen auf dem CSD".

Liesegang engagiere sich seit Jahren für Gleichbehandlung sowie gegen Gewalt und Homophobie, würdigte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg das Engagement des Fußballfunktionärs. "Ihm ist es u.a. geschuldet, dass der Berliner Fußballverband dem Bündnis gegen Homophobie angehört, die Regenbogenflagge hisst und konstant und effektiv für die Rechte der Community eintritt", erklärte der LSVD. Liesegangs Einsatz sei es auch zu verdanken, dass der BFV als erster Fußball-Landesverband beim Berliner CSD vertreten ist. Mit Aktionen wie "Sprachfoul" oder "Rote Karte für Homophobie" und zahlreichen weiteren sozialen Projekten und Anti-Gewalt-Kampagnen setze er klare Zeichen für Inklusion und Toleranz und zeige, wie man in führender Position gesellschaftlicher Verantwortung gerecht werden kann.

Im vergangenen Jahr war der Berliner Aktivist Nasser El-Ahmad mit dem Respektpreis ausgezeichnet worden (queer.de berichtete).

Kriminalitätsstatistik: Erfasste Fälle stabil

Im Rahmen der Preisverleihung stellte der Landespräventionsbeauftragte der Polizei Berlin, Kriminaldirektor Wolfram Pemp, die aktuelle Kriminalitätsstatistik homophober und transphober Übergriffe im Jahr 2016 vor. Die Anzahl der bei der Polizei bekannt gewordenen Fälle bewegt sich auf demselben Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Für Januar bis Oktober 2016 wurden 113 Vorfälle statistisch erfasst. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 107 Straftaten. Die Tatorte waren vorwiegend in Mitte, Kreuzberg und Schöneberg.

Das Bündnis gegen Homophobie ist eine "Allianz der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft für die gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen". Dem Bündnis gehören 105 Mitglieds-Organisationen an, darunter die Berliner Polizei, Coca-Cola und die Evangelische Kirche. Zuletzt traten die Alt-Katholische Kirche und die Berliner Gemeinde des Liberal-Islamischen Bundes bei (queer.de berichtete). Das Bündnis wird vom LSVD Berlin-Brandenburg im Auftrag der Landesantidiskriminierungsstelle organisiert. (dk)