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Die "gefesselten Götter" aus Amerika dürften in England bald Tabu sein. (Bild: Bound Gods)

No Sex, we're British: Diesen Satz, der wenig mit der Lebenswirklichkeit der Insel-Bewohner zu tun hat, will die konservative Regierung nun auf die bunte Pornowelt im Internet anwenden.

Die britische Regierung plant nach Medienberichten bestimmte Pornoangebote im Internet zu blockieren. Dem Gesetzentwurf des Ministeriums für Kultur, Medien und Sport zufolge müssten Internetdienstanbieter alle Webseiten unzugänglich machen, die Videos zeigen, die von der Filmzensur-Organisation BBFC nicht zugelassen werden würden. Das "Digital Economy Bill" soll ferner strikte Alterskontrollen für pornografische Webseiten vorschreiben. Die Vorschriften sollen dabei nicht nur für britische Seiten gelten, sondern für alle Internet-Angebote weltweit.

Der Hintergrund: Die BBFC prüft – anders als die FSK in Deutschland – auch pornografische Filme und erteilt ihnen die Altersfreigabe "Restricted 18". Filme mit diesem Etikett dürfen als DVDs oder Blu-Rays nur in lizenzierten Sexshops abgegeben werden. Die Quasi-Behörde kann Pornos aber auch die Zulassung verweigern oder Videos nur unter Schnittauflagen zulassen, wenn diese sadomasochistische Szenen oder extreme Fesselspiele enthalten. Auch viele andere sexuelle Rollenspiele sind laut den Zensurrichtlinien verboten, ebenso wie aggressives Verhalten oder die Penetration mit großen Dildos oder mehr als vier Fingern. Tabu sind auch Videos, die Sex in der Öffentlichkeit zeigen.

BBFC darf bereits Internet-Inhalte überprüfen

Nach dem Wunsch der konservativen Regierung sollen diese BBFC-Vorgaben auch auf das Internet angewandt werden. Bereits letzten Monat wurde der Zuständigkeitsbereich der BBFC erweitert, so dass die Zensur-Organisation nun auch Internet-Content überprüfen darf. Eine BBFC-Sprecherin kündigte laut dem "Guardian" an, dass man pornografische Inhalte überprüfe und einer Website eine "Nicheinhaltungsmitteilung" zukommen werden lasse, sollte einem Video die Altersfreigabe "Restricted 18" verweigert werden.

Pornografie wurde in Großbritannien schon seit Jahrzehnten stärker reguliert als in vielen anderen europäischen Ländern: Erst ab dem Jahr 2000 durfte die BBFC das "Restricted 18"-Etikett an Hardcore-Filme ausgeben, zuvor war nur "simulierter Sex" erlaubt. Pornobegeisterte Briten holten sich ihre Rammel-Magazine und -Filmchen daher im Ausland oder später online. (dk)



#1 EXZENTRIKER 89Anonym
#2 EXZENTRIKER 89Anonym
  • 24.11.2016, 16:59h

  • Zum Glück lebe ich nicht in England....Meine Güte...lasst doch den Jungs ihren Pornokonsum...es gibt ja Wirklich Wichtigeres um was sich die Briten kümmern sollten. Wenn das in Deitschland wäre...Auweia...ich beiss mich in die Faust...Aargh(:
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#3 EXZENTRIKER 89Anonym
#4 markusbln11Anonym
  • 24.11.2016, 18:30h

  • Ein freier staat hat nichts zu zensieren, was freie bürger nach vollem recht und bei freier entfaltung ihrer eigenen persönlichkeit tun. Und wenn sie das filmen und verbreiten, dann ist das deren freie entscheidung.

    Bisher kenne ich das paritelle sperren des internets nur aus ländern wie china, iran oder sudan.

    Wo bewegt sich unsere freie welt denn nur hin? Speziell England. Sollen wir jetzt wieder bevormundet und in der folge entrechtet werden - von selbstverliebten politikern ohne werte?

    Das kann nicht sein!!
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#5 GeorgGProfil
  • 24.11.2016, 20:08hBerlin
  • In Zeiten des Brexits haben die Briten also nicht besseres zu tun, als Pornofilme zu zenzieren...
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#6 Patroklos
#7 JadugharProfil
  • 24.11.2016, 20:46hHamburg
  • In den Anfängen des Internets konnte ich in den Rechenzentren der Universitäten beobachten, daß Studenten oft sich pornographische Seiten anschauten, anstatt das Internet für ihre wissenschaftlichen Zwecke zu benutzen. Es zeigt wie beliebt diese Pornoseiten sind. Nun einige Menschen wollen offenbar stets aus Machtgründen etwas verbieten, was die meisten Menschen mögen und geben unsinnige Begründungen hervor, wie etwa Schutzalter für Jugentliche etc.. Aus diesen Gründen hat man oft sexuelle Handlungen unterdrückt und sogar bestraft, weil sie zu den beliebtesten Bedürfnissen gehören!
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#8 JadugharProfil
  • 24.11.2016, 20:56hHamburg
  • Gerade lese ich hierzu in queer.de, daß der europäische Gerichtshof die Türkei das Verbot eines Homo-Magazins als Menschenrechtsverletzung verurteilt hatte, weil die Meinungsfreiheit hierdurch eingeschränkt wird. Nun die Handlungsweise der britischen konservativen Regierung ist genauso und handelt somit menschenrechtswidrig, weil auch das Veräußern von Pornographie zur Meinungsfreiheit gehört und niemand durch das Veräußern von Pornos geschädigt wird.
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#9 gagagastAnonym
  • 24.11.2016, 21:44h
  • Interessant in diesem Zusammenhang ist sicher das beschlossene (!) Gesetz zur Aufzeichnung aller abgerufenen URLs durch Provider.

    Zusammen mit diesem Zensur-Gesetz eine Goldgrube für alle Arten von Repression.

    Einfach traumhaft. Albtraumhaft.
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#10 RiklefAnonym
  • 24.11.2016, 22:20h

  • Um die polnische Regierubgschefin freu zu zitieren "Macht was ihr wollt, Hauptsache es geht ins richtige Loch!" :D
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