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Treffende Texte und sehnsüchtige Melodien

Rachael Sage: Ein Album für den Tanz


Rachael Sage, die als Kind die "School of American Ballet" besuchte, begann bereits mit zweieinhalb Jahren Klavier zu spielen (Bild: Erin Baiano)

  • 25. November 2016, 08:45h, noch kein Kommentar

Ihre neue CD "Choreographic" widmet die US-amerikanische Musikerin ihrer ersten künstlerischen Liebe.

Rachael Sage hat seit dem Teenageralter zwölf Alben mit selbstgeschriebenen und selbstproduzierten Songs veröffentlicht und damit internationale Anerkennung geerntet. Die Multi-Instrumentalistin und vierfache Independent-Music-Award-Gewinnerin nähert sich jedem neuen Projekt mit dem gleichen Arbeitseifer wie bei ihren ersten musikalischen Projekten. Ihr musikalisch anspruchsvolles und emotional tiefes neues Album "Choreographic" widmet sie ihrer ersten Liebe: dem Tanz. "Dieses Album ist eine Meditation über meine langjährige Beziehung zum Ballet. Der Zugang zur Musik durch den Tanz inspirierte mich zum Songwriting. Es war Zeit zu meinen Wurzeln zurück zu kehren."

Rachael Sage, die als Kind die "School of American Ballet" besuchte und mit großen Tänzern und Choreographen wie Suzanne Farrell, Edward Villella und Jacques D'Amboise studierte, begann mit zweieinhalb Jahren Klavier zu spielen. "Ich begann Songs zu schreiben nachdem mich meine Mutter in einen Balletschule geschickt hatte und mir war von vorherein klar, dass Tanz und Musik fest mit einander verknüpft waren." Die musikalische Autodidaktin sagt das ihr frühes Erlernen des Songwriting Handwerks entsprang aus der strengen Disziplin des Ballet. Bereits mit zwölf Jahren trat sie im New Yorker Lincoln Center in klassischen Balletaufführungen wie "Der Nussknacker" und "Coppélia" auf während sie gleichzeitig zur Schule ging und Demos ihrer Songs produzierte.

Rachael Sage ist ebenfalls Malerin und Grafikerin, ihr visuelles Empfinden hat jeden Aspekt ihrer Musik durchdrungen. Den Ursprung ihrer Begeisterung für die kleinsten Details in Mode und bildender Kunst sieht sie in ihren Ballet-Outfits als kindliche Tänzerin in New York City. "Wir traten jeden Abend in Kostümen auf, die aussahen als seien sie aus einem Bild von Degas vor kunstvoll gestalteten Hintergründen unter perfektem Licht zu den Klängen eines Weltklasse-Orchesters auf. Durch das Ballet begegnete mir so früh so viel große Kunst, das hat mich als Musikerin stark beeinflusst." Rachael Sage verließ die Welt des Tanzes schließlich, um die Stanford University zu besuchen, aber für sie gilt der Spruch "Einmal Tänzer, immer Tänzer".

Im College wurde Rachael zu einer festen Größe in der Singer- und Songwriter-Szene der Bay Area und spielte viel Theater, wobei sie aufgrund ihrer graziösen Erscheinung oft die Rolle der "Unschuldigen" spielte. "Mir wurde bewusst wie das körperliche Erscheinungsbild die Wahrnehmung anderer beeinflusst, daraus entstanden eine Menge Texte." In dieser Zeit schrieb Rachael Sage zwei ihrer populärsten Songs in der Welt des Lyrical Dance. "Bravedancing" und "Down my Spine", die beide in der Reality-TV Show "Dance Moms" zu hören waren, ebenso wie ein Dutzend anderer Songs von ihr.

Für das neue Album nur Top-Musiker


Das neue Album "Choreographic" von Rachael Sage ist am 18. November 2016 erschienen

Die Verwendung ihrer Musik in der TV-Show über junge Tänzer inspirierte Rachael zu der Idee, ein ganzes Album zu einer imaginären Choreographie zu schreiben. Nachdem ihre Arbeit große Anerkennung in der Tanzszene genoss, fragte sie sich, ob es in ihrer Musik eine unbewusste Orientierung zur Choreographie gibt. "Als ich über ein Nachfolgealbum zu meinem letzten Album 'Blue Roses' nachdachte, fragte ich mich: Wie wäre es, ein Album in Hinblick auf die Kombination mit Tanz zu machen?" Ein paar Monate später verkroch sie sich in einem Londoner Hotelzimmer und schrieb ein komplettes Album, inspiriert vom "Pop Ballet" und kombinierte orchestrale Elemente mit Folk, Pop und Rock. "Ich verließ mein Zimmer nicht, bis ich wenigstens einen Song geschrieben hatte. Ich versetzte mich in eine Art Trance und stellte mir jeden Song als durchchoreographiertes multimediales Ereignis vor, inspiriert von all den großartigen Tänzern und Choreographen, denen ich begegnet bin".

Die Aufnahmen zu "Choreographic" begannen im August 2015, mit ihrer Live-Band The Sequins sowie einer Handvoll Gäste und unterstützt von Grammy-Gewinner Andy Szulla (Rod Steward) als Co-Produzent und dem Grammy-nominierten Toningenieur John Shyloski (Johnny Winter, Diana Ross).

Rachael Sage, die in New York zuhause ist, rekrutierte Top-Musiker für die Produktion von "Choreographic", darunter die Violinistin Rachel Golub (Adele, Sting), der Cellist Dave Eggar (Coldplay), der Drummer Doug Yowell (Joe Jackson), der Gitarrist Jack Petruzelli (Patti Smith, Rufus Wrainwright) und viele andere namhafte Musiker.

Der größte Teil der Musik für "Choreograhic" wurde vor Rachaels UK-Tour mit Folk-Ikone Judy Collins aufgenommen. Die finalen Vocalaufnahmen fanden kurz nach den Attentaten in Paris statt. Schockiert und trauernd kehrte Rachael mit einem veränderten Fokus in das Studio zurück. "Die essenzielle Definition von Tanz ist für mich Freiheit. In diesem Moment merken wir, wie kostbar kreative Freiheit ist und welches Geschenk es ist, diese über alle Grenzen hinweg miteinander zu teilen."

Rachael Sages entwaffnend ehrliche Songs wie "I Don't believe it", "Heaven" und "French Doors", ihre treffenden Texte und sehnsüchtigen Melodien verbinden sich zu etwas Besonderem. Das Lexikon des Ballett mag französisch sein, aber auf Rachael Sages Album "Choreographic" wird Ballet-Pop zu einer universellen Sprache. (cw/pm)

Direktlink | Offizielles Video zu Rachael Sages "I Don't Believe It"