Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 25.11.2016, 15:26h           20      Teilen:   |

Bundespräsidentenwahl

Olivia Jones wird Wahlfrau in der Bundesversammlung

Artikelbild
Olivia Jones wird mitentscheiden, welches Staatsoberhaupt die Bundesrepublik in die Zwanzigerjahre führen wird (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Zum ersten Mal wird eine Dragqueen dem über 1.200 Mitglieder zählenden Gremium angehören, das den Nachfolger von Joachim Gauck wählen soll.

Die niedersächsischen Grünen haben am Freitag Dragqueen Olivia Jones als Vertreterin für die Bundesversammlung nominiert, die am 12. Februar 2017 den nächsten Bundespräsidenten wählen soll. Via Twitter teilte die Partei mit: "#Bundesversammlung: Mit Olivia Jones haben wir nicht nur Wahlmänner & Wahlfrauen, sondern auch mal was dazwischen, wie sie selbst sagt." Die Landespartei darf insgesamt neun Mitglieder in die Bundesversammlung entsenden.

Jones freut sich bereits auf die neue Aufgabe: "Für mich als Repräsentantin einer bunten Republik ist das eine große Ehre und für alle, die in diesen schwierigen Zeiten für Toleranz und Vielfalt kämpfen, ein kleiner Lichtblick", sagte sie als Reaktion auf ihre Nominierung.

Die Grünen-Fraktion erklärte, man wolle mit der Auswahl der Delegierten ein Zeichen für Vielfalt setzen. Neben Jones wird unter anderem Manuel Trollmann, ein Vorstandsmitglied des Deutschen Sinti-Verbands Niedersachsen, Asta von Oppen, eine Aktive in der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, und Gisela Penteker, ein Mitglied des Flüchtlingsrates, die Partei bei der Präsidentenwahl vertreten.

"Ich freue mich über die bunte Zusammensetzung unserer Delegation", erklärte Anja Piel, die grüne Fraktionchefin in Hannover. "Unsere Wahlfrauen und Wahlmänner vereint, dass sich alle für Respekt, Toleranz und Gleichberechtigung einsetzen."

Fortsetzung nach Anzeige


Steinmeier steht praktisch schon als Sieger fest

Insgesamt werden 1.260 Wahlmänner und -frauen den neuen Bundespräsidenten wählen. Diese setzen sich je zur Hälfte aus Vertretern des Bundestages und Delegierten der 16 deutschen Landtage zusammen. Da sich CDU/CSU und SPD bereits auf Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Nachfolger von Joachim Gauck geeinigt haben, wird dies keine spannende Wahl: Die GroKo-Parteien stellen rund drei Viertel der Mitglieder in der Bundesversammlung und haben damit eine komfortable Mehrheit. Neben Steinmeier tritt auch der Kölner Armutsforscher Christoph Butterwegge an, der von der Linkspartei nominiert worden war. Auch die AfD und die Freien Wähler haben Präsidentschaftskandidaten aufgestellt.

Jones hatte erst vergangene Woche mit einer Lesung ihres Kinderbuches "Keine Angst in Andersrum" im sachsen-anhaltinischen Landtag für Schlagzeilen gesorgt. Sie war von der Grünen-Fraktion nach Magdeburg eingeladen worden, um mit der Lesung gegen die Homophobie der AfD zu protestieren, die im Landesparlament die größte Oppositionsfraktion stellt (queer.de berichtete).

Erfahrung bei Wahlen hat die Jones bereits gesammelt: 2004 trat sie bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg an und konnte mit 0,5 Prozent der Stimmen einen Achtungserfolg erzielen. Sie kam damals noch vor der Schill-Partei und der NPD ins Ziel (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 20 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 1516       22       2     
Service: | pdf | mailen
Tags: olivia jones, grüne, bundesversammlung, bundespräsident
Schwerpunkte:
 Olivia Jones
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Olivia Jones wird Wahlfrau in der Bundesversammlung"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
25.11.2016
15:41:14


(-7, 9 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Mit Olivia Jones bekommt die Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten wählt, endlich auch mal einen farbigen Anstrich!

Nächstes Jahr stehen vier Kandidaten zur Wahl:

- Frank-Walter Steinmeier (SPD)
- Christoph Butterwegge (Die Linke)
- Alexander Hold (Freie Wähler)
- Albrecht Glaser (AfD)

Leider hat die Linkspartei - wie vor fünf Jahren - wieder mal einen eigenen Kandidaten für das Amt nominiert, statt wie die Union und die SPD den derzeit amiterenden Bundesaußenminister zu unterstützen!

Stellt sich die Frage: für wen werden sich die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen in der Bundesversammlung entscheiden? Werden sie einstimmig für Steinmeier oder Butterwegge sein oder bleibt es jedem Delegierten selbst überlassen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
25.11.2016
16:08:01


(-2, 6 Votes)

Von Antworten
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Agenda-2010-, Finanzkrise- und Rechtsruck-Konstrukteure bibeln sich die Wahrheit zu Recht.

Politische Fakten benennen = "jemandem etwas als Klotz anhängen":

Link zu www.zeit.de

"Ich fühle mich zwar als ideeller Gesamtlinker, erinnere SozialdemokratInnen und Grüne jedoch an ein dunkles Kapitel ihrer Geschichte, was sie lieber mir anlasten, als nötige Selbstkritik zu üben und Konsequenzen zu ziehen.
[...]
Wenn sich eine Gesellschaft tiefer spaltet, dann führt das auch zu politischen Verwerfungen, zu einer Repräsentationskrise. Sozial Benachteiligte gehen weniger zur Wahl und manche Angehörige der Mittelschicht, die Angst vor dem sozialen Abstieg haben, folgen rechtspopulistischen Demagogen."

Link zu www.taz.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
25.11.2016
17:30:49
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von markusbln11


Hej, das ist super. Glückwunsch an olivia und uns alle. Sie wird die gelegenheit in wert setzen können. Prima.

Und glückwunsch auch an frank-walther steinmeier für solch excellenten, bunten wahlmänner und -frauen. Mach was draus.

Stichwort: ich bin der präsident einer ehe für alle und einer grundgesetzergänzung um die sexuelle orientierung.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
25.11.2016
17:34:49
Via Handy


(+4, 8 Votes)

Von Marc


@Patroklos
Es bleibt ohnehin jedem selbst überlassen, da die Wahl geheim ist. Wo die Delegierten ihr Kreuz setzen, wenn sie allein in der Kabine sind, ist allein ihre Sache. Die Fraktionen können bestenfalls eine Wahlempfehlung ausgeben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
25.11.2016
19:29:54


(+5, 7 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Klasse! Herzlichen Glückwunsch, Olivia Jones!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
25.11.2016
20:12:47


(+1, 7 Votes)

Von Robin


Ich finde es natürlich gut, dass die Grünen eine Drag-Queen in die Bundesversammlung bestimmen. Das ist ein deutliches Zeichen.

Aber generell lehne ich die Bundesversammlung ab: ich weiß nicht, wieso einige Bürger (oft nur, weil sie Promis sind bzw. Parteien nahe stehen) mehr Einfluss auf die Wahl des Bundespräsidenten haben sollen als andere Bürger.

Das ist wieder mal ein Beispiel, wie wichtige Ämter nicht demokratisch bestimmt werden, sondern untereinander ausgekungelt werden. Da darf man sich nicht wundern, wenn die Politikverdrossenheit stetig steigt.

Und eh jetzt wieder jemand kommt mit:
bei direkter Wahl durch das Volk müsste der Bundespräsident mehr Macht bekommen, um diese Wahl zu rechtfertigen. NEIN, muss er nicht. Man kann vorher ganz klar sagen: dies und jenes sind Aufgaben des Präsidenten, wen wollt ihr dafür. Auch die Frage, wer als Staatsoberhaupt Deutschland international repräsentiert, ist doch etwas, was das ganze Volk angeht. Dafür braucht der nicht mehr Macht zu bekommen und es droht auch kein Präsidialsystem. Das sind alles nur Ausreden von Parteien, die das Volk bei so vielen Dingen wie möglich draußen halten wollen und die eigentlich dem Volkssouverän misstrauen (also nicht wirklich Demokratie verstanden haben).

In vielen anderen Staaten werden selbst Spitzenkandidaten von Parteien demokratisch gewählt und nicht parteiintern ausgekungelt. Und diese Staaten versinken auch nicht im Chaos. Das sorgt dann auch dafür, dass die Abgeordneten wirklich unabhängig sind und ein wirklich freies Mandat ausüben können und nicht der Linie einer Handvoll Parteibosse folgen müssen, weil sonst ihre Karriere in der Partei zu Ende ist und sie keinen Listenplatz mehr bekommen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
25.11.2016
20:16:27


(+2, 8 Votes)

Von Petrillo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von markusbln11


"ich bin der präsident einer ehe für alle und einer grundgesetzergänzung um die sexuelle orientierung."

Was hast Du genommen?
Das bringt Steinmeier NIE.

Jemand, dem Deutschland die Agenda 2010 mit zu verdanken hat, der Murat Kunaz vier Lebensjahre schuldet (wofür er sich nie entschuldigt hat bzw. sogar deutlich machte, den Fehler bei Gelegenheit wiederholen zu wollen), der als Außenminister stoisch Verhandlungen mit Regimen wie dem saudi-arabischen und vielen afrikanischen führte ohne ein Wort zu den Menschenrechten dort zu verlieren, ist moralisch mehr als fragwürdig.

Auch sein lächerlicher Protest, dem neuen POTUS zur Wahl nicht zu gratulieren, sprechen gegen den diplomatischen Takt des Mannes. SPD halt. War mal gut - mit Betonung auf "war".


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
26.11.2016
10:56:29


(0, 6 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #6 von Robin


Das sehe ich ganz genauso!

So sehr ich Olivia Jones auch schätze und auch denke, dass das ein gutes Zeichen ist, wenn sie dann in der Berichterstattung zur Wahl gezeigt wird. Aber was qualifiziert sie eher als jeden von uns, über den künftigen Bundespräsidenten mitzubestimmen?!

Und es ist ja nicht nur Olivia Jones, sondern es sind ja Dutzende anderer Promis ebenfalls. Ich weiß z.B. noch, dass bei (mindestens) einer Bundespräsidentenwahl Thomas Gottschalk Mitglied der Bundesversammlung war. Was befähigt den mehr als uns, darüber zu entscheiden? Zumal der in den USA lebt und nur für Fernsehshows nach hier fliegt.

Oder z.B. Roberto Blanco, der auch mal in der Bundesversammlung war. Welche Kompetenzen hat der, die wir nicht haben, dass er mitentscheiden durfte und wir nicht?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
26.11.2016
11:04:03
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von memento_mori
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Steinmeier steht für eine SPD, die sich mehr um Macht kümmert, als um unsere Grundrechte.

Dank dieser SPD gibt es immer noch nicht für Ehe für uns. Denn die SPD unterstützt die CDU/CSU in ihrer diskriminierenden Politik. Steinmeier ist Teil der Bundesregierung und somit verantwortlich dafür, dass wir immer noch keine gleichen Rechte haben.

Wenn Olivia Jones ihn wählt, wählt sie ihre und unser aller Diskrimierung.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
26.11.2016
11:15:21


(+5, 7 Votes)

Von Julian S
Antwort zu Kommentar #6 von Robin


Das schlimme ist ja:
das ist nur eines von hunderten Beispielen, wie der Bürger übergangen wird und von der Politik schlichtweg ignoriert wird.

Und das scheinheilige ist:
die ganzen Parteien machen einen auf verwundert, dass jetzt z.B. die AfD so stark ist. Oder dass die Briten mehrheitlich den Brexit wollen. Oder dass Trump nächster US-Präsident wird. Oder dass in Frankreich Marine LePen, in UK Nigel Farage, in Holland Geert Wilders, in Österreich die FPÖ, in Ungarn und Polen auch die Rechten, etc. etc. etc. so stark sind.

Da heulen dann alle ihre Krokodilstränen, wie es so weit kommen konnte und spielen die Betroffenen, aber kapieren gar nicht, dass SIE diejenigen sind, die solche Kräfte stark machen. Eben indem sie in ihren Villenvierteln von den hohen und immer weiter steigenden Diäten, Übergangsgeldern, Pensionen, etc. etc. etc. leben und gar nicht mehr die Nöte und Sorgen des "kleinen Mannes" verstehen.

Die Politik verliert immer mehr den Bezug zum Bürger und lebt in einer politischen Seifenblase, die natürlich von den wirtschaftlichen und politischen Eliten aufrechterhalten wird, weil genau das in deren Interesse ist.

Aber irgendwann wird der Bogen überspannt sein und dann wird es einen riesiegen Knall geben. Aber das wird dann leider nicht nur die Politik treffen, sondern uns alle...

Aber dann brauchen all diese opportunistischen Polit-Clowns nicht wieder einen auf betroffen zu machen. Denn SIE haben das alles verursacht.

Und eigentlich weiß auch jeder, dass jedes System indirekter Machtausübung, wo wenige Personen viele andere vertreten sollen, diese Probleme systemimmanent verursacht.

Ich sehe nur eine Lösung:
Direkte Demokratie. Das Volk ist der Souverän - wieso sollte das Volk dann nicht auch entscheiden?

Und wer da Ängste vor Extremismus schürt, will letztlich nur seine eigenen Privilegien retten. Denn trotz des Ausstiegs der AfD sieht man ja, dass die Mehrheit der Bürger weiterhin Flüchtlingen helfen will. Und ginge es nach der Mehrheit der Bürger, wäre auch schon längst die Ehe geöffnet.

Der Volkssouverän ist längst viel weiter als die Politik. Aber wenn die Politik die Bürger weiterhin so ignoriert wie bisher, wird auch das sich irgendwann ändern. Dann werden hier ganz andere Dinge passieren - aber nicht weil es Direkte Demokratie gibt, sondern weil dann die Mehrheit der Bürger AfD & Co wählen wird.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »

Registrier Dich!
Als Mitglied der Gay Community von Queer.de hast Du viele Vorteile:
- Anonyme Kommentare weiterhin möglich
- Bewertung anderer User-Meinungen
- Andere Ansichten und Sortierung für Kommentare
- Schnellübersicht: Deine, neue Kommentare
- Bild, Profil, gesicherter Username
- Alle anderen Vorteile unserer schwul-lesbischen Community
Melde Dich jetzt an! Natürlich kostenlos.


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

TV-Tipps für Schwule und Lesben
  • TV Teaserbild01:50h, n-tv:
    Let´s talk about Sex - Das Jahrhundert der Aufklärung
    Folge 4: Begegnung mit dem Unbekannten - Fetisch-Neigungen, Homosexualität, Sex nach streng-religiösen Traditionen: Sind wir heute von allen Vorurteilen befreit?
    Doku, D 2016
  • 2 weitere TV-Tipps »



Queer.de Terminkalender


 POLITIK

Queer.de mobil
  • Queer.de QR-CodeKennst Du schon unsere Version für unterwegs?
    mobil.queer.de bringt Dir aktuelle Nachrichten, TV-Highlights und CSD-Termine und natürlich auch Galerien. Ob iPhone, Android oder Nokia: unser schwules Magazin sieht auch in klein gut aus!


24 STUNDEN
    • Top gelesen


    DAMALS: 05.12. auf Queer.de
      • 2015



       QUEER.DE-VOTE
      • Wird dir Volker Beck im Bundestag fehlen?
      • Ja
        Nein
      • Abstimmen | Ergebnis | Archiv



      Anderswo
      Bild des Tages
      Aktuell auf queer.de
      Wahlniederlage für Homo-Hasser Yahya Jammeh Studie: Genitaloperationen an intergeschlechtlichen Kindern weit verbreitet Chef der "Schwedendemokraten" muss aus Homo-Club fliehen Matteo Renzi tritt ab
       © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt