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  • 26.11.2016, 18:31h           8      Teilen:   |

Gegenrede

Asexuelle befriedigen sich auch selbst

Artikelbild
Asexuelle Aktivisten beim World Pride 2014 in Toronto (Bild: Ben Meisner)

Der Verein AktivistA widerspricht dem Psychologen Guido Gebauer, der Asexualität in vielen Fällen für ein Missverständnis hält.

Von Carmilla DeWinter und Marcel Schwalb (AktivistA)

Mehr als 40 Prozent der asexuellen Menschen sind in Wirklichkeit gar nicht asexuell, sondern sie verwechseln Asexualität mit sexuellen Problemen oder fehlenden sexuellen Gelegenheiten – dies behauptet zumindest der Hannoveraner Psychologe Guido Gebauer in einer Studie (queer.de berichtete). Der ihr zugrundeliegende Online-Test ist jedoch weder repräsentativ noch erfüllt er wissenschaftliche Standards. Wir haben uns deshalb zu dieser Gegenrede entschlossen.

Dass Außenstehende die Selbstbeschreibung von Menschen aus dem asexuellen Spektrum anzweifeln, ist nicht neu – wie andere Minderheiten sind wir beim Coming-out nicht nur der Angst ausgesetzt, dass wir aufgrund eines neu aufgedeckten sexuellen Minderheitenstatus vielleicht nicht mehr geliebt werden, sondern müssen gleichzeitig die andere Person davon überzeugen, dass das Phänomen tatsächlich existiert.

Wir gehen auch davon aus, dass Menschen sich nicht ohne Not und vorherige Selbsterforschung als zum asexuellen Spektrum gehörig beschreiben. Wenige sortieren sich aus Lust und Laune außerhalb der Heteronorm ein. Eine Selbstbeschreibung als asexuell ist häufig schambehaftet und kann zu erheblicher Verzweiflung führen.

Wenn ein Online-Test Fragenden Hilfestellung geben möchte, ist das zuerst ein äußerst löbliches Ziel. Er wird von manchen sicher gern angenommen, scheint es doch einfacher, ein Dutzend Fragen zu beantworten, statt seitenweise Erfahrungsberichte in einschlägigen Foren zu lesen oder sich in den sozialen Medien durch Postings mit mehr oder weniger vielen neuen Begriffen zu wühlen. Nun sollte in diesem Fall die Hilfestellung fundiert und in der Beratung verantwortlich geschehen.

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Das Ringen um eine Definition von Asexualität

Für Asexualität gibt es mehrere Erklärungsansätze. Am weitesten verbreitet ist die Definition von asexuell als "fühlt keine sexuelle Anziehung". Diese Erklärung wird von AVEN, einem Netzwerk für asexuelle Menschen, nicht nur im englischsprachigen Raum benutzt. Auch Anthony Bogaert, der wissenschaftliche Pionier im Forschungsbereich Asexualität, unterstützt diesen Ansatz. Dies würde Asexualität zu einer sexuellen Orientierung machen. Die deutschsprachige Asexuellen-Community fand die Beschreibung einer Abwesenheit nicht optimal, deswegen prangt seit zehn Jahren auf der Startseite des deutschsprachigen AVEN-Forums: "kein Verlangen nach sexueller Interaktion".

Die Community hat sich darauf geeinigt, dass keine Einigkeit hergestellt werden kann – beide Erklärungen sind akzeptabel, beide sind keine Vorschrift dafür, dass sexuelle Aktivitäten mit anderen Personen auf keinen Fall stattfinden dürfen. Und was jemand allein tut, ist sowieso außen vor. Eine allgemeingültige Definition von Asexualität liegt also gegenwärtig weder in der Wissenschaft noch im Selbstverständnis Asexueller vor.

Auch Guido Gebauer schreibt: "Asexualität ist noch kein in der Wissenschaft einhellig akzeptierter und übereinstimmend definierter Begriff." Danach beginnt er allerdings, ein Bild von Asexualität zu entwerfen, das im Gegensatz zu allen anderen uns bekannten Quellen ausschließt, dass "echte Asexuelle" sich selbst befriedigen dürfen. Wer also sexuelles Verlangen ohne Ziel spürt, ist dieser Definition zufolge nicht asexuell. Aufgrund dessen und der verwendeten Sprache hat Gebauers Erhebung für Menschen, die Hilfe suchen, wenig praktischen Wert und verunsichert mehr als sie hilft.

Unsicherheiten und Ausschlusskriterien im Online-Test

Grundsätzlich maßt sich die Test-Auswertung eine klare Aussage über die vorhandene oder nicht vorhandene Asexualität der Teilnehmenden an, obwohl eine einheitliche Definition nicht existiert und die Überlappungen schnell in Graubreiche fallen.

Es sei angemerkt, dass ein mehr oder weniger unbewusster Widerstand gegen Sex durchaus zu Potenzproblemen, Orgasmusschwierigkeiten, Schmerzen und anderen Problemen führen kann. Die gemessenen dreizehn Prozent "sexuelle Funktionsstörungen" können also durchaus mit Asexualität überlappen. Wahrscheinlich ekeln sich auch manche Menschen vor Sex mit Menschen, die sie nicht sexuell anziehend finden – und asexuelle Menschen finden eben niemanden anziehend. Eine klare Abgrenzung von Ekel und Asexualität ist also auch nicht möglich.

Hinzu kommt, dass der Test sich explizit an Menschen wendet, die Rat suchen und sich auf dem Gebiet noch nicht auskennen. Trotzdem zwingt er diese unsicheren Menschen, sich zu verorten, da er bei der aktuellen Einschätzung kein "Ich weiß nicht" zulässt. Wer die zahlenmäßige Auswertung liest, findet denn auch heraus, dass die Fehlerquote vor allem durch Menschen zustande kam, die sich "eher" als asexuell einschätzten. Menschen, die sich also sowieso nicht sicher waren und sich wahrscheinlich noch nicht als asexuell geoutet hatten.

Dass durch diese Faktoren eine hohe "Fehlerquote" vorliegt, ist zwangsläufig gegeben. AktivistA bedauert, dass dieser Unsicherheitsfaktor in den Pressemeldungen unterschlagen wurde. Aus derlei undifferenzierten Texten lässt sich unglücklicherweise ein Generalverdacht gegenüber als asexuell geouteten Menschen ableiten, dass sie zu einem großen Anteil nur ratlos seien und professionelle Hilfe bräuchten. Wir empfinden dies für unsere Arbeit als nicht besonders förderlich.

Die Erhebung von Guido Gebauer ist weder repräsentativ noch sind die Ergebnisse in ihrer einnehmenden Definitionsmacht für uns nachvollziehbar. Für Menschen, die sich selbstsuchend mit dem Thema Asexualität auseinandersetzen, ist sein Online-Test keine Hilfe. Stattdessen empfehlen wir zur Informationssuche das AVEN-Portal, welches bereits seit 15 Jahren fundierte Kenntnisse über das asexuelle Spektrum vermittelt.

Der Verein AktivistA setzt sich seit 2012 für die Sichtbarmachung und Aufklärung zum Thema Asexualität in der Gesellschaft ein. Er organisiert regelmäßig und ehrenamtlich Veranstaltungen, Informationsstände, Vorträge und Interviews über Asexualität und das asexuelle Spektrum.

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Tags: asexualität, guido gebauer, aktivista, aven
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Reaktionen zu "Asexuelle befriedigen sich auch selbst"


 8 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
27.11.2016
09:55:30
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Elisa


Ich empfinde die Kritik als unberechtigt. Habe den Test gerade durchgeklickt. Bei der Frage ob man Schmerzen beim Sex hat sowie bei der Frage ob man sich vor Sexualität ekelt, gibt es immer die Möglichkeit "Ja, aber Sexualität interessiert mich nicht und deshalb belastet es mich nicht" auszuwählen. Wer angibt dass er Sex um seinerselbst will, einen Orgasmus dabei anstrebt und sich regelmäßig selbstbefriedigt, gilt vielleicht unter dem amerikanischen AVEN als "sex-postiv" Asexuell. Dann fehlt eben nur die "sexuelle Anziehung". Leider kann man das nicht sauber subsumieren, da ein Asexueller schon per Definition gar nicht wissen kann was das ist. Da diese Anziehung eine rein emotionales Erleben beschreibt kann man deren Existenz ja niemanden ansehen. Das fällt höchstens auf, wenn jemand sehr auf visuelle Reize reagiert und deshalb sagt andere "heiß" zu finden. Dabei zwischen ritualisiertem Sozialverhalten und tatsächlich autentischer Gefühlsäußerung zu unterscheiden ist mir da kaum/gar nicht möglich.

Aus meiner Warte: Ich war nie verliebt, hatte nie das Bedürfnis Sex zu habe. Ich musste 20 werden um überhaupt zu wissen, wo genau mein Vaginalgang sich befindet und er kommt mir so überflüssig vor wie mein Blinddarm. Erst durch andere habe ich mich mit Sexualität auseinandergesetzt und habe eine Art theoretisches Verständnis davon entwickelt. Erfahrungswert aus meiner Sicht ist dabei vor allem, dass man Frauen auf ein sexuelles Erweckungungserlebnis verweist. Die Vorstellung ich bräuchte einen Mann der mir meinen weiblichen Körper erklärt kommt mir schon absurd vor, allerdings wird es dann noch seltsamer mir vorzustellen sexuelle Handlungen von anderen an mir vornehmen zu lassen in der Hoffnung meine Gefühlswelt damit auf den kopfgestellt zu bekommen. Mein armer dafür ausgewählter Sexualpartner kann so einer immensen Erwartungshaltung wohl kaum gerecht werden. Vor allem wäre das ganze für mich ja genauso, als würde ich mir eine Massage oder einen Tantrakurs buchen. Da ich niemanden erotisch finde ist die Wahl der Person ja ziemlich egal und das Massagen im gutdurchbluteten und mit reichlich Nervenzellen ausgestattet Genitalbereich intensiver wahrgenommen werden als am Oberarm wäre mit Sicherheit auch bei mir der Fall. Jetzt könnte ich sagen, hier ist der Unterschied: Für mich ist es rein körperliche Stimulation welche mir in Aussicht gestellt wird. Deshalb ist mein Interesse daran vermutlich auch nicht vorhanden. Für andere ist es mehr, da sie ihr Gegenüber erotisch finden, Sexualität eine Art körperliche Kommunikation ist und dadurch viele zusätzliche Anreize entstehen.

Die meisten Asexuellen sind aber auch Romantiker. Dadurch ergibt sich das Konzept "sex-positiv"+Romantisch (also eine emotionale auf optische und geschlechtsspezifische Marker anspringende Anziehung), wie zB diese junge Frau hier, die glaube ich auch bei AktivistaA aktiv ist, und mal bei hyperbole (YouTube Kanal) in der Reihe "Frag ein Klischee" aufgetreten ist:

Link zu www.blogarama.com

Youtube-Video:


Da Frage ich mich: Wird hier nicht einfach sexuelle Anziehung in emotionale Anziehung umettiketiert?

Oder noch kontroveser, handelt es sich einfach um einen wegeleugneten Gleschlechterunterschied? Immerhin 80% der Asexuellen sind Frauen. Es ist nur eine These, aber wenn sexuelle Anziehung nur die Fixierung auf visuelle Reize beschreibt, dann wäre ja klar das viele Frauen rausfallen. "50 Shades of Grey", andere Erotikromane oder Fanfiktions ohne Bilder sind unter Frauen ja auch populärer als Pornos und Magazinen mit Erotikbildern, Frauen werden in der Werbung auch verhältnismäßig selten mit nackten Männern angeworben. (Eher mit Babykatzen ...) Möglich ist es das ausschließlich mit Sozialisation zu erklären. Ich stelle auch die Möglichkeit in den Raum, dass ich von mir selbst auf andere schließend die Sexualität von Frauen kleinrede. Geh ich aber von dem äußeren Verhalten aus komme ich zum Eindruck, dass eine Mehrheit der Frauen diese Art der romantisch sex-positiven "Asexualität" erleben. Zumindest ist es als Frau weder tabu noch revolutionär eine geringe Libido zu haben und Sex von "Liebe" abhängig zu machen. Der Terminus "Asexuell" kommt mir da deplatziert und unsinnig vor.


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#2
27.11.2016
11:39:13


(+5, 5 Votes)

Von UrsaMajor


Lese-Hinweis:

Die neue Ausgabe des queeren Magazins Queerulant_in (Nov. 16) hat diesmal als Schwerpunkt u.a. das Thema "Asexualität und Aromantik".

Website:
Link zu www.queerulantin.de

Ausgabe mit 12 Texten zum Schwerpunkt als PDF:

Link zu www.queerulantin.de (PDF)


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#3
27.11.2016
12:56:27


(+3, 3 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Ist wahrscheinlich schwer zu sagen, wie viele bei solchen Tests immer ehrlich zu sich selbst antworten, oder was ankreuzen, was grade zu ihrer Laune passt. Zu der Phase in der sie sich gefühlt beffinden so.
Meistzens werden Tests zwischen paar Hundert und paar Tausend Hansel erreichen und so Zahlen sind nicht gerade repräsentativ für eine Bevölkerung zu sehen. Die ganze statistische Schätzerei ist dann eben bloß ein Modell und keine wirkliche Sache.

So ne Frau und ein Typ aus der Sportscene ordnen sich auch pur romantiklastig und asexuell ein. Die erklären asexuell wie aus getrennten Categorien. Kein Interesse für Sex und alles was damit einher geht, aber verlieben sich wie andere auch. Die Frau hat allerdings schon mehrere Liebesbeziehungen beendet, weil der Mann wohl mit ihr schlafen wollte. Der Mann ist über 40 und hatte laut eigener Aussage noch nie eine Freundin! Der wird immer gehänselt weil er echt altbacken über Sex und Beziehung und so denkt.
Vielleicht ist der auch nur verklemmt und schwul. Reagiert aber nicht auf Anmachen.
Ist jetzt aber auch nicht der Typ Mann den man schwul gesehen attraktiv finden könnte. Wampe und Bart eben, Typ Shrek eher. Die Mädels finden den eher bäh.
Die Frau ist auch nicht so der Brenner, aber nicht hässlich. Auf Anbaggern reagiert die eher genervt. Langt auch zu, wenn einer zu doll rangeht. Typ Kampf-Angel. Die kann Budosport.
Ob Unattraktive öfter asexuell sind? Zwangsläufig unfreiwillig vielleicht. Weil die keiner will. Da greift eben diese Kategorie mit den mangelnden Gelegenheiten. Wenn einer dann noch an die pure Liebe Style #Vanilla Edelweiss# glaubt kommt er heute nicht weit.
Übers Wichsen redet der nicht. Hat mal gesagt es gäbe Leute die keinen Libidotrieb hätten.
Fällt vielleicht unter Categorie Probleme beim Sex.

Jedenfalls interessantes Thema, warum soll es nicht noch andere Ausrichtungen geben? Ich meine Demisexuellenromantik ist auch stellenweise anders als normalschwul oder normalhetero. Wenn man Sex nur im Kontext mit Liebe kann, meine ich. Vielleicht sind Asexuelle auch sowas, wennt die sich verknallen bleiben sie auf Liebe hooked und denken gar nicht mehr an Sex.

Wenn die sich aber einen von der Palme futschen würde ich schon sagen, das ist total sexuell. Aber Hallo Alter! Es gibt auch die Wichser-Szene wo die Leute eigentlich nur onanieren, gruppenmäßig oder allein zu Wichsvideos und c2c mit anderen. Kein Poppen, kein Blasen. Die wichsen eben nur. Die Leute wurden in dem Test eher nicht extra aussortiert.


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#4
27.11.2016
13:27:01
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von LieberSchwul
Antwort zu Kommentar #1 von Elisa


"Immerhin 80% der Asexuellen sind Frauen"

Das glaube ich sofort.
Habe schon mit ziemlich vielen Frauen gesprochen, denen Sex nichts bedeutet.
Aber ich kenne persönlich nur einen solchen Mann.


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#5
27.11.2016
13:39:33


(+5, 5 Votes)

Von Clementine


Verstehe schon seit langem nicht, warum sich Menschen anmaßen zu beurteilen, ob es bestimmte Phänome gibt oder eben nicht. Mein Spruch dazu ist mittlerweile, es gibt alles auf dieser Welt alles, auch viele Dinge, die wir uns nicht im Geringsten vorstellen können, daß sie existieren und wenn es nur einen Menschen, ein Tier oder eine Pflanze betrifft. Es gibt auf dieser Welt alles und auch alles Unvorstellbare.


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#6
27.11.2016
14:27:28


(+3, 3 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014
Antwort zu Kommentar #5 von Clementine


Stimmt wohl.

Die Wissenschaftler wollen es nur bewiesen haben. Die müssen sogar bewiesen haben, dass Menschen echt am Leben sind, sonst glauben sie, es könnte auch noch was anderes der Grund dafür sein, dass Menschen so oft atmen, rum laufen, reden, sich bewegen, Klo gehen, telefonieren, Fernsehen und Party machen. Sozusagen.

Wissenschaftler hängen sich meiner Meinung zu sehr daran ins Zeug, dass alles immer noch einen ganz anderen Grund haben muss, als den, den es naheliegend hat. Das ist sowas wie der blinde Fleck bei denen. deshalb cheken sie die Vielfalt auch nie so richtig.
Psychologen sind auch echt gut da drin.


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#7
01.12.2016
20:10:32


(+2, 2 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Ich werfe jetzt mal ganz ketzerisch die Frage in den Raum, ob es nicht vielleicht eher so sein könnte, dass vermeintlich Asexuelle sich nicht mit primitiven Rein-Raus-Spielen (gleichgültig ob vaginaler oder rektaler Art) abgeben, sondern einfach andere erogene Zonen am Körper haben und diese gerne befriedigt sehen würden.

Es ist ja leider immer noch so, dass für die Majorität Sex nur über Stopfen und Gestopft-werden definiert wird, was m. E. eine äußerst präpubertäre Einstellung zu seinem spielerischen Gegenüber signalisiert.

Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken...


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#8
02.12.2016
10:53:52


(+3, 3 Votes)

Von Irina
Antwort zu Kommentar #7 von herve64


"Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken..."
Oh, das haben viele Asexuelle längst.
Es ist keine Frage der Praktik(en) - vielmehr werden andere Menschen einfach nicht als sexuell anziehend wahrgenommen, weswegen sexuelle Betätigung mit einem anderen Menschen als unnötig, überflüssig oder sogar unangenehm empfunden wird. Es ist für uns einfach kein Mittel der Verständigung, keine adäquate Art, Zuneigung auszudrücken.
Einige Asexuelle sind durchaus körperlich erregbar (an welchen Stellen auch immer), sehnen sich aber deswegen nicht danach, dass die entsprechenden Knöpfchen gedrückt werden.


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