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  • 04. Mai 2005, noch kein Kommentar

Neues Album und schon wieder eine Nummer eins: Sarah Connor ist derzeit Deutschlands erfolgreichste Sängerin.

Von Jan Gebauer

"Naughty But Nice" - verrucht aber nett - so heißt das neue Album von Sarah Connor. Ein Signal, dass die Sängerin trotz Ehe (mit Natural-Sänger Marc Terenzi) und Nachwuchs, ihren Sex-Appeal und ihre Weiblichkeit spielen lässt. Sexy und sinnlich ist aber auch die Songauswahl geraten. Zwischen Pop, R&B und inbrünstigen Balladen paddelt die Sängerin im sicheren Mainstream-Wasser und beweist dabei erneut, dass sie eine der stärksten weiblichen Stimmen Deutschlands ist. Und der Erfolg gibt Sarah Connor darüber hinaus Recht: "Naughty By Nice" erreichte kurz nach Veröffentlichung Platz eins der Deutschen Charts. Daneben war auch die zweite Single daraus, "From Zero To Hero", Platz eins der Single-Liste. Vorgänger "Living To Love You", eine inbrünstige Ballade, die sehr an Mariah Careys frühe Werke erinnert, war zuvor ebenfalls auf der Spitzenposition notiert worden. Damit hat Connor nun insgesamt fünf Nummer-eins-Hits auf ihrem Konto – ein Novum für eine Sängerin hierzulande!

Man merkt den Songs auf "Naughty But Nice" deutlich an, welcher für die Charts gestrickt worden ist. Die bereits erwähnten Hits überstrahlen förmlich das ein oder andere Füllwerk ("Ohhh", "Paradise"). Insbesondere "From Zero To Hero" aus des Trickfilm-Abenteuers "Robots" besitzt eine hypnotisierende Ohrwurm-Melodie, die man nicht mehr so schnell los wird. Im dazugehörigen Video präsentiert Sarah Connor ein neues Styling, dass an die 80er Jahre erinnert und ihr ausgesprochen gut steht. Daneben wirken natürlich die Balladen am stärksten: "Thank You, "One More Night", "Happy Anniversary" und "Call Me" verlangen Connor einiges an Stimmakrobatik ab, was sie auch eindrucksvoll meistert. Die starke Uptempo-Nummer "Keep Imaging" hat ebenfalls Hit-Potential. Natürlich bleibt "Naughty But Nice" hauptsächlich ein Hochglanzprodukt, gefertigt für ihre große Teenager-Fangemeinde. Das wird besonders bei den mit Hip-Hop-Fragmenten versehenen Songs deutlich. Das ist zwar selten wirklich "naughty" also "verrucht", aber vielleicht wagt die Sängerin damit nochmals den Schritt über die deutschsprachigen Grenzen hinaus: 2004 erreichte ihre Single "Bounce" Platz 54 der US- und Platz 14 der UK-Charts. Kein Durchbruch – aber ein Anfang!

4. Mai 2005