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K.T. McFarland wird den Präsidenten künftig in Fragen der nationalen Sicherheit beraten

Für LGBTI wird das Trump-Regierungsteam immer mehr zum Horrorkabinett: Die neue stellvertretende Sicherheitsberaterin outete einst ihren Bruder. Ein Homo-Hasser sagte Trump allerdings ab.

Der designierte US-Präsident Donald Trump schart weiter Homo-Hasser um sich: Am Freitag erklärte der 70-Jährige, dass er Kathleen Troia McFarland zu seiner stellvertenden Nationalen Sicherheitsberaterin machen werde. McFarland hatte laut einem Bericht des LGBTI-Magazins "Washington Blade" 1992 ihren eigenen Bruder gegenüber ihren Eltern in einem Brief als schwul geoutet, als dieser gerade an Aids erkrankt war. Er verstarb drei Jahre später.

McFarland machte in dem Brief angebliche Misshandlungen des Bruders durch den gewalttätigen Vater für seine sexuelle Orientierung und spätere Erkrankung verantwortlich – diese Misshandlungen haben aber nach Angaben der Familie nie stattgefunden. Außerdem sah die heute 65-Jährige ihren Bruder wegen seiner Homosexualität als Gefahr für ihre Kinder an. Als ihr Bruder im Sterben lag, weigerte sie sich, ihn zu besuchen.

Das Magazin "New York" hatte bereits 2006 über diese Familiengeschichte berichtet, als sich McFarland gerade erfolglos um einen Senatssitz in New York um den Sitz der damaligen Senatorin Hillary Clinton bewarb. Damals zitierte das Magazin aus dem Brief: "Habt ihr euch je gewundert, warum ich nie etwas mit Mike zu tun hatte und ihn nie meine drei Töchter habe sehen lassen, obwohl wir nur 15 Minuten voneinander entfernt gewohnt haben? Er war ein lebenslanger Homosexueller und die meisten seiner Beziehungen waren kurze, unbedeutende One-Night-Stands."

In Interviews versuchte McFarland während des damaligen Wahlkampfes, den Brief herunterzuspielen. So sagte sie der "New York Times", sie habe ihren Bruder lieb gehabt; außerdem erklärte die Republikanerin, die Misshandlung habe ihn nicht schwul gemacht, aber zu seinen häufigen Partnerwechseln beigetragen. Sie bedauerte auch, ihn vor seinem Tod nicht besucht zu haben. Im Vorwahlkampf musste sie am Ende trotzdem ihre Bewerbung zurückziehen, nachdem ihre damals 16-jährige Tochter beim Ladendiebstahl erwischt worden war.

McFarland hatte ihre politische Karriere als Redenschreiberin im Verteidigungsministerium unter Präsident Ronald Reagan begonnen. In den letzten Jahren trat sie als Expertin in Sicherheitsfragen in den republikanischen Haussendern Fox News Channel und Fox Business Network auf. In ihrem neuen Job wird sie Stellvertreterin von Michael Flynn, der ebenfalls nicht viel von LGBTI-Rechten hält. So hatte er im Juni kritisiert, dass bald auch Transsexuelle im Militär dienen dürfen.

Homo-Gegner wird Gesundheitsminister

Auch das Gesundheitsministerium wird offenbar künftig von einem Gegner für LGBTI-Rechte geführt. Am Montag bericheten mehre Zeitungen übereinstimmend, dass der Kongressabgeordnete Tom Price das Ministerium übernehmen werde. Price hatte laut der LGBTI-Organisation Human Rights Campaign in den letzten Jahren im Parlament immer gegen LGBTI-Rechte gestimmt. Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht hatte er 2015 als "traurigen Tag für die Ehe" bezeichnet.

Die LGBTI-Organisation GLAAD bezeichnete Price daher in einer ersten Reaktion auf die mutmaßliche Ernennung als "völlig ungeeignet", dieses wichtige Ministerium anzuführen. Auch in weiteren Positionen unterscheidet er sich fundamental von der Vorgängerregierung: So ist er ein erbitterter Gegner von Obamas Gesundheitsreform und setzt sich für ein Verbot von Abtreibungen ein.

Eine andere Personalie machte am Wochenende Schlagzeilen: So erklärte Jerry Falwell, Jr., der Chef der evangelikalen "Liberty University", dass Trump ihm das Amt des Bildungsministers angeboten habe, er aber abgelehnt habe, weil er mit seiner Familie nicht nach Washington umziehen wollte. Seine Universität diskriminiert offen homosexuelle Studenten – so müssen alle immatrikulierten Studenten einen Vertrag unterzeichnen, in dem sie versprechen, niemals vorehelichen oder gleichgeschlechtlichen Sex zu haben. Die Universität war von seinem 2007 verstorbenen Vater gegründet worden, der einst Teletubby "Tink Winky" als schwul geoutet hatte (queer.de berichtete).


Jerry Falwell, Jr. hat es sich wie sein Vater zur Lebensaufgabe gemacht, gegen LGBTI-Rechte zu kämpfen.

Statt Falwell soll nun Betsy DeVos Bildungsministerin werden. Auch sie profilierte sich als Homo-Hasserin und kämpfte jahrelang für die Beibehaltung des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). Vor zwei Wochen hatte Trump bereits angekündigt, den homophoben Senator Jeff Sessions zu seinem Justizminister zu machen (queer.de berichtete). (dk)



#1 JAMESxxAnonym
  • 29.11.2016, 14:17h

  • Es deutet alles auf eine zerrüttete Familien-Geschichte hin. Warum man daraus gleich einen "Homo-Hass" konstruieren muss, ist mir schleierhaft. Die logische Schlussfolgerung ist somit natürlich, dass auch Trump ein "Homo-Hasser" sein muss. Und selbst wenn jemand Homosexuelle - aus welchem Grund auch immer- ablehnt, ist das nicht per-se Hass. Mein Gott, geht's nicht eine Spur weniger dramatisch?
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 29.11.2016, 15:02h
  • Antwort auf #1 von JAMESxx
  • Wenn ich als Todkranker von der eigenen Schwester gedemütigt werde, dann ist das dramatisch.

    Was in den USA passiert, ist auch dramatisch.

    Hoffentlich ein kurzer Spuk und ein letztes Aufbäumen alter unamerikanischer Reaktionäre.

    Da von Hass zu sprechen, ist einfach nur sachlich.

    Dass Reaktionäre auf unsere Kosten ein Familienideal herbeifantasiern, das sie selbst nicht leben, ist eher die Regel.

    Kuby: geschiedenes Scheidungskind.

    Petry: geschiedene Pastorenfrau, die ihre kleinen Kinder verlässt.

    von Storch: kinderlos.

    Gauland: geschieden, eine Tochter, die als Pastorin glücklicherweise Flüchtlingsarbeit
    macht.

    Tillschneider: ledig, konfessionslos, ein uneheliches Kind.

    usw.usw.
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#3 Pascal GoskerAnonym
  • 29.11.2016, 15:12h
  • Trump beruft ausschließlich Homo-Hasser in sein Kabinett. Man gewinnt fast den Eindruck, das ist eine Voraussetzung für ihn.

    Da kann er noch so viel labern: er ist und bleibt ein Homohasser und die nächsten Jahre werden für die USA katastrophal werden.
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#4 ollinaieProfil
  • 29.11.2016, 15:53hSeligenstadt
  • Ich hoffe, das sie schwulen unter den Trumpwählern langsam aber sicher begreifen, was sie mitangerichtet haben.

    Und hierzulande die Afd-Versteher endlich kapieren was von sowas kommt!
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 29.11.2016, 16:00h
  • Antwort auf #3 von Pascal Gosker
  • "Man gewinnt fast den Eindruck, das ist eine Voraussetzung für ihn."

    Ich habe eher den Eindruck, dass Trump nur Republikaner aus der 3. Reihe für sein Team gewinnen kann, weil sich die anderen für den Job zu Schade sind und evtl. erwarten, dass Trump irgendwann wegen Unfähigkeit scheitert.

    Das Problem ist weniger seine Unfähigkeit, sondern dass er im Gegensatz zu Reagan oder Bush jun. nicht durch 'Berater' steuerbar ist.
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#6 Paulus45Anonym
  • 29.11.2016, 17:09h
  • Warten wir es ab.... allmählich stört mich diese linke-grüne Panikmache, die auch Journalisten wie Plasberg, Will, Maischberger und Illner bei ARD und ZDF betreiben.

    Gewählt hätte ich Trump NIE !!!

    Aber nun ist er halt gewählt und das ist zu akzeptieren, weil es eine DEMOKRATISCHE Wahl war.

    Wir werden sehen, was Trump wirklich macht, wenn er im Amt ist und erstmal schaue ich mir seine Rede zur Amtseinführung an; alles andere was hier nunmehr wieder linke/Grüne Aktivisten und Journalisten betreiben, ist für mich Panikmache und halte ich NICHTS von.

    Im übrigen noch einmal sei angemerkt: Trump hat klar geäußert, dass unter seiner Präsidentschaft die Eheöffnung akzeptiert wird und er diese nicht rückgängig machen werde. Kann er auch überhaupt nicht, weil halt das Grundsatzurteil des Supreme Court einer Rückgängigmachung entgegensteht.
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#7 RobinAnonym
  • 29.11.2016, 18:05h
  • Dieses Kabinett wird tatsächlich immer mehr zum Horror-Kabinett.

    Das muss aber auch eine Warnung an uns alle sein, dass man sich niemals auf bereits Erreichtem ausruhen darf, sondern dass die Homohasser immer auf eine Gelegenheit warten, zuzuschlagen.

    Und das sollte auch als Aufforderung gesehen werden, dass wirklich jeder von uns sein Wahlrecht nutzt und sehr genau überlegt, wen er/sie wählt.
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#8 FelixAnonym
  • 29.11.2016, 18:19h
  • Ich muss die ganze Zeit immer an die LGBTI-Community der USA denken und was jetzt wohl in denen vorgeht, wenn die sehen, wer da so alles in Verantwortung kommt...

    Erst recht wenn man bedenkt, dass die Republikaner auch noch Parlament und Senat in ihrer Hand haben. Und vielleicht bald auch den Supreme Court.

    Und das alles aufgrund des sonderbaren Wahlsystems der USA - denn eigentlich hat Clinton ja mehr Stimmen als Trump bekommen. Was hat das noch mit Demokratie zu tun, wenn der eigentlich Zweitplatzierte Präsident wird, weil das System so sonderbar ist?

    Ich habe mir jetzt nochmal das Video dieses süßen alten lesbischen Paares Lennie & Pearl gesehen, das mal hier auf queer.de verlinkt wurde. Die beiden hatten so sehr gehofft, dass Trump nicht Präsident wird und wurden enttäuscht.

    Schlimm, das alles...

    Hier nochmal das Video, das einen jetzt richtig traurig macht:

    www.youtube.com/watch?v=dEwjVvr1I20
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#9 RobinAnonym
#10 paoloAnonym
  • 29.11.2016, 19:21h
  • Das sind keine homohasser das sind fundamentalistische christen .Das ganze regierungsteam von trump wird mit fundamentalen christen besetzt.Die usa sollen wohl zu einer art neuem Iran werden und was mit homos im iran passiert muss ich ja wohl nicht anmerken..Ajatollah trump will wohl reine reine machen..und früher oder später schwappts nach europa..von afd bis hofer fpö ,bis front national..zeit die waffenkammer zu inspizieren!!
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