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  • 01.12.2016, 13:52h           12      Teilen:   |

205 Fälle bundesweit

Statistik: Zahl der homophoben Straftaten steigt um 20 Prozent

Artikelbild
Die meisten homophoben Übergriffe werden wahrscheinlich gar nicht zur Anzeige gebracht (Bild: (cc) kris krüg / flickr)

Laut offiziellen Zahlen stieg dieses Jahr die Zahl der "politisch motivierten Straftaten mit der Nennung des Unterthemas sexuelle Orientierung" deutlich an. Die Statistik ist allerdings wenig aussagekräftig, da auch eine erhöhte Anzeigenbereitschaft Grund für den Anstieg sein könnte.

Die offizielle Zahl der gemeldeten Straftaten, die aus Homophobie begangen werden, ist in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um knapp 20 Prozent angestiegen. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen in diesen Fällen erhöhte sich ungefähr im gleichen Umfang. Das ist das Ergebnis einer Anfrage des grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck, die am Mittwoch von Innenstaatssekretär Ole Schröder (CDU) im Plenum des deutschen Parlaments beantwortet wurde.

Laut Plenarprotokoll (Seite 20456, PDF) erklärte Schröder, dass von Januar bis September diesen Jahres 205 "politisch motivierte Straftaten mit der Nennung des Unterthemas sexuelle Orientierung" gemeldet worden seien. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es nur 171. Insgesamt konnten bei diesen Taten 99 Tatverdächtige ermittelt werden, 2015 waren es noch 86.

Allerdings bilden diese Zahlen nur einen Teil der homophoben Übergriffe ab. Die Polizeibehörden verweisen etwa darauf, dass viele Fälle gar nicht angezeigt werden, bzw. nicht eindeutig als homophobe Straftaten eingeordnet werden, sondern möglicherweise als Delikte, die aufgrund von Alkoholeinfluss verübt werden. Auch gibt es keine einheitlichen Polizeistatistiken – so werden in Hamburg oder Köln keine Zahlen erhoben. Außerdem handelt es sich um vorläufige Fallzahlen, die sich bis zum Meldeschluss Ende Januar noch verändern können.

Fortsetzung nach Anzeige


Hälfte der Fälle aus Berlin

Berlin bemüht sich seit ein paar Jahren, die Fälle besser zu erfassen – und stellt nun mit 113 Straftaten in den ersten neun Monaten des Jahres mehr als die Hälfte aller bundesweit erhobenen homophoben Übergriffe, obwohl die Hauptstadt freilich nicht homophober ist als andere Teile des Landes.

Auch in Berlin werden allerdings viele Taten nicht gemeldet: Maria Tischbier, die Ansprechpartnerin der Berliner Polizei für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, erklärte im Frühjahr, die Dunkelziffer in der Hauptstadt betrage schätzungsweise 80 bis 90 Prozent. "Wenn bei der Polizei mehr Strafanzeigen eingehen, bedeutet das nicht, dass prinzipiell mehr passiert, sondern dass mehr Menschen zur Polizei kommen und Taten zur Anzeige bringen", so Tischbier.

Volker Beck fordert mehr polizeiliche Ansprechspartner für Schwule und Lesben

Auch Volker Beck glaubt, dass die Anzeigenbereitschaft größer sei und deshalb mehr Fälle ans Tageslicht kämen. Er forderte andere Städte auf, wie Berlin einen Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen zu ernennen, um Opfer homophober Straftaten zu ermutigen, die Polizei einzuschalten.

Von der Bundesregierung erwartet der Grünenpolitiker ebenfalls mehr Einsatz: "Vor dem Hintergrund der angestiegenen Zahlen ist die Bummelei beim Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie unerträglich", so Beck. Der Nationale Aktionsplan, den CDU/CSU und SPD bereits vor drei Jahren im Koalitionsvertrag versprochen hatten, soll laut Bundesregierung "Anfang 2017", also nur wenige Monate vor der Bundestagswahl, ins Kabinett kommen (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: polizei, homophobie, straftaten, volker beck, ole schröder
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Reaktionen zu "Statistik: Zahl der homophoben Straftaten steigt um 20 Prozent"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
01.12.2016
16:59:32


(-2, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


AfD, die "Besorgten Bürger" und Reichsbürger sind die Hauptschuldigen am Anstieg der homophoben Straftaten, vergiften sie doch mit ihren Ideologien das gesellschaftliche Klima!


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#2
01.12.2016
18:29:43


(+3, 5 Votes)

Von Robby69
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Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Du vergisst die verdammten Schwulen-Hasser-Parteien CDU und CSU und auch die Gehirnwäsche-Sekten. Die hetzen schließlich gegen uns Schwule fleißig mit.


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#3
01.12.2016
23:14:13


(-1, 5 Votes)

Von Paulus45


"Allerdings bilden diese Zahlen nur einen Teil der homophoben Übergriffe ab. Die Polizeibehörden verweisen etwa darauf, dass viele Fälle gar nicht angezeigt werden, bzw. nicht eindeutig als homophobe Straftaten eingeordnet werden, sondern möglicherweise als Delikte, die aufgrund von Alkoholeinfluss verübt werden. Auch gibt es keine einheitlichen Polizeistatistiken so werden in Hamburg oder Köln keine Zahlen erhoben." [...}

--> Dieser Absatz kann nicht oft genug bei diesem Thema wiederholt und geschrieben werden.

1. Viele homophob motivierte Straftaten werden nicht angezeigt !!!
2. Selbst wenn sie angezeigt werden, werden diese Straftaten bei der Polizei oftmals nicht als homophob eingeordnet.
3. UND das ist besonders auch zu betonen: einheitliche Statistiken gibt es nicht und werden seit JAHREN von LGBT-Aktivisten gefordert. Während Berlin hier eine gute Vorreiterrolle bei der Polizeistatistik hat, fehlen solche Statistiken in Kön, in Hamburg oder in Fankfurt fast vollständig!!!

Das insbesondere in Köln keine polizeiliche Statistik zu homophob motivierte Straftaten bestehen, ist schon ein Skandal !!!


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#4
02.12.2016
13:45:23


(-2, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Paulus45


""Das insbesondere in Köln keine polizeiliche Statistik zu homophob motivierte Straftaten bestehen, ist schon ein Skandal !!!""..

Das ist falsch, denn gerade im Raum Köln werden solche Statistiken geführt..
Wie auch in Hamburg, wie auch in Bremen..

Allerdings ist Justiz und Polizei Ländersache, und von daher entscheidet jedes Bundesland für sich, ob es dezidierte Statistiken anfertigt, oder nicht..


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#5
02.12.2016
13:56:12


(+4, 8 Votes)

Von Lübbers-Watch
Antwort zu Kommentar #4 von TheDad


Über den Skandal, dass dies in der Provinz fehlen könnte, echauffiert sich unser Listenpapst nicht.
Ach ja, da lebt es sich auf viel offener, dementsprechend kann es da auch nicht solche Straftaten geben. Wie einfach doch die Welt ist.


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#6
02.12.2016
14:27:09


(+2, 6 Votes)

Von EU-Fan Austria
Antwort zu Kommentar #1 von Patroklos


Zu den Hauptschuldigen zählen m. E. ebenso die katholische Sekte mitsamt ihren staatlich alimentierten "Bischöfen", deren politischer Arm CDU/CSU sowie schamlos göttergläubige SPDler_innen, die doch wohl allesamt ein Klima homophober Gewalt schaffen, anfachen und unterstützen.


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#7
02.12.2016
18:15:14


(-5, 7 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Lübbers-Watch


"Über den Skandal, dass dies in der Provinz fehlen könnte, echauffiert sich unser Listenpapst nicht."

Braucht er auch überhaupt nicht, da das nämlich einen gesunden Menschenverstand voraussetzt!


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#8
02.12.2016
18:58:02


(+2, 6 Votes)

Von Folgerichtig
Antwort zu Kommentar #7 von Patroklos


Der "gesunde" Menschenverstand hat im Verbund mit dem "gesunden" Volksempfinden schon so manches Unheil zu verantworten....


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#9
02.12.2016
19:04:59


(-4, 6 Votes)

Von Patroklos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Folgerichtig


Letzteres war aber nicht gemeint und verzerrt mal wieder Deine Wahrnehmung!


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#10
02.12.2016
19:20:44


(+4, 6 Votes)

Von Folgerichtig
Antwort zu Kommentar #9 von Patroklos


Mein Lieber,

wenn Du den Begriff benutzt, solltest Du wissen wofür er steht.
Ich glaub wirklich, dass Du es nicht schlecht meinst, aber Du springst einfach zu kurz.
Du haust immer wieder Sachen raus, die werden MINDESTENS missverstanden.
Normalerweise ist Spontaneität echt 'ne angenehme Eigenschaft, aber versuch doch mal ein paar Schnellschüsse weniger.


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