Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27705

Mitte September hatte Kultusminister Ludwig Spaenle (rechts) unter anderem Hedwig von Beverfoerde (2.v.r.) und Birgit Kelle (2.v.l.) getroffen. (Bild: Demo für alle / CC BY-SA 3.0)

Ludwig Spaenle empfing "Demo für alle"-Akteure und verzögert seitdem die Umsetzung von neuen Schulrichtlinien. Der Minister weigert sich aber beharrlich, mit LGBTI-Aktivisten zu sprechen.

Das Bündnis "Vielfalt statt Einfalt – München" hat am Freitag beklagt, dass der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) Homo-Hasser um Birgit Kelle und Hedwig von Beverfoerde hofiert, aber es ablehnt, mit LGBTI-Aktivisten zu sprechen.

Anlass für den Streit ist die geplante Überarbeitung der Richtlinien zur Sexualaufklärung an bayerischen Schulen: Diese sollten eigentlich Jugendlichen laut einem Entwurf in Zukunft dabei helfen, "ihre geschlechtliche Identität sowie sexuelle Orientierung zu finden und anzunehmen" (queer.de berichtete). Im September traf sich Spaenle jedoch mit einer Delegation von "Demo für alle"-Akteuren und setzte daraufhin die moderate Modernisierung vorerst nicht in Kraft (queer.de berichtete).

Seit September hat das Bündnis "Vielfalt statt Einfalt" bereits 900 Unterschriften gesammelt, damit die neuen Richtlinien doch noch unverändert eingeführt werden. Trotz einer ausführlichen Begründung gab es bislang keine Reaktion des Kultusministers auf die Initiative – stattdessen fertigte ein Stellvertreter die Aktivisten ab. Erst am Freitag teilte das Kultusministerium dem Bündnis mit, dass sich Spaenle angeblich aus Termingründen nicht mit den LGBTI-Aktivisten treffen könne.

"Zur Übergabe dieser Unterschriften will sich Spaenle nicht persönlich Zeit nehmen. Damit schafft er deutlich ungleiche Verhältnisse und verletzt die gebotene Neutralität", kritisiert nun das Bündnis. Dagegen würden die "Demo für alle"-Akteure "außerhalb der parlamentarischen Fristen und ohne Expertenwissen" hofiert. "Es deutet zudem vieles darauf hin, dass das Kultusministerium den Forderungen der 'Demo für Alle' nachgeben und Passagen aus den Richtlinien streichen wird", so die Befürchtung.

Ministerium will "Gender-Ideologie" aus Entwurf entfernen

Grund für die Sorge des Aktionsbündnisses: Auf eine Anfrage der Grünen im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags Ende Oktober hatte das Ministerium die Antwort gegeben, es wolle die Richtlinien nach Passagen durchforsten, die auf eine angebliche "Gender-Ideologie" hindeuten können (queer.de berichtete). Ministerialrat Wolfgang Ellegast habe zudem in einer Radiosendung des Bayerischen Rundfunks im Oktober angekündigt, dass das Ministerium die bereits verabschiedete Fassung nochmal überarbeiten wolle, ohne dabei einen konkreten Termin zu benennen.

"Das könnte bedeuten, dass Passagen dem Rotstift zum Opfer fallen oder abgeschwächt werden, die sich auf die Förderung der Akzeptanz transidenter, lesbischer, bisexueller, schwuler und intersexueller Menschen beziehen", erklärt das Aktionsbündnis. "Das wäre ein Signal für alle Populist*innen, parlamentarische Auseinandersetzungen zu umgehen und ihre Forderungen durch die Hintertür umzusetzen. Demokratische Prozesse dürfen nicht durch demokratiefeindliche Gruppierungen unterlaufen werden."

Anfang November hatte der Parteitag der CSU ein neues Grundsatzprogramm beschlossen. "Der Staat muss die Erziehungshoheit der Eltern respektieren", heißt es darin zur Bildungspolitik. Auch übernahm die Partei Formulierungen von "Demo für alle" und AfD: "Eine Gesellschafts- und Bildungspolitik, die Gender-Ideologie und Frühsexualisierung folgt, lehnen wir ab" (queer.de berichtete). Die Organisatorin der "Demo für alle", Hedwig von Beverfoerde, ist ebenso wie "Gender-Gaga"-Autorin Birgit Kelle Mitglied der CDU. (dk)



#1 LaurentProfil
  • 02.12.2016, 16:27hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Dieser Rückzieher ("Überarbeitung"), falls das überhaupt ernsthaft geplant war, passt doch ganz genau zur alten und auch neuen Linie im Bericht "Bayern stimmt gegen Ehe für alle."
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Fascho-BasherAnonym
  • 02.12.2016, 16:52h
  • Seehofer (der echte katholisch-bayrische Kerl mit Frau und Kindern und Konkubine und Bastard) trifft sich ohnehin am liebsten mit Orbán. Und wenn in Österreich Hofer gewinnt, sollten die drei am besten Österreich-Bayern-Ungarn gründen, damit die fortschrittlichen Staaten sich mit diesem Dreck nicht weiter abgeben müssen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MarcAnonym
  • 02.12.2016, 17:07h

  • "Genderideologie" und "Frühsexualisierung" sind Kampfbegriffe, die die rechtsradikalen Gesinnungsterroristen erfolgreich etabliert haben. Dass sich die CSU in ihrer hysterischen Furcht, doch noch von anderen rechts überholt zu werden, diese Lügenfloskeln zu eigen gemacht hat, ist erschütternd (wenn auch nicht wirklich überraschend).
  • Antworten » | Direktlink »
#4 markusbln11Anonym
  • 02.12.2016, 17:29h

  • Herr Spähnle will doch die leitlinien sachgerecht noch dieses jahr in kraft setzen.

    Warum macht er es sich denn gar so schwer. Die lsu hilft doch gerne bei der vorbereitung.

    Und bei einem Meeting von 60 minuten fällt niemanden ein zacken aus der krone. Das treffen wird den zeitlichen plänen - inkraftsetzung bis jahresende - auch nicht in wege stehen.

    Nur mut, wir beissen nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 tti3_alliance
  • 02.12.2016, 17:37h
  • ... wir würden gerne erfahren wie der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle zur Holocaust Aufarbeitung und Aufklärung, für die tti Bereiche im Freistaat Bayern steht?
    Diese wurden unseres Wissens nach bislang nicht eingeleitet...

    .

    Auch würde uns interessieren, wie die CSU zu Intersex Gentialverstümmelungen steht.

    transallianceproject.wordpress.com/2016/12/02/bislang-kein-s
    top-in-deutschland/


    Des Weiteren würde uns interessieren, wie man zu den Menschenrechten von trans Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und auch deren selbstbestimmten rechtlichen Ansprüchen und medizinischen Versorgung steht.

    transallianceproject.wordpress.com/2016/11/18/sh-resolution-
    beschlossen/


    .

    Wir empfehlen der CSU sich einem HLGBAPTTIQ* Bündnis an zuschließen, und gesetzliche Änderungen sowohl im Freitstaat, sowie auf Bundesebene zu unterstützen.

    .
    Grundrechte Charta

    www.europarl.europa.eu/charter/pdf/text_de.pdf

    Artikel 21
    Nichtdiskriminierung
    (1) Diskriminierungen, insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehrigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, sind verboten.

    (2) Im Anwendungsbereich des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft und des Vertrags über die Europäische Union ist unbeschadet der besonderen Bestimmungen dieser Verträge
    jede Diskriminierung aus Gründen der Staatsangehörigkeit verboten.

    .

    .

    Wir halten es für christlich sich dafür einzusetzen und Eingaben dazu, zu unterstützern oder wenigstens nicht dagegen zu stimmen.

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
  • Antworten » | Direktlink »
#6 sanscapote
#7 goddamn liberalAnonym
  • 02.12.2016, 18:41h
  • Antwort auf #3 von Marc
  • Der Absurdbegriff 'Genderideologie' als politische Kampfvokabel stellt vor allem einen unverschämten Angriff auf die Freiheit der Wissenschaft dar.

    Das kann man nur mit der ideologischen Überwachung der Unis durch den Staat mit allen seinen politischen Vorgaben in stalinistischen und faschistischen Diktaturen vergleichen.

    Kein Wunder: Kelle kommt aus dem Rumänien Caucescus und Antonescus, von Beverfoerde ist dem schwarzbraunen Sumpf einer sauerländischen Junker-Dynastie entstiegen.

    Dass die CSU diese hinterwäldlerische bzw. transsylvanische Wissenschafts- und Menschenfeindlichkeit mitmacht, ist dann auch nicht wirklich überraschend.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Tommy0607Profil
  • 02.12.2016, 18:42hEtzbach
  • Wenn diese Christliche , Konservative CSU nicht aufpasst ; sind DIE genauso wie Rechtspopulisten:
    Immer "Schön" gegen Minderheiten sein : Rassistisch und Homophob .
    Sowas hat Deutschland nicht nötig .
    Solche "Leute " kennen kennen keine Menschlichkeit und sind nur Scheinchristen .
  • Antworten » | Direktlink »
#9 easykeyProfil
#10 SebiAnonym
  • 03.12.2016, 10:02h
  • Die alte Vogel-Strauß-Taktik:
    gar nicht erst die Argumente anhören und Vertreter dieser Argumente erst gar nicht sehen. Man könnte ja mal merken, dass sie recht haben...

    Stattdessen lieber mit Hasspredigern treffen, um gemeinsam im Hass zu schwelgen.
  • Antworten » | Direktlink »