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Mit Werner Graf führt ein schwuler Kreuzberger Linker die künftige Regierungspartei in der Hauptstadt (Bild: Rasmus Tanck)

Der linke Kreuzberger will mit einem "knallgrünen Profil Widerstand gegen den gesellschaftspolitischen Rollback" leisten.

Die männliche Hälfte der Doppelspitze der Berliner Grünen bleibt auch weiterhin schwul. Als Nachfolger von Daniel Wesener, der im September in das Abgeordnetenhaus einzog, wählte die Landesdelegiertenkonferenz am Samstag Werner Graf.

Der linke Chef des Kreisverbands Friedrichshain-Kreuzberg erhielt rund 70 Prozent der Stimmen. Für seine Ko-Vorsitzende Nina Stahr vom Realo-Flügel, Lehrerin und Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf, stimmten 81 Prozent der Delegierten.

Graf erklärte auf dem Parteitag, er trage die "Regenbogenfahne im Herzen", und forderte ein klares Profil der Partei: "Wir dürfen nicht in einer rot-rot-grünen Regierungsformation untergehen. Es ist an uns, mit einem klaren knallgrünen Profil Widerstand gegen den gesellschaftspolitischen Rollback zu leisten. Lasst uns das Stoppschild für rechtspopulistische Hassprediger sein."

Der 36-Jährige war drei Jahre lang persönlicher Referent von Claudia Roth und ist aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter des Grünen-Bundestagsabgeordneten Frithjof Schmidt. In seiner Selbstvorstellung als Kreischef von Friedrichshain-Kreuzberg forderte er, "sich den Nazi-Schweinen in den Weg zu stellen und Schwächeren Hilfe und Unterstützung zu bieten". Bereits als früherer Bundessprecher der Grünen Jugend hatte sich Werner Graf für eine Freigabe von Cannabis starkgemacht.

Zwischen 2008 und 2010 schrieb Graf für das Blog "Mädchenmannschaft". Als einziger Mann neben sechs Frauen veröffentlicht er auf diesem Blog Artikel zum Thema Feminismus und Gender. Der Student für internationales Politikmanagment absolvierte zu der Zeit ein praxisorientiertes Pflichtsemester bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv in Israel sowie ein Auslandssemester an der Istanbul Kültür University in der Türkei. (cw)



#1 Patroklos
#2 tti3_alliance
  • 04.12.2016, 13:49h
  • ... dann würden wir uns freuen, wenn man in innerhalb der Hauptsadt unseres Landes, den parlamentarischen Druck kurzfristig erhöhen würde.

    Es wäre wünschenswert, wenn die Resolution des Landtags von Schleswig-Holstein zu Gunsten Menschen aus den Bereichen Transsexualität, Intersexualität und Nicht Binär - kurzfristig auch im Berliner Abgeordnetenhaus eingebracht und beschlossen würde.

    transallianceproject.wordpress.com/2016/11/18/sh-resolution-
    beschlossen/


    .

    Ja, alle unsere Bereiche und auch das DE Projekt hat umfangreichere Forderungen, die auch den Mitgliedern des Deutschen Bundestag, der IMAG und den Bundesministerien bekannt sind.

    Für die gesetzlichen Neurgeluengen incl. medizinischer Versogrung ist man im DB zuständig und dort erwarten wir, eine vollumfängliche gesetzliche Neuregelung zu unseren Gunsten, die diese Punkte beinhalten.

    .

    Dieses beinhaltet auch ein Verbot von Intersex Genitalverstümmelungen (IGM). Das aktuell immer noch ~1700 Maßnahmen pro Jahr an Kindern durchgeführt werden ist skandalös.

    transallianceproject.wordpress.com/2016/12/02/bislang-kein-s
    top-in-deutschland/


    .

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt

    .

    HLGBAPTTIQ*
    community worldwide
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Robby69Ehemaliges Profil
  • 04.12.2016, 18:30h
  • Herzlichen Glückwunsch! Und danke für die offenen Worten bzgl. des Kampfes gegen Neonazis, Werner Graf!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Homonklin44Profil
  • 05.12.2016, 22:47hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von tti3_alliance
  • Es müsste viel mehr Öffentlichkeitsarbeit und Präsenz, Biografien, dokumentarisch begleitete Filme bzw. Gespräche bezüglich Trans* und Intersexualitäten geben, gerade auch von der wissenschaftlichen und ethischen Ebene her.

    Es kann nicht angehen, dass in einer Zeit wie dieser immer noch über Pseudo-Korrektur ein Eingriff gerechtfertigt werden kann, der sich auf das gesamte Leben intersexueller Menschen auswirkt, und mit dem über ihre Gesundheit und Entfaltung der Persönlichkeit hinweg bestimmt wird.

    Es muss endlich ein Aufklärungsschritt, auch gerade in der Medizin- und Psychowissenschaft erfolgen, unter dem die Varianz im menschlichen Spektrum ihrer Wirklichkeit Begriff verschafft. Damit jedes Geschlecht entsprechend seiner Natur den verdienten Respekt auch erhält.
    *Thumbs up*
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#5 Homonklin44Profil
  • 05.12.2016, 23:18hTauroa Point
  • Kommt ganz wacker herüber, der Herr Graf.
    Besonders das über die Nazi-Schweine, und den wissenschaftlichen Mitarbeiter.
    Wenn sich das richtig kombinieren und zielgerichtet einsetzen lässt, jedenfalls.

    Stoppschild rechtspopulistischen und religiotischen, realitätsverzerrten als auch konservativ vertarnten Rattenfängern entgegen zu halten, ist oberwichtig.
    Bevor dieser üble Ruch auch die intellektuelle Ebene erreicht, und wo schon sichtbar ist, wie das in anderen Parteien hier und da Fuß zu fassen beginnt. ( Politiker, die "besorgte Eltern" und ähnliche GenossInnenChen's empfangen und anhören, LGBTIQ-Vertreter aber nicht gleichermaßen usw. )

    Well, und Cannabis sativa als Heilpflanze /Schmerzmedikament wäre natürlich auf Rezept und KK-bindend auch schon was Nettes.
    Polyneuropathie der Bein-Nerven kann so verdammt weh tun.Ein gediegener Blunt macht was heiter, während die vom Arzt verschriebenen Opioide mit der Zeit abhängig machen, unkonzentriert und gereizt.
    Und Conotoxin, Ziconotid ect. gibt's hier wohl nicht, oder erst ab Extremfallbedarf.
    Narf.

    Ja dem Herrn Graf mal die Daumen drücken, dass er dem im Artikel erkennbaren Tatendrang mit Elan Laufbeine und Flügel verleihen kann.
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