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Kommentare zu:
Die SPD und der Paragraf 175


#1 Miguel53deProfil
  • 05.12.2016, 04:36hOttawa
  • Jetzt waere auch interessant:

    Die CDU und der Paragraf 175
    Die CSU und der Paragraf 175
    Die FDP und der Paragraf 175
    Die Gruenen und der Paragraf 175
    Die Linken und der Paragraf 175
    Die AfD und der Paragraf 175

    Bitte auch von einer Forschungsstelle.

    Man muss sich darueber im Klaren sein, dass es innerhalb der SPD durchaus auch Widerstände gegen eine Liberalisierung gab. So war der enge Freund Heinemanns, Johannes Rau, der später dessen Enkelin heiratete und eigentlich von mir sehr geschätzt wurde, eher ein Gegner der Streichung.

    Die Gründe dafuer kann ich mir denken, will aber nicht spekulieren.

    Aber auch Schroeder und aktuell Gabriel waren oder sind an LGBTIQ-Fragen nicht wirklich interessiert. Gabriel halte ich sogar tendenziell fuer Homophob.

    Insgesamt bekleckern sich die meisten Parteien bei diesem Thema nicht mit Ruhm. Viel zu viel Zeit haben sie vergehen lassen, um fuer eine zumindest teilweise Gerechtigkeit zu stellen regen.

    Allerdings ist die SPD eindeutig die Partei gewesen, die mehr fuer uns getan hat, als die anderen. Wobei die Gruenen natuerlich auch eine positive Rolle gespielt haben. Und da insbesondere und unermüdlich Volker Beck.

    Und doch muss man auch ihnen die fahrlässige Vernachlässigung unserer Menschenrechte vorwerfen. Sie haben dann, wenn sie die Moeglichkeiten gehabt haetten, Entscheidungen nicht gefällt und nicht einmal vorangetrieben. Oder nur halbherzig gehandelt.

    Und angesichts der Wahlaussichten für den naechsten Bundestag sieht es weiß Gott nicht besser aus, was die Zukunft angeht.
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#2 Der OffenbacherAnonym
  • 05.12.2016, 09:00h

  • Helmut Schmidt hat sich ebenfalls vehement gegen vollständige Streichung des Paragrafen 175 eingesetzt.
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#3 userer
#4 Paulus45Anonym
  • 05.12.2016, 12:53h
  • Tja damals war die SPD noch führend bei LGBT-Rechten

    Und HEUTE ist sie es längst nicht mehr: Parteien wie Grüne/Bündnis 90, Linkspartei, Piratenpartei oder FDP sind alle sämtlich besser aufgestellt und werden NICHT zur Verräterpartei bei der Eheöffnung, so wie es die SPD in dieser (!!!) Legislaturperiode geworden ist, indem sie schlichtweg ihr Wahlverprechen der Eheöffnung vergessen hat.

    Es ist peinlich und beschämend für die SPD, wie sie sich gegenwärtig verhält. 21 westliche Indudstriestaaten haben die Ehe geöffnet, aber hier in Deutschland versagen die Sozialdemoraten.

    ----------------------
    Aber nicht nur bei LGBT-Rechten ist dieses Versagen der SPD immer mehr zu beobachten.

    Während in den Gründungsjahren des Deutschen Reiches zu Zeiten Bismarcks gerade die Sozialdemokraten zu einem echten Vorkämpfer der Säkularisierung und zum Zurückdrängen der Religion im Staate wurde, wird sie nunmehr immer mehr zu einer Religionspartei, die immmer mehr die Säkularisierung "durchlöchert" und Stück für Stück Errungenschaften der Trennung von Religion und Staat opfert. Dazu braucht man sich nur die aktuellen Äußerungen von SPD-Integrationsministerin Özoguz anschauen, die islamische Kinderehen in Einzelfällen anerkennen will und die sich gegen ein gesetzliches Vollverschleierungsverbot ausspricht.

    Während früher die SPD ein Vorkämpfer von LGBT-Rechten und Säkularisierung war, ist sie es heute im Jahre 2016 nicht mehr. Sie ist zu machtversessen, hat es sich in den Regierungssesseln bequem gemacht und weiß teilweise überhaupt nicht mehr, weswegen sie von Ihren Wählern die Stimme erhält.
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#5 goddamn liberalAnonym
#6 GedächtnisstützeAnonym
  • 05.12.2016, 14:43h
  • Antwort auf #4 von Paulus45
  • "Und HEUTE ist sie es längst nicht mehr: Parteien wie Grüne/Bündnis 90, Linkspartei, Piratenpartei oder FDP sind alle sämtlich besser aufgestellt und werden NICHT zur Verräterpartei bei der Eheöffnung, so wie es die SPD in dieser (!!!) Legislaturperiode geworden ist, indem sie schlichtweg ihr Wahlverprechen der Eheöffnung vergessen hat.

    Es ist peinlich und beschämend für die SPD, wie sie sich gegenwärtig verhält. 21 westliche Indudstriestaaten haben die Ehe geöffnet, aber hier in Deutschland versagen die Sozialdemoraten. "

    Schon vergessen?

    "Bundestagswahl 2017
    "Bild": Union plant Wahlkampf gegen Homo-Rechte"

    www.queer.de/detail.php?article_id=26160

    Wie immer KEIN Kommentar von dir. Peinlich und beschämend.
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#7 TheDadProfil
  • 05.12.2016, 14:55hHannover
  • Antwort auf #4 von Paulus45
  • Worte und Begriffe wie ""FDP"" und ""NICHT Verräterpartei"" sind hier wohl eher ein Zeichen für Realitätsverweigerung in ganz großem Stil..

    ""Während in den Gründungsjahren des Deutschen Reiches zu Zeiten Bismarcks gerade die Sozialdemokraten zu einem echten Vorkämpfer der Säkularisierung und zum Zurückdrängen der Religion im Staate wurde""..

    Geschichtsklitterung !
    Denn es war Bismarck der nach der Einführung der Zivilehe die Katholiken wegen ihres Widerstandes dagegen aus den Ämtern jagte, während er gleichzeitig die SPD verboten hat, und versuchte ihnen mit der Einführung der Sozialversicherung den politischen Boden abgraben..

    ""Dazu braucht man sich nur die aktuellen Äußerungen von SPD-Integrationsministerin Özoguz anschauen""..

    Ach, daher weht der Wind..
    Säkularisierung ist immer nur dann gut, so lange sie sich nicht gegen die EKD und die RKK wendet..
    Deine internalisierte Islamophobie ist auch nicht besser als Dein damit vorgetragener Rassismus..

    ""die islamische Kinderehen in Einzelfällen anerkennen will""..

    Nur einmal kurz für 3 Minuten darüber nachgedacht, welchen Grund es gäbe eine im Ausland nach ausländischem Recht geschlossene Ehe nach deutschem Recht aufzuheben, und dabei das gemeinsame Kind zu einem unehelichem zu erklären..

    Welchen Eindruck macht so ein Deutschland auf die Umgebung wenn es sich WIEDER anmaßt über die Rechtmäßigkeit geschlossener "außer-deutscher" Ehen zu erheben, und Ehen zwangsweise für "Unrecht" oder ungültig erklärt ?

    Artikel 6 GG ist dort eigentlich sehr eindeutig !
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#8 Patroklos
#9 userer
#10 AlexAnonym
  • 05.12.2016, 16:35h

  • Manche Sozialdemokraten waren gegen Homo-Verfolgung, andere dafür. Helmut Schmidt ließ sogar einschlägige Treffpunkte überwachen, um Schwule zu schnappen.

    Statt sich selbst zu feiern, dass nicht alle Sozialdemokraten für die Verfolgung waren, sollte die SPD endlich die Opfer des §175 rehabilitieren und entschädigen. Denn mehr als Ankündigungen hat es bisher nicht gegeben.
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#11 goddamn liberalAnonym
  • 05.12.2016, 16:59h
  • Antwort auf #10 von Alex
  • "Statt sich selbst zu feiern, dass nicht alle Sozialdemokraten für die Verfolgung waren, sollte die SPD endlich die Opfer des §175 rehabilitieren und entschädigen. Denn mehr als Ankündigungen hat es bisher nicht gegeben."

    Laut queer.de ist das (nicht eben üppige) Geld schon bewilligt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#12 LorenProfil
  • 05.12.2016, 17:47hGreifswald
  • Antwort auf #9 von userer
  • Selbstverständlich nicht.

    "Als erste Bundestagspartei
    forderte die FDP in ihrem Wahlprogramm
    1980 die Streichung des § 175 StGB. Bei den anschließenden
    Koalitionsverhandlungen mit
    der SPD blieb diese Forder
    ung auf der Strecke." (S.8)

    Und die FDP? Die surfte nach ihrem eigenen Wendemanöver auf Kohls "geistig-moralischer Wendewelle" munter mit:

    "Nach
    dem Koalitionswechsel zur CDU/CSU machte
    die FDP 1982 Hans A. Engelhardt zum
    Justizminister. Er gehörte zu einer kleinen
    Minderheit in der FDP, die beim
    Wahlprogramm gegen die Streichung des § 175
    gestimmt hatte. Fortan diffamierte
    Justizminister Engelhardt alle Forder
    ungen nach Aufhebung des § 175 'als nicht
    hinnehmbare Demontage des Jugendschutzes'."
    (S.8)

    www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Recht/Guenter.Dwork-Par
    agraf175.pdf


    Hässliche Politgeschichten aus bundesdeutschen Landen.
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#13 AFD-WatchAnonym
  • 05.12.2016, 18:08h
  • Antwort auf #12 von Loren
  • So ist es. Und seit ihrem Verrat von 1982 ist die FDP bundesweit für eine linksliberale Option jenseits der CDU/CSU, die die Ziele der Community problemlos umsetzen könnte, auch nicht mehr zu haben. Dafür ist sie 2013 zurecht aus dem Bundestag geflogen. Diese FDP ist 1982 gestorben. Aber mache sind ja zu doof um das zu verstehen.
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#14 Patroklos
#15 goddamn liberalAnonym
  • 05.12.2016, 22:09h
  • Antwort auf #13 von AFD-Watch
  • "Und seit ihrem Verrat von 1982 ist die FDP bundesweit für eine linksliberale Option jenseits der CDU/CSU, die die Ziele der Community problemlos umsetzen könnte, auch nicht mehr zu haben.W

    Nicht zu vergessen, dass die linksliberale Option seit 1982 konsequent und führend von einem schwulen Politiker blockiert wurde:

    Guido Westerwelle.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#16 Homonklin44Profil
  • 05.12.2016, 22:18hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von userer
  • Danke für die sehr interessanten Links und den Blick zuürück.

    wer weiß in wie vielen Städten so etwas noch praktiziert wurde, und unerkannt ablief, bzw. ob es Ähnliches auch heute noch gibt. Oder ob das wieder kommen mag ... ich hoffe nicht. Die Ü-wa-Technologie ist heute so unscheinbar möglich und mit dem Vorwand von der Verhinderung krimineller Aktivitäten könnte man einiges verbergen. Man möchte nicht paranoid denken.
    Zu Polizei-Aufgaben gehört es hoffentlich nicht mehr,öffentliche Toiletten und ihre Besucher zu beobachten.

    Für wen haben sich Politiker seinerzeit gehalten, die so etwas ermöglicht haben? Methoden, wie bei der StaSi bzw. während der NS-Zeit... und da wundern sich die, wenn man kein Vertrauen in Staatsorgane findet.

    Dass Politiker aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit nur unser aller Wohlwollen im Sinn hätten, muss man kritisch weiter beobachten und bezweifeln dürfen.
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#17 Patroklos
#18 userer
  • 05.12.2016, 23:26h
  • Antwort auf #17 von Patroklos
  • So wie du kann das nur jemand empfinden, der ziemlich weit rechts im politischen Spektrum beheimatet ist. Dann war das natürlich kein Verrat, sondern der Beginn einer goldenen Ära.

    Der wahre Grund lag natürlich im Erhalt der Ministerpfründe für die FDP. Machtverlust drohte der FDP, die kurz zuvor zum ersten Mal in hessischen Landtagswahlen unter die 5-Prozent-Hürde gefallen war. Das musste verhindert werden in bester Opportunistentradition: den alten König ermorden helfen und den Speichel des neuen gierig aufschlecken. Dafür gibt's viele Namen. Verräter ist einer davon, FDP ein anderer.
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#19 Patros-KloAnonym
  • 05.12.2016, 23:27h
  • Antwort auf #17 von Patroklos
  • Ach stimmt ja. Das war ja die SPD, die die Koalition aufgekündigt hatte um dann zur CDU überlaufen ist und somit jede bundesweite sozialliberale Koalition für mehrere Jahrzehnte zunichte gemacht hat. Ja, wirklich eine dreiste Aktion.
    Darum regt sich dein Freund TJ auch immer wieder auf und bezichtigt die SPD des Verrates.
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#20 LasseJProfil
  • 06.12.2016, 00:55hBerlin
  • Antwort auf #3 von userer
  • "Der Kirchenorgelspieler Helmut Schmidt"

    Ach was- Kirchenorgel hat der gespielt? Dann ist ja alles klar, wo er sich mit Homophobie angesteckt hat, die Instrumente sind ja bekantlich hochgradig verseucht, wer die nur mit dem kleinen Finger berührt, wird homophob da kann man nix machen, das ist wie einem AIDS-Kranken die Hand reichen [Ironie off] Aber mal ehrlich: genau solche Anwürfe treiben doch alle gerechtfertigte Kritik ad absurdum! Meines Erachtens war der Mann wie die Mehrheit seiner Generation in heute als widerlich anerkannten Vorurteilen von Verführbarkeit junger Leute zur Homosexualität befangen, die er nicht weiter hinterfragt hat. Zugleich scheint ihn das Thema persönlich nicht weiter interessiert zu haben. Ob das moralisch nun besser oder schlechter war - sollen das etwa nur diejenigen beurteilen, die vor ihrem Coming Out nicht die geringsten Probleme mit ihrer Orientierung hatten bzw. diese nie verdrängt haben? Erwähnenswert scheint mir, dass er in seinem letzten Interview zu dem Thema sich selber wundert, warum er den § 175 nicht abgeschafft hat. Das war zumindest eine kluge Frage (und leider hat ausgerechnet da dieser Esel von Journalist nicht weiter nachgefragt!!!). Dieses Statement ist einerseits ziemlich wenig, aber doch mehr, als ich von vielen Politikern der Generation gehört habe. Mit Sicherheit lag es nicht daran, dass er Kirchenorgel gespielt hat. So primitiv ist Geschichte leider nicht.
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#21 TheDadProfil
  • 06.12.2016, 09:24hHannover
  • Antwort auf #14 von Patroklos
  • Mit der gleichen Begründung erhoffst du dir dereinst dann auch "Vergebung" ?

    Zu den Leistungen gehören dann auch die Fehlleistungen von Politikern, die man nicht einfach dem Vergessen überantwortet, oder sie nachträglich unter den Teppich kehrt..

    Schon gar nicht mit dieser Nonchalance gepaart mit dieser falschen "Pietät" !

    Wahrscheinlich wird Dein Teppich dann irgendwann die Zimmerdecke erreichen..
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#22 TheDadProfil
#23 userer
  • 06.12.2016, 09:43h
  • Antwort auf #20 von LasseJ
  • So, so, wer den Zusammenhang zwischen "Religiosität" und Homophobie sieht, ist Ihrer Ansicht nach primitiv.

    Den Hass pauschal einer bestimmten Generation anhängen zu wollen, so wie Sie das versuchen, ist sowohl falsch als auch unredlich und kurzsichtig, vielleicht sogar, mit Verlaub, dumm. Diese Art Hass gegen Schwule ist kein Generationsproblem, sondern ein intellektuelles bzw. erzieherisches. Deshalb gibt es ja so viel Widerstand von Ihren geifernden Kumpanen gegen Bildungspläne.

    Ihre "Argumentation" pfeift offensichtlich aus dem letzten Loch, denn #20 ist sogar für Ihre Verhältnisse platt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#24 TheDadProfil
  • 06.12.2016, 10:00hHannover
  • Antwort auf #20 von LasseJ
  • ""Ob das moralisch nun besser oder schlechter war - sollen das etwa nur diejenigen beurteilen, die vor ihrem Coming Out nicht die geringsten Probleme mit ihrer Orientierung hatten bzw. diese nie verdrängt haben?""..

    Wer denn sonst, wenn nicht diese ?
    Wenn man schon "Moral" bemüht um die Leistungen von Politikern einzuordnen, dann muß diese "Moral" auch von denjenigen formuliert werden, die sich "integer" verhielten !

    ""Meines Erachtens war der Mann wie die Mehrheit seiner Generation in heute als widerlich anerkannten Vorurteilen von Verführbarkeit junger Leute zur Homosexualität befangen, die er nicht weiter hinterfragt hat.""..

    Hat ihn das dann von der Aufgabe zu lernen befreit ?
    Sein Justizminister und späterer Bundespräsident Heinemann hat auch ihm aufgezeigt, daß man die Frage der Straffälligkeit auch unabhängig von der "Entstehung von Homosexualität" beantworten kann, und die Frage dieser Strafbarkeit eine Frage des "wirklichen Geschädigten" sein muß..

    Schon im Vorwege der Strafrechtsreform stellte Heinemann deshalb die Frage nach der kompletten Abschaffung des § 175 mit der Begründung, daß man Männer nicht für etwas verurteilen kann, was für Frauen nicht strafbar ist..

    ""Dann ist ja alles klar, wo er sich mit Homophobie angesteckt hat, die Instrumente sind ja bekantlich hochgradig verseucht, wer die nur mit dem kleinen Finger berührt, wird homophob da kann man nix machen,""..

    Hübsche Negation..
    Die Mitgliedschaft in einer "Religion" und die damit verbundene Sozialisation durch Verdummbibelung und Indoktrination ist weit mehr als das berühren der Tastatur einer "Kirchen-Orgel"..
    Du negierst hier das gesamte Fundament..
    Wie absurd..
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#25 Patroklos
#26 Patros-KloAnonym
#27 Homonklin44Profil
  • 06.12.2016, 17:41hTauroa Point
  • Antwort auf #20 von LasseJ
  • Ich habe das mit der Kirchenorgel auch gelesen und kurz gedacht "Ah ja, daher wehte der Wind", aber nicht, weil ich Musikinstrumenten generell böswillige Intention unterstellen würde, sondern die Verbindung mit der wahrscheinlichen Aufbringung oder Moralvorstellungen und Glaube eines Menschen mache.

    Helmut Schmidt als Mensch habe ich in anderem Bezug sehr geschätzt, eine Handlung zu einem spezifischen Katastrophen-Handling über HH, 17. Februar 1962, welches ihm hoch angerechnet wird,ohne nun seine gesamte Biografie auch nur zu 10% rezitieren zu können, seine Stärken oder Schwächen zu kritisieren. Ein Mensch kann das Herz am rechten Fleck haben, aber trotzdem eine gelernte Haltung vertreten, die in betreffendem Bereich dann höchst fragwürdig oder grottenfalsch ist.

    Beeinflusst durch Prägung, Erziehung, Leben mit den "Normen", die in seinem Weltbewusstsein vertreten werden.
    Ich weiß nicht, wie H. Schmidt genau aufwuchs, habe mal was über distanzierte Eltern oder relativ liebloses Elternhaus aufgeschnappt, reformpädagogische Schule, Religionsfindung erst ab Konfirmanden-Unterricht. Zu seiner Jugendzeit dürfte das strikte Elternhaus aber relativ gängig gewesen sein, dazu kommt das, was die Situation Krieg mit Menschen verursacht.
    Helmut Schmidt dürfte auch als ganz junger Mensch lucide und kritische Gedankengänge verfolgt haben. Das liest man auch aus Erinnerungen in Schriften von ihm. Dennoch vertrat er die Auffassung, Sicherheit gebe ( in Kriegszeiten) besonders die Stärkung der Kirche. Als alter Mann soll er am Glauben zu zweifeln gelangt sein. Warum das so lange Zeit brauchte, wer weiß. Prinzip Hoffnung, vielleicht.

    www.zeit.de/2008/38/Schmidt-Vorabdruck

    ---------------------------------
    Ganz häufig ist der Zusammenhang "Religion, Glaube,traditierte Moralvorstellungen" und Ablehnung bestimmter Menschengruppen und Eigenschaften an einer Persönlichkeit, die homophobe Akzente unterstützt oder duldet, deutlich zu erkennen.

    Wir müssen nicht fragen, wie das wundersam so oft neben einander her geht.
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#28 Patroklos
#29 TheDadProfil
  • 06.12.2016, 22:42hHannover
  • Antwort auf #25 von Patroklos
  • "" "Pietät" ist doch für Dich und feinen Herrn Userer sowieso ein Fremdwort, genauso wie Empathie!""..

    Das sind sie für Dich auch, denn, Oh Wunder :
    Es sind Fremdworte, eingeschleppt aus den Kultur-Sprachen Latein und Alt-Griechisch..

    Aber mach dir da keine Sorgen, denn sowohl "userer" als auch ich wissen um deren Bedeutung..

    Bei Dir bin ich mir da nicht so sicher, wie man lesen durfte..
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#30 TheDadProfil
#31 LasseJProfil
  • 07.12.2016, 00:08hBerlin
  • Antwort auf #27 von Homonklin44
  • "Ganz häufig ist der Zusammenhang "Religion, Glaube,traditierte Moralvorstellungen" und Ablehnung bestimmter Menschengruppen und Eigenschaften an einer Persönlichkeit, die homophobe Akzente unterstützt oder duldet, deutlich zu erkennen.

    Wir müssen nicht fragen, wie das wundersam so oft neben einander her geht."

    Doch - genau das müssen wir meiner Ansicht nach fragen. Wenn wir wissen wollen, wie wir Homophobie wirksam bekämpfen können, müssen wir wissen, wie sie entsteht. Und wenn wir wissen wollen, wie Homophobie entsteht, müssen wir nicht nur wissen, warum manche Religiöse homophob sind manche Atheisten nicht, sondern auch umgekehrt, warum manche Atheisten homophob sind und manche Religiöse nicht. Es ist wirklich ein Jammer, dass der Journalist Schmidt nicht zur Beantwortung seiner eigenen (!) Frage, warum er wider besseres Wissen den § 175 nicht abgeschafft hat, weiter animiert hat. Meines Erachtens wäre dabei sicher etwas Interessanteres herausgekommen als "naja, ich hab halt Kirchenorgel gespielt" oder "ich glaubte fest daran, dass alles, was in der Bibel steht wortwörtlich wahr ist". Schmidt war ja nicht blöd.
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#32 Miguel53deProfil
  • 07.12.2016, 03:03hOttawa
  • Antwort auf #16 von Homonklin44
  • Die Banken hatten früher interne Kundeninformationen. Etwas aehnliches, wie die Schufa. Nur waren darin nicht allein Erkenntnisse zur "Wirtschaftlichkeit" der Kunden gesammelt, sondern auch private, persönliche Informationen. Teilweise waren polizeiliche Erkenntnisse damit verbunden.

    So stand bei so manchem Kunden dann eben: "Bewegt sich in homosexuellen Kreisen" in den Unterlagen.

    Zugleich war da auch notiert, wenn jemand z.B. der Bruder eines VIP war.

    Das wusste damals niemand und weiß heute kaum jemand mehr.

    Im Nachherein wird damit erkennbar, dass die "ueberwachten" Schwulen wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen mussten, wenn ihnen z.B. Kredite verweigert wurden. Wobei sie dann nicht einmal wussten, warum.

    Waehren der VIP-Bruder auch dann noch Kredite erhielt, wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse dies eigentlich nicht zuließen. Was ich als eine Art von Korruption ansah und ansehe.

    Das ist keine Spekulation von mir. Da bin ich Insider, der hier aus dem "Naehkaestchen" plaudert.

    Schlimm bei diesem Thema ist, dass die Einen, die CDU - sich immer wieder in's "darueber brauchen wir noch weitere Informationen und Diskussionen" fluechtet. Obwohl diese ja nun alle auf dem Tisch liegen und laengst alles ausdiskutiert ist.

    Und schlimm ist leider auch, dass die Anderen, die ehemals wirklich soziale und zukunftsorientierte Arbeiterpartei SPD sich immer wieder damit herausredet, der Partner ließe einfach nicht mehr zu.

    Jetzt macht den deutschen Politikern auch noch das kleine Malta vor, wenn es "Homo-Heilung" endgültig verbietet. Eine Schande ist das, was diese Bundesregierung da aufführt und wie sie uns an der Nase herumführt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#33 Miguel53deProfil
#34 Miguel53deProfil
  • 07.12.2016, 03:37hOttawa
  • Antwort auf #20 von LasseJ
  • So leicht darf man es dem Helmut Schmidt nicht machen. Das Thema hat ihn genug interessiert, der Polizei die "Spiegel-Aktion" in Hamburg zu gestatten. Und die bis 1980(!) andauerte.

    www.ndr.de/kultur/geschichte/Wie-Schwule-in-Hamburg-verfolgt
    -wurden,homosexuellenverfolgung101.html


    Schmidt ist aus der Generation, die Schwulen gegenueber "befangen" war? Sein Parteigenosse Gustav Heinemann, ab 1969 Innenminister der großen Koalition, war fast 20 Jahre aelter. Und doch war eine seiner ersten Amtshandlung, die Entschärfung dieses unseligen Paragraphen. Schmidt war lange homophob. Nicht einfach nur "nicht interessiert".

    Immerhin, und da sind wir wieder auf einer Linie, hat es bei Schmidt dann späte Erkenntnisse gegeben und eine Neubewertung auch seiner eigenen Handlung - respektive seines "Nichtintetesses". Davor habe ich Respekt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#35 Miguel53deProfil
#36 TheDadProfil
  • 07.12.2016, 09:43hHannover
  • Antwort auf #31 von LasseJ
  • ""Doch - genau das müssen wir meiner Ansicht nach fragen. Wenn wir wissen wollen, wie wir Homophobie wirksam bekämpfen können, müssen wir wissen, wie sie entsteht.""..

    Das Wissen darüber liegt vor..
    Die Strategien und die Bildungspläne wie man Homo- und Transphobie verhindert auch..

    Hier muß man also nicht verzögern, und am bestem noch einmal über ein Jahrzehnt evaluieren wie derlei Unsinn eigentlich entsteht..

    ""Und wenn wir wissen wollen, wie Homophobie entsteht, müssen wir nicht nur wissen, warum manche Religiöse homophob sind manche Atheisten nicht, sondern auch umgekehrt, warum manche Atheisten homophob sind und manche Religiöse nicht.""..

    Ohne mit der Wimper zu zucken behaupte ich hier mal daß 98 % aller Homophoben und Transphoben Leute einer "religiösen Sozialisation" unterliegen..

    Das korreliert übrigens auch mit den Zahlen zu Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhass und Rassismus ebenso wie mit den Zahlen der Teilnehmer an "PEGIDA" oder den Mitgleidern der "AFD"..

    ""Meines Erachtens wäre dabei sicher etwas Interessanteres herausgekommen als "naja, ich hab halt Kirchenorgel gespielt" oder "ich glaubte fest daran, dass alles, was in der Bibel steht wortwörtlich wahr ist". Schmidt war ja nicht blöd.""..

    Übrigens..
    Entscheidungen nicht nur im politischem Feld hängen signifikant davon ab, in welcher Umgebung man sich aufhält, und mit welchen Leuten man sich in einer Peer-Group aufhält..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#37 LasseJProfil
  • 09.12.2016, 01:24hBerlin
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • "Das Wissen darüber liegt vor..
    Die Strategien und die Bildungspläne wie man Homo- und Transphobie verhindert auch.."

    Klar liegen die Bildungspläne vor. Und diese werden - wie etwa in Hessen - sogar von der Mehrheit "religiös sozialisierter" Menschen wie auch von führenden Vertretern der evangelischen Kirche unterstützt. Wenn Du in Religiosität oder auch nur Kirchenmitgliedschaft tatsächlich das Kernübel und den Ursprung fast aller Homo- und Transphobie siehst, müsstest Du die Bildungspläne eigentlich als grundsätzlich ungenügend ablehnen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 TheDadProfil
  • 09.12.2016, 13:49hHannover
  • Antwort auf #37 von LasseJ
  • ""Wenn Du in Religiosität oder auch nur Kirchenmitgliedschaft tatsächlich das Kernübel und den Ursprung fast aller Homo- und Transphobie siehst, müsstest Du die Bildungspläne eigentlich als grundsätzlich ungenügend ablehnen.""..

    Was soll das nun erklären ?

    Bildungspläne alleine werden Trans- und Homophobie nicht abschaffen..

    Dazu müßten sie noch viel weiter gehen als es in Ba.-Wü. ursprünglich geplant war, denn dort war von "Fächer-Übergreifender" Aufklärung die Rede, was am Ende zur Folge gehabt hätte das auch der "Religions-Unterricht" sich an diese Vorgaben hätte halten müssen..

    Meiner Meinung nach gehört der "Religions-Unterricht" in den Allgemeinbildenden Schulen konsequent abgeschafft, denn dort hat er nichts zu suchen, weil dort Wissen vermittelt werden soll, und kein "Glaube" indoktriniert..

    Wer als Eltern sein Kind dieser Indoktrination übergeben will, soll das innerhalb der "Gemeinde" gefälligst selbst organisieren..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 LasseJProfil
  • 10.12.2016, 01:16hBerlin
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • "Was soll das nun erklären ?"

    Ja, was nur ? Wenn Du nicht wie üblich vom Ausgangspunkt der Diskussion abgedriftet wärest, wüsstest Du es..

    "Bildungspläne alleine werden Trans- und Homophobie nicht abschaffen.."

    Aha - plötzlich fällt Dir das ein, nachdem ich Dich erst auf die Lücke in Deiner Argumentation hingewiesen habe..

    "Meiner Meinung nach gehört der "Religions-Unterricht" in den Allgemeinbildenden Schulen konsequent abgeschafft"

    Meiner Meinung nach auch. Da liegt überhaupt nicht unser Dissens.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#40 TheDadProfil
  • 10.12.2016, 16:54hHannover
  • Antwort auf #39 von LasseJ
  • ""Aha - plötzlich fällt Dir das ein, nachdem ich Dich erst auf die Lücke in Deiner Argumentation hingewiesen habe..""..

    Schöner Versuch..

    ""Meiner Meinung nach auch. Da liegt überhaupt nicht unser Dissens.""..

    Versuch doch mal den Dissens zu erläutern, ohne mit dem Vorwurf zu arbeiten, das gegenüber wüßte definitiv weniger als Du selbst..

    Eine Argumentationslücke hätte sich nämlich nur ergeben, wenn ich von Anfang an davon ausgegangen wäre, Dir wäre unklar was Bildungspläne können, und was nicht..

    Also noch einmal :
    ""Wenn Du in Religiosität oder auch nur Kirchenmitgliedschaft tatsächlich das Kernübel und den Ursprung fast aller Homo- und Transphobie siehst, müsstest Du die Bildungspläne eigentlich als grundsätzlich ungenügend ablehnen.""..

    Wieso müßte ich Bildungspläne ablehnen, bloß weil ich die Ursache für Homophobie und Transphobie identifiziert, und genau einer Gruppe innerhalb der Bevölkerung zuordne ?

    Weil man diese Gruppe mit den Inhalten dieser Bildungspläne nicht erreichte ?

    Könnte passieren..
    Vor allem dann wenn man den "Religionsunterricht" dann tatsächlich aus den Schulen verbannte, und damit keinerlei Einfluß mehr auf die Inhalte ausüben könnte, ganz so wie bei "islamischen Koran-Schulen" die das außerhalb des Bildungssystems organisieren..
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#41 TheWalkingDadAnonym
#42 TheDadProfil
  • 10.12.2016, 21:45hHannover
  • Antwort auf #41 von TheWalkingDad
  • ""Das sagt genau der Richtige.""..

    Natürlich..
    Wer außer mir bietet denn sonst noch so den Blickwinkelwechsel an indem er auf gleichwertige Aspekte aufmerksam macht ?

    Du schaffst es doch nicht einmal Dich einem Profil anzuvertrauen, und so wenigstens eine Art Verlässlichkeit zu bieten..
    Täglich, manchmal beinahe stündlich geänderte Nicks suggerieren hier nur eine Form der "Meinungsvielfalt" die in der Realität gar nicht vorkommt, oder versuchen den Eindruck zu erwecken, es gäbe mannigfaltigen Widerspruch, der aber eben gar nicht vorhanden ist..

    Wenn es Dich irgendwie befriedigt manipulative Kurz-Bewertungen abzusondern..
    Es bringt die Diskussion bloß nicht weiter..
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