Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27723

Trotz des Vorfalls im Juli will der CSD Mönchengladbach im kommenden Jahr erneut bunte Flaggen hissen (Bild: Nan Palmero / flickr)

Das Ermittlungsverfahren gegen die unbekannten Täter, die beim CSD in Mönchengladbach zugeschlagen hatten, wurde eingestellt.

Wie erst jetzt bekannt wurde, wurden im Juli beim Christopher Street Day in Mönchengladbach sämtliche Regenbogenfahnen gestohlen und offenbar noch vor Ort in der Nacht auf dem Rheydter Marktplatz verbrannt. Darüber berichtete am Montag die "Rheinische Post".

Der oder die Täter wurden nach Angaben des CSD-Vorsitzenden Markus Schnorrenberg nicht gefasst, ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt sei eingestellt worden. Er persönlich glaube weniger an eine politisch motivierte Tat als vielmehr an einen "Dumme-Jungen- oder -Mädchen-Streich", so der Vereins-Chef.

Trotz des Vorfalls will der CSD Mönchengladbach auch im kommenden Jahr Regenbogenfahnen zum schwul-lesbischen Event auf dem Marktplatz hissen. In diesem Jahr sei die Diebstahlsgefahr besonders hoch gewesen, weil die Flaggen wegen des Orlando-Massakers auf Halbmast hingen und deshalb leicht zu erreichen waren. Aus den Parteien SPD, Linke und FDP wurden am Samstag bereits vier neue Flaggen an den CSD-Verein gespendet. (cw)



#1 QuantomAnonym
#2 AFD-WatchAnonym
#3 AFD-WatchAnonym
#4 SmartakusProfil
  • 05.12.2016, 15:17hMöhnesee
  • Beim "Dumme-Jungen-Mädchen-Streich" wird die Fahne allenfalls geklaut, aber nicht verbrannt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Patroklos
#6 Dont_talk_aboutProfil
#7 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 06.12.2016, 08:56h
  • Wie kann ein "CSD-Vorsitzender" sowas als "Dumme-Jungen- oder -Mädchen-Streich" abtun?

    Mit welcher Begründung wird hier eine Fahnenverbrennung bagatellisiert?

    Hat Herr Schnorrenberg sich schon den "Homosexuellen in der AfD" angedient? Oder woher sonst der Sinneswandel?

    Ende Juli hatte er noch verlautbart:
    "Im ersten Jahr waren wir stolz darauf, mittels Spenden, die Fahnen angeschafft zu haben und umso mehr ärgert es uns, dass jetzt durch eine solche Straftat dem Verein Schaden zugeführt wird. Sicherlich kann hier auch ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. Denn die queere Community ist nach wie vor nicht vollständig in der Bevölkerung akzeptiert."

    www.bz-mg.de/stadtbezirk-sued/rheydt/csd-regenbogenfahne-ges
    tohlen-%E2%80%A2-markus-schnorrenberg-enttauscht-und-verande
    rt.html#sthash.OtvWz46x.dpbs


    Für mich gehen Bagatellisierungen in die Richtung der Fünf Herrschaftstechniken, auch wenn sie "offiziell" nicht dazu zählen. Vielleicht sollte man da mal über eine Erweiterung der Definition nachdenken.

    Ein "Wird schon alles nicht so schlimm gewesen sein, waren bestimmt nur dumme Jungen oder Mädchen" halte ich nicht nur für unrealistisch, sondern im Hinblick auf unsere Gesamtsituation in der Gesellschaft für gefährlich.
    Was für einen Aufstand hätte es wohl gegeben, wären statt dessen z.B. Symbole der christlichen Kirche(n) verbrannt worden? Hier hätte wohl kaum jemand gewagt, das zu bagatellisieren, ganz im Gegenteil: es hätte einen Riesenskandal mit Verdächtigung Linker gegeben.

    Aber mit uns kann man's ja machen. Und wie wir wissen, sitzen Feinde unserer vollen Gleichstellung und Emanzipierung auch in unseren "eigenen" Reihen.
  • Antworten » | Direktlink »