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Barcelona-Fans beschimpfen Real-Star

Wieder homophobe Fangesänge gegen Cristiano Ronaldo


Zum zweiten Mal in Folge ist Cristiano Ronaldo von Barcelona-Fans homophob beschimpft worden

Barcelona-Fans zeigten beim Clásico wieder ihre homophobe Seite: Wie schon vor einem halben Jahr musste Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo schwulenfeindliche Schmähgesängen über sich ergehen lassen.

Beim Spitzenspiel zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona ist es am Samstag erneut zu homophoben Zwischenrufen gegen Cristiano Ronaldo gekommen. So skandierten Schlachtenbummler aus der Kurve der Katalanen laut spanischen Medienberichten unter anderem "Cristiano, sal del armario" (Ronaldo, oute dich). Die meisten Schmähgesänge der Gäste-Fans wurde allerdings von Fans der Heimmannschaft mit Trillerpfeifen übertönt. Das Spiel endete 1:1-unentschieden.

Bereits vor einem halben Jahr hatten die Barcelona-Anhänger bei einem Zusammentreffen der beiden besten spanischen Mannschaften mit homophoben Zwischenrufen gegen Ronaldo für einen Eklat gesorgt. In einer Schweigeminute beschimpften die Katalanen damals den gegnerischen Spieler als "Schwuchtel" (queer.de berichtete). Mit dem gleichen homophoben Ausdruck soll zudem vergangenen Monat ein Spieler des Stadtrivalen Atlético Madrid Ronaldo während eines Ligaspiels beleidigt haben (queer.de berichtete).

Liga könnte Strafe gegen Barcelona verhängen

Die Vorfälle erhöhen den Druck auf Ligapräsident Javier Tebas, endlich etwas gegen Homophobie im Profifußball zu unternehmen und den FC Barcelona für die Fangesänge zu bestrafen. Der Verband hatte bereits vor Wochen angekündigt, derartige Zwischenfälle nicht mehr zu dulden. Außerdem könnte die Anti-Gewalt-Kommission des spanischen Parlaments eingeschaltet werden. Nach einem Anti-Gewalt-Gesetz aus dem Jahr 2007 können Beleidigungen mit einer Geldstrafe geahndet werden.

Ronaldo, der derzeit nach dem "Football Leaks"-Enthüllungen in der aktuellen Ausgabe des "Spiegels" wegen angeblicher Steuertricksereien in der Kritik steht, wird bereits seit Jahren wegen seiner angeblichen Homosexualität von gegnerischen Fans gehänselt. Es ist auch bereits mehrfach "geoutet" worden, 2013 etwa aus Versehen von US-Sängerin Rihanna (queer.de berichtete). Schwule Fans rechnen dem inzwischen 31-jährigen Europameister allerdings hoch an, dass er sich trotz dieser Schmähungen nicht wie andere Fußballer als über-heterosexuell inszeniert und sogar ein langjähriger Fürsprecher für Homo-Rechte ist: So begrüßte er 2010, dass sein Heimatland Portugal Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleichgestellt hat (queer.de berichtete). (dk)



#1 Patroklos
  • 05.12.2016, 15:14h
  • "Ronaldo, der derzeit nach dem "Football Leaks"-Enthüllungen in der aktuellen Ausgabe des "Spiegels" wegen angeblicher Steuertricksereien in der Kritik steht,..."

    Mesut Özil kommt in den Enthüllungen des Portals auch vor. Was aber gegen Cristiano Ronaldo wieder von einigen "Fans" abgezogen wird, ist unter aller Kanone!
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#2 rtttrrAnonym
  • 05.12.2016, 23:08h
  • Wahrscheinlich ist er wirklich schwul.

    Seine Augen lassen es vermuten. Hab da ein Gespür für.
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#3 la_passanteAnonym
#4 wiking77
  • 02.03.2017, 19:31h
  • ich hätt' nix dagegen, wenn er schwul wäre? Natürlich ist es sein recht unerkannt als schwuler in einer heterodominierten Welt, die des Fußballs zu agieren. Naja möglicherweise sind es homophobe Fußballfäns, die selbt verkappt schwul sind, die ein gewisses Gespür dafür haben und damit leider die Hassgesänge anstimmen.
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#5 wiking77