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Jimmie Åkesson führt die "Schwedendemokraten" seit elf Jahren – und macht aus seiner Abneigung gegen LGBTI-Rechte keinen Hehl (Bild: Per Pettersson / flickr)

Rechtspopulist Jimmie Åkesson, der gerne mal über den "obszönen" CSD lästert, sorgte mit seinem Besuch eines schwul-lesbischen Clubs für Aufruhr.

Jimmie Åkesson, der langjährige Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei "Schwedendemokraten", musste in der Nacht von Donnerstag auf Freitag laut der Zeitung "Aftonbladet" nach Rangeleien überstürzt den Stockholmer Homo-Club "Secret Garden" verlassen. Dem Bericht zufolge wurde der Politiker zu seinem Schutz von seinen eigenen Leibwächtern aus dem Club eskortiert.

Nach Anaben der Zeitung sei der 37-Jährige zunächst guter Laune gewesen, sei umhergelaufen und habe mit Gästen diskutiert. Einige Gäste hätten aber aus Protest gegen die Anwesenheit des Rechtspolitikers den Club verlassen; andere wollten offenbar mit Åkesson sprechen, wurden aber von seinen Leibwächtern daran gehindert. Die Lage sei eskaliert, als ein Gast den Politiker einen "verfluchten Rassisten" genannt habe und aggressiv geworden sei. Danach sei es zu einem Handgemenge gekommen. Schließlich wurde die Polizei herbeigerufen. Die Beamten erklärten jedoch später, es habe nie eine Gefahr bestanden.

Drittstärkste Kraft im schwedischen Parlament

Åkesson, der privat mit einer Frau zusammenlebt und ein Kind großzieht, ist seit 2005 Chef der Partei "Sverigedemokraterna". Bei seinem Amtsantritt war die Partei noch eine Splittergruppe, konnte aber unter seiner Führung 2010 erstmals ins Parlament einziehen. Bei den Wahlen vier Jahre später schafften die Rechtspopulisten 13 Prozentpunkte und wurde damit drittstärkste Kraft.

Die Partei, die aus der rechtsextremistischen Gruppierung "Schweden soll schwedisch bleiben" hervorgegangen ist, konnte während der Flüchtlingskrise vergangenes Jahr weiter an Zustimmung gewinnen und liegt aktuellen Umfragen zufolge derzeit zwischen 15 und 25 Prozent. Manche Umfragen sehen die "Schwedendemokraten" sogar an erster Stelle. Alle demokratischen Parteien haben jedoch angekündigt, nicht mit den Rechtspopulisten koalieren zu wollen.

"Schwedendemokraten" warnen vor "Homo-Lobby"

Bei LGBTI-Rechten zeigen sich die "Schwedendemokraten" kompromisslos: So beklagen sie einen angeblich zu großen Einfluss der "Homo-Lobby". Politiker der Partei werben außerdem für die Einführung eines Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" nach russischem Vorbild. Åkesson selbst erklärte im Vorfeld des Stockholmer CSDs, dass man wegen "obszönen Elementen, Nacktheit und allgemeiner Sexualisierung" nicht teilnehmen wolle. (dk)



#1 Patroklos
  • 05.12.2016, 15:22h
  • Jimmie Åkesson = fleischgewordene Mainfestation der Redensart "Biedermann und die Brandstifter"!
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#2 la_passanteAnonym
#3 panzernashorn
  • 05.12.2016, 23:10h
  • Der dachte wohl: "So wie Andere in einen Zoo gehen, gehe ich mal in einen Gay-Club"

    Amüsieren sollte sich ein derartiger Schnösel besser woanders und nicht auf Kosten anständiger Menschen.

    Daher ist es nur folgerichtig, dass man ihm gezeigt hat, wo der Ausgang ist.
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#4 stromboliProfil