Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27735

Kein Chance auf "Heilung": Protestschild "Born This Way" bei einer Pride-Parade in Florida (Bild: Mike Smith)

Der Jugendhilfeausschuss von Mansfeld-Südharz hat einstimmig beschlossen, ein zweites Ausschluss-Verfahren gegen den Verein Leo zu prüfen.

Der Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt will den Verein Leo (Gesellschaft für Lebensorientierung), der sich für eine "Heilung" von Lesben und Schwulen ausspricht, weiterhin nicht als freien Träger der Jugendhilfe akzeptieren. Der Jugendhilfeausschuss beschloss am Montag einstimmig, zwar keine Berufung gegen ein anderslautendes Gerichtsurteil einzulegen, aber einen erneuten Ausschluss zu prüfen.

Das Verwaltungsgericht Halle hatte im September die erste Aberkennung aus dem Jahr 2014 für nichtig erklärt. Der Jugendhilfeausschuss habe nicht ausreichend nachgewiesen, dass die bekannte Haltung des Leo-Vorsitzenden Bernhard Ritter zur "Heilung" von Homosexualität in den Angeboten des Vereins eine zentrale Rolle spiele (queer.de berichtete).

Homosexualität als kurierbares "psychisches Problem"

Ritter, ein Pfarrer und ehemaliger Landtagsabgeordneter der CDU, hatte in den vergangenen Jahren wiederholt öffentlich für eine "Therapie" von unerwünschtem Schwul- oder Lesbischsein geworben. Der Verein hatte aber auch selbst in Seminaren Homosexualität als ein angeblich kurierbares "psychisches Problem" dargestellt (queer.de berichtete).

"Ich persönlich bin sehr wohl der Meinung, dass der Vorsitzende eine prägende Wirkung hat", sagte die Jugendhilfeausschuss-Vorsitzende Christine Kümmel (Die Linke) gegenüber Radio Corax. Die Rechtsabteilung des Landkreises werde nun weitere Nachforschungen anstellen, um einen neuen Ausschluss-Antrag vorzubereiten. "Wir dürfen es jetzt nicht wieder versäumen, vorher unsere Hausaufgaben richtig zu machen", erklärte Ausschussmitglied Stefan Müller vom Christlichen Jugenddorf Sangerhausen laut "Mitteldeutscher Zeitung".

Die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses ist ein Erfolg für den schwulen Journalisten Markus Kowalski, der in der vergangenen Woche das Blog "Leo Watch" veröffentlicht hatte. Mit neuen Recherchen machte er darauf aufmerksam, dass der Verein sogar noch viel stärker für Homo-"Heilung" geworben hat als bisher bekannt. So führe der stellvertretende Vorsitzende von Leo e.V. Stephan Brücker sogar selbst sogenannte Konversiontherapien in seiner Dresdner Arztpraxis durch. (mize)



#1 AlexAnonym
  • 06.12.2016, 15:19h

  • Traurig genug, dass man sich überhaupt gegen sowas wehren muss und dass solche Vereine, die mit brandgefährlichen Gehirnwäsche-Therapien zu tun haben, nicht verboten werden. Wie in anderen Staaten auch.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LorenProfil
#3 RobinAnonym
  • 06.12.2016, 17:20h
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Weil solche Therapien schwerste psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursachen, haben Grüne und Linkspartei schon mehrfach Anträge gestellt, dieses menschenverachtende Treiben religiöser Fanatiker zu verbieten. Wie z.B. in manchen Teilen der USA oder jetzt auch in Malta geschehen.

    Aber leider lehnen Union und SPD das immer wieder ab.

    Warum sie wegsehen, was Jugendlichen angetan wird, können weder Union noch SPD erklären.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LinusAnonym
  • 06.12.2016, 17:43h
  • Es ist skandalös, dass die Politik solche Fanatiker gewähren lässt.

    Solche Marionetten der Religiotie sollten kein Land regieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Robby69
  • 06.12.2016, 17:45h
  • Sofortiges weltweites Verbot dieser Scheiß-Homo-Heiler und ihrer perversen Praktiken! -
    Das, was diese selbsternannten "Heiler" betreiben, ist keine "Hilfe" - sondern das ist vorsätzliche Körperverletzung!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 RalfAnonym
  • 06.12.2016, 18:24h
  • Es ist gut und erfreulich, dass da und dort Kommunalpolitiker handeln, wenn die Bundesregierung und der Bundestag versagen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Patroklos
#8 Pascal GoskerAnonym
  • 06.12.2016, 22:01h
  • "So führe der stellvertretende Vorsitzende von Leo e.V. Stephan Brücker sogar selbst sogenannte Konversiontherapien in seiner Dresdner Arztpraxis durch."

    Solchen Scharlatanen, die erwiesenermaßen ihren Patienten schaden, sollte man sofort ihre Zulassung entziehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Pascal GoskerAnonym
  • 06.12.2016, 22:12h
  • Antwort auf #7 von Patroklos
  • Dasselbe haben wir Dir schon tausendmal erklärt:

    die Union hat keine absolute Mehrheit im Bundestag. Die können also nur dann was erreichen, wenn jemand anderes ihnen die Mehrheit dafür verschafft.

    Und das ist der Koalitionspartner SPD.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 easykeyProfil
  • 06.12.2016, 22:20hLudwigsburg
  • ...und es ist interessant, dass ein solcher "Verein" mit über 170.000,- (!) offiziell aus der Staatskasse gefördert wurde (das ist zumindest die Summe, die sich im Netz offiziell recherchieren läßt).
    Es bleibt zu bemängeln, dass bei der Bewilligung solcher Gelder einfach nicht genau hingeschaut wird und den Kirchen das Geld einfach blanko in den Arsch gesteckt wird.....und diesen Schuh, bevor es wieder zu "ja, aber die XXX-Partei hat das gemacht, oder doch die YYY-Partei..."-Diskussionen kommt, können sich alle Landesregierungen usw. anziehen.
  • Antworten » | Direktlink »