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Max und Enrico bringen die Domplatte zum Beben. Bild: anyway

Öffentliche Heiratsanträge sind keine Seltenheit. Aber was passiert, wenn sich zwei schwule Männer in der Öffentlichkeit verloben?

"Entschuldigung, könnt ihr kurz ein Video von uns machen?" Dieser Satz von Lockvogel Max bringt Kölner Passanten dazu, kurz innezuhalten. Dass sie für ein Video-Experiment unvorbereitet Zeugen einer schwulen Verlobung werden sollen, ahnen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch Lockvogel Enrico gibt sich völlig ahnungslos und tut ganz überrascht, als Max vor ihm auf die Knie fällt. Das ganze findet nicht irgendwo statt, sondern direkt vor dem Kölner Dom. Verwunderung, Erstaunen, verdutzte Gesichter, aber auch große Freude – so lassen sich die Reaktionen zusammenfassen. Das entsprechende Video ist nun auf Youtube erschienen:

Die Idee für das Video hatte Enrico aus dem queeren Jugendzentrum anyway in Köln. "Ich habe mich oft gefragt, wie tolerant Köln wirklich ist. Wie würden die Menschen darauf reagieren, wenn etwas gewohntes plötzlich neu und anders wird?", meint der 19-Jährige. Die Reaktionen waren überwiegend positiv, nur eine negative Bemerkung begegnete dem jungen Filmteam. "Beim Dreh hat jemand im Hintergrund 'gay' gerufen. Das war mehr Beleidigung als positive Zustimmung. Außerdem hat sich ein älteres Pärchen gegen die Öffnung der Ehe für alle ausgesprochen", sagt Enrico. Für ihn und die anderen Jugendlichen wird es nicht das letzte soziale Experiment sein, das sie im Rahmen des Youtube-Projektes anyway.tv durchführen.

Das Redaktionsteam trifft sich jeden Montag von 17 bis 22 Uhr zum kreativen Austausch, Videoschneiden und Filmen im anyway (Kamekestraße 14, Haltestelle Friesenplatz). Interessierte Jugendliche mit oder ohne Filmerfahrungen sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Mehr Informationen gibt es unter anyway-koeln.de oder auf der dazugehörigen Facebook-Seite. (cw/pm)



#1 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 06.12.2016, 14:58h
  • Nur falls es inzwischen in Vergessenheit geraten sein sollte:

    Wir dürfen in diesem Land immer noch nicht "heiraten".
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#2 DasKleineIchBinIchAnonym
  • 06.12.2016, 16:22h

  • Die ältere Dame am Ende des Videos zur Frage, ob Deutschland bei der Homo-Ehe rückschrittig ist: "Ich für mich kann's mir nicht vorstellen."

    Ist es so schwer, einen Transfer hinzubekommen, ohne sich selbst bildhaft vor dem Standesbeamten als Hetero-Frau mit einer Lesbe zu sehen? Wieso beziehen die Menschen Fragen immer nur auf sich selbst? Hat ja niemand gefragt, ob sie sich vorstellen kann, ihren Mann zu verlassen und mit 'ner Lesbe durchzubrennen... -.-
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#3 RobinAnonym
#4 Peter GeislerAnonym
  • 09.12.2016, 11:38h
  • Herzlichen Glückwunsch!!!
    Wir sind seit über 42 Jahren zusammen und seit 11 Jahren "verheiratet".
    Wir können und wollen allen "Liebenden" nur raten sich gesetzlich zu binden und gemeinsam das Leben und die Liebe zu genießen und zu leben!
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#5 Homonklin44Profil
  • 10.12.2016, 05:46hTauroa Point
  • Schön zu wissen, dass das in den Cities wohl heute möglich ist, ohne Niedermache und evtl. Angriffe zu erleben.

    Wenn das auch in einem Kaff in Bayern oder Sachsen, Ba-Wü geht, dann sind wir in einer respektabel freien Welt angekommen.
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#6 Thomas08Anonym
#7 Planet ErdeAnonym
  • 16.12.2016, 12:30h
  • In anderen demokratischen Ländern, ohne deutsche Geschichte und Auslöschungs-/Vernichtungstradition, schon lange selbstverständlich, auch in den Massenmedien. Und zwar mit gleichen Rechten.
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#8 stromboliProfil
  • 28.12.2016, 07:28hberlin
  • witzige und für jugendliche wichtige aktion!
    Zudem ist mit dem "domplatz" der richtige ort gewählt um pride-selbstbewusstsein und erhaltungswille zu zeigen.

    Mehr von solchen aktionen auf den verschiedensten ebenen..
    z.b. an orten, die mittlerweile als no go areale verschrien sind.
    Also am alex in berlin z.b. , in u-bahnhöfen oder in einer kirche ;-P !
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