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Osnabrück Einen neuen Umgang mit Schwulen und Lesben sucht die katholische Kirche im Bistum Osnabrück. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, hat die Kirche eine Telefonberatung unter dem Titel "homo? phone!" gestartet. An dem Projekt des Diözesanen Arbeitskreises Homosexuellenpastoral beteiligen sich Seelsorger, Psychotherapeuten, Vertreter aus der Pastoral- und der Bildungsarbeit aber auch Mitarbeiter der Aids-Hilfe und einige Schwule und Lesben. Die Gruppe hat auch einen Ökumenischen Gottesdienst zur Gay-In-May-Reihe entwickelt. Das Telefon ist Dienstags von 20 bis 22 Uhr unter der Nummer (0541) 358 68-22 zu erreichen. (nb)



#1 GottfriedAnonym
  • 06.05.2005, 17:47h
  • Hallo, bin gespannt, wie dieser Artikel hier kommentiert werden wird ...

    Ich finde es gut, das ein Bistum erste Schritte zur Annäherung unternimmt, die anscheinend nichts mit dem von Rom propagierten "Mitleid" zu tun haben. Das erinnert mich an "Kirche von unten"und gibt mir Hoffnung, eines Tages meinen Platz auch - wieder - in der katholischen Kirche zu finden! Hoffentlich finden sich dort engagierte Schwule und Lesben, die dieses Projekt auch am Leben erhalten. Mich würde es freuen ... und bitte die Redakteure, das Projekt auch mit Berichten hier positiv zu begleiten.

    Viel Erfolg für alle Beteiligten.
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#2 AndiAnonym
  • 06.05.2005, 19:28h
  • Deine Aussage kann ich nur unterstreichen. Ich habe meinen Glauben zwar noch nicht gefunden, aber ich tendiere eher in die Richtung, dass ich nicht an Gott und erst Recht nicht an die Kirche glaube. Das hat allerdings nichts mit meinem Schwul-Sein zu tun (...).
    Trotzdem freue ich mich, dass sich wenigstens ein klein bisschen in der kath. Kirche tut. Auch wenn das jetzt nicht den großen Stein nach oben ins Rollen bringen wird. Ich hoffe, dass das Konzept ankommt und vielleicht auch weitere Gemeinden einen solchen Weg in Betracht zu ziehen...
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#3 JuliaAnonym
#4 bajuvarAnonym
#5 gerdAnonym
  • 09.05.2005, 12:31h
  • Es kommt drauf an, wie das Telefongespräch in Osnabrück gemeint ist; wenn es sich um eine Seelsorge handelt, die aus Mitleid erfolgt (der Mensch wird geliebt, aber Homosexualität ist sündhaft)..so kann ich getrost auf solch eine Doppelmoral der Kirchenleitung verzichten.

    Wenn es der erste Schritt sein soll, der in der katholischen Kirchenleitung verdeutlichen soll, dass man sich von der katholischen, verkorksten Haltung des sündhaften Fehlverhalten verabschieden will, so ist die Entwicklung in Osnabrück positiv zu sehen.

    Denn eines ist uns allen doch klar...wer macht uns am meisten Stress und hackt auf uns rum: das ist die katholische Kirchenleitung. Diese unterscheidet sich in der theologischen Bewertung partnerschaftlicher Homosexualität extrem von der heutigen Haltung der evangelischen Kirchenleitung der EKD(siehe Grundsatzschriftsätze "Mit Spannungen leben" und "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken"). Ich kenne einige homosexuelle Menschen, die den Weg zurück zur evangelischen Kirche gefunden haben; das kann ich im Verhältnis zur katholischen Kirche nicht bestätigen...dort kenne ich nur zahlreiche Austritte von homosexuellen Menschen.

    Daher hauptsächlich geht es also darum, dass endlich die katholische Kirchenleitung ihre Position verändert.
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#6 BenediktAnonym
  • 09.05.2005, 22:53h
  • Na wunderbar, bleibt nur noch zu fragen, wer von der Hotline offen schwul ist und hierfür auch Unterstützung erfährt. Vielleicht ist hiervon keiner schwul und jeder möchte mal peep anlegen und auflegen. Vielleicht sind hiervon alle schwul und lüften jetzt mal ein wenig die Röcke. Na und, wenn's schöööan macht und gute PR bringt!?
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#7 HerbertAnonym
  • 11.05.2005, 00:12h
  • dazu hab ich nene netten kleinen Witz:

    Der Papst stirbt und kommt an die Himmelstür. Petrus begrüßt ihn und
    fragt nach seinem Namen.
    "Ich bin der Papst!"
    "Papst, Papst", murmelt Petrus.
    "Tut mir leid, ich habe niemanden mit diesem Namen in meinem Buch."
    "Aber... ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden!"
    "Gott hat einen Stellvertreter auf Erden?", sagt Petrus verblüfft.
    "Komisch, hat er mir gar nichts von gesagt..."
    Der Papst läuft krebsrot an. "Ich bin das Oberhaupt der Katholischen
    Kirche!"
    "Katholische Kirche... nie gehört", sagt Petrus.
    "Aber warte mal nen Moment, ich frag den Chef."
    Er geht nach hinten in den Himmel und sagt zu Gott:
    "Du, da ist einer, der sagt, er sei dein Stellvertreter
    auf Erden. Er heißt Papst. Sagt dir das was?"
    "Nee", sagt Gott. "Kenn ich nicht. Weiß ich nichts von. Aber warte mal,
    ich frag Jesus. Jeeesus!"
    Jesus kommt angerannt. "Ja, Vater, was gibts?"
    Gott und Petrus erklären ihm die Situation.
    "Moment", sagt Jesus, "ich guck mir den mal an. Bin gleich zurück."
    Zehn Minuten später ist er wieder da, Tränen lachend.
    "Ich fass es nicht", japst er.
    "Erinnert ihr euch an den kleinen Fischerverein, den ich
    vor 2000 Jahren gegründet habe? Den gibts immer noch!"
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