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An Sachsens Schulen sollen Lehrer künftig mehr Rücksicht auf LGBTI-Jugendliche nehmen (Bild: John Morgan / flickr)

Der neue LGBTI-freundliche Orientierungsrahmen für sächsische Schulen findet viel Lob – die Rechtspopulisten lehnen ihn als "sexuelle Umerziehung" ab.

Das CDU-geführte Dresdner Kultusministerium hat vor wenigen Tagen den nach zehn Jahren erstmals überarbeiteten "Orientierungsrahmen für die Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen" (PDF) veröffentlicht. Darin ist erstmals vorgesehen, dass fächerübergreifend auch LGBTI-Fragen berücksichtigt werden kann.

In dem Papier heißt es, dass bei Gesprächen über die Geschlechter Rücksicht auf Kinder und Jugendliche zu nehmen sei, "die aktuell oder in Zukunft durch Homo- oder Bisexualität, Intersexualität, Transgender oder Transsexualität eine Orientierung bzw. einen Lebensstil jenseits heterosexueller Normen leben bzw. leben werden."

Unter den demokratischen Parteien finden die neuen Leitlinien viel Zustimmung. So erklärte CDU-Landesgeneralsekretär Michael Kretschmer gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass Kultusministerin Brunhild Kurth mit dem Orientierungsrahmen "einen erfreulich selbstverständlichen Zugang" zum Thema Aufklärung und Sexualkunde gefunden habe. Ein Sprecher des Kultusministeriums betonte, an sächsischen Schulen solle vermittelt werden, "dass heute durchaus auch gleichgeschlechtliche Partner Kinder erziehen".

Grüne, Linke und LSVD loben Orientierungsrahmen

Auch die Opposition zeigt sich voll des Lobes: So biete der neue Orientierungsrahmen "gute Ansätze für eine zeitgemäße Familien- und Sexualerziehung", erklärte Sarah Buddeberg, die queerpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Petra Zais von den Grünen nannte die Aktualisierung des Papiers einen "wichtigen Schritt".

Der Lesben- und Schwulenverband in Sachsen begrüßte ebenfalls den neuen Orientierungsrahmen. "Die neue Richtlinie trägt dem gesellschaftlichen und gesetzlichen Wandel Rechnung, erweitert den Familienbegriff und bezieht endlich auch Regenbogenfamilien mit ein", erklärte LSVD-Sprecher Tom Haus am Mittwoch. Damit würde in der Schule auch "Präventionsarbeit gegen sexuelle Gewalt" geleistet. Allerdings forderte Haus die schwarz-rote Landesregierung auf, "endlich auch den nächsten Schritt zu tun und dafür Sorge zu tragen, dass sexuelle und geschlechtliche Vielfalt verbindlich in die Schul- und Lehramtsbildung integriert wird". Man brauche auch in Sachsen einen "verbindlichen Rahmenlehrplan mit konkreten Zielvorgaben".

Einzig die rechtspopulistische AfD kritisierte die Erwähnung von LGBTI an sächsischen Schulen. "Wie bereits auf vielen anderen Politikfeldern wirft nun auch die sächsische CDU die letzten Reste konservativer Politik über den Haufen", schimpfte die AfD-Bildungspolitikerin Andrea Kersten. Mit der "Implementierung des sogenannten 'sozialen Geschlechts'" nehme die Union "die Position linksgrüner Gender-Ideologen" an. Die Landtagsabgeordnete sprach in diesem Zusammenhang von "sexueller Umerziehung". (dk)



#1 N1989Anonym
  • 07.12.2016, 20:48h

  • Der Plan ist sehr umfassend gestaltet und bietet wunderbar viele Möglichkeiten, diese Themen neutral im Unterricht zu behandeln und Toleranz sowie Respekt zu schaffen. Er könnte lediglich um das Thema Asexualität ergänzt werden. Schließlich nehmen die Dresdner hier eine gewisse Vorreiterrolle ein. Der Plan ist sehr gut gelungen.
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#2 Alice die UnkeAnonym
#3 Patroklos
  • 07.12.2016, 21:11h
  • Merkwürdig, daß sich die CDU in Sachsen darauf einläßt, gehört sie doch zu den konservativsten Landesverbänden dieser Partei!
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#4 üäpölokiuAnonym
#5 Tommy0607Profil
  • 08.12.2016, 11:12hEtzbach
  • Solche Rechtspopulisten sind nie Tolerant .
    Die glauben noch an Adam und Eva:
    Na ja , bei einigen merkt man da die Inzucht!
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#6 ThanedAnonym
  • 09.12.2016, 04:29h

  • Hoffe sehr, das die AFD ,die "Schande fuer Deutschland" bald weg ist. Nun koennen die sich auf von Beverfoerde freuen.
    Denke mal, wenn die AFD in Deutschland unterzugehen droht, dann bekommt sie bestimmt Asyl in Russland.
    L O L
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