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Brücke über die Prinsengracht: Fahrrad und Kanalboot sind die besten Verkehrsmittel, um Amsterdam zu entdecken (Bild: stephenrwalli / flickr)

Ob wegen der Drag Kings an den Hartjesdagen oder dem neuen Aidsmonument – die niederländische Grachtenstadt ist immer eine Reise wert.

Von Karsten Schultz

Für Schwule und Lesben gehört Amsterdam seit vielen Jahrzehnten zu den attraktivsten Städten Europas. Hier wurde das erste Homomonument der Welt errichtet und die allererste gleichgeschlechtliche Ehe geschlossen.

Auch wenn viele Metropolen aufgeholt haben und auch Amsterdam nicht frei von Konflikten ist – noch heute gibt es nirgendwo sonst pro Quadratmeter so viele queere Attraktionen wie im Zentrum der Grachentenstadt.

Im Folgenden empfehlen wir drei Events, die einen guten Anlass für einen Besuch Amsterdams darstellen, sowie – weil wir ja nicht nur Feiern wollen – zwei einzigartige Gedenkorte, die man keinesfalls verpassen sollte.

1. Homomonument – seit fast 30 Jahren ein Anker der Hoffnung

Im kommenden Jahr wird das Homomonument auf dem Westermarkt in Amsterdam 30 Jahre alt. Es ist das allererste Denkmal der Welt, das Lesben und Schwulen gewidmet ist.

Das Homomonument wurde 1987 eingeweiht und besteht aus drei pinkfarbenen Dreiecken, die zusammen wiederum ein großes pinkfarbenes Dreieck bilden. Das Monument wurde zum Gedenken an die Opfer der Homosexuellenverfolgung errichtet, aber auch zur Feier der Freiheit und um auf die Situation von LGBT überall in der Welt aufmerksam zu machen. Ein heute selbstverständlicher Anker der Hoffnung, mitten in der Stadt.

2. Koningsdag – eine queere Party in Orange

Früher reisten queere Menschen am 30. April zum Königinnentag nach Amsterdam, seit 2014 schon drei Tage früher am 27. April zum Königstag. Es handelt sich zwar nicht offiziell um ein LGBT-Event, aber wenn man an diesem Tag in der Amsterdamer Innenstadt unterwegs ist, könnte man das durchaus meinen.

Am Königstag ist die Stadt von Kopf bis Fuß auf die Farbe Orange eingestellt, bis hin zu passenden Outfits für die Haustiere. Amsterdam wird zu einem leuchtenden Farbenmeer zu Ehren der niederländischen Königsfamilie. Besonders ausgelassen gefeiert wird an der Reguliersdwarsstraat, entlang der Amstel zwischen dem Muntplein und dem Waterlooplein, und auf dem Westermarkt beim Homomonument, aber auch an der Warmoesstraat und auf dem Zeedijk.

3. Amsterdam Gay Pride – Boote statt Trucks

Der Amsterdam Gay Pride, der traditionell am ersten August-Wochenende stattfindet, ist nicht nur das größte queere Event der Niederlande, sondern überhaupt das größte Festival der Stadt. Dass die Parade auf dem Wasser stattfindet, macht diesen CSD weltweit einzigartig.

Rund 80 dekorierte Party-Schiffe mit feierfreudigen Teilnehmern und DJs an Bord sind jedes Jahr auf Amsterdams Grachten unterwegs. Es herrscht eine ausgelassene, fröhliche Stimmung, die sich auf über die Hunderttausenden Zuschauer am Ufer der Prinsengracht und der Amstel überträgt. 2017 findet der Canal Pride am 5. August statt.

4. Hartjesdagen – die Parade der Drag Kings und Drag Queens



Am dritten Montag im August werden auf dem Zeedijk jedes Jahr die traditionellen Hartjesdagen gefeiert. Ein farbenfrohes und ausgelassenes Straßenfest, bei dem sich seit jeher Männer als Frauen und Frauen als Männer verkleiden. Höhepunkt des Festes ist die Wahl des Hartje (Herz) und der Queen des Zeedijks.

Der Ursprung der Hartjesdagen liegt im Mittelalter, wo es als ein Fest der Freiheit und Freude begangen wurde. Damals zogen Mädchen sich Matrosenkleidung und Jungen sich Kleider an. Zu dem Event, das traditionell viele Schwule und Lesben besuchen, gehört auch Straßentheater, ein Singfestival und andere musikalische Überraschungen.

5. Aidsmonument – Zählen bis zum Ende von Aids

Amsterdams neueste Attraktion, das beeindruckende Aidsmonument in Form eines sieben Meter hohen Rechenschiebers, wurde erst am 1. Dezember zum Welt-Aids-Tag eingeweiht. Die vom französischen Künstler Jean-Michel Othoniel entworfene Installation "Living by Numbers" soll sowohl an die verstorbenen Opfer der Immunschwächekrankheit erinnern als auch denjenigen Mut machen, die heute mit dem Virus leben.

Das Monument, das die Tage bis zum Sieg über das HI-Virus zählt, befindet sich am belebten Kanalufer am Oosterdokseiland zwischen Hauptbahnhof und Muziekgebouw. Die aufgereihten roten Muranoglaskugeln leuchten im Sonnenlicht.

Hinkommen

Der Flug ans Reiseziel ist ebenso wichtig wie die Reise selbst. Daher ist es KLM sehr wichtig, dass die Reise so angenehm und komfortabel wie möglich ist – und das zum günstigen Preis bereits ab 89 €. Ab zehn deutschen Flughäfen geht es bis zu sechsmal täglich nach Amsterdam-Schiphol. Weitere Informationen, Onlinebuchung und Sonderaktionen auf www.klm.de.


#1 Ex-DeutscherAnonym
  • 08.12.2016, 11:37h
  • Ja, auch ich kann Amsterdam empfehlen. Waren zuletzt mit unserem Freund aus dem Saarland da.

    Ist auch gut hinzukommen, jedoch empfehle ich außerhalb der Innenstadt zu parken und mit dem ÖPNV in die Stadt zu fahren. Es gibt da Angebote, einen Tag Parken für 1, zzgl. 5 für alle öffentlichen Verkehrsmittel für zwei Personen.

    Wir haben zuletzt am Stadion geparkt.
    www.parkeren-amsterdam.com/pr-olympisch-stadion

    Ansonsten ist ganz wichtig der Hinweis sich nicht nur auf der Autobahn unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten! Auch für Nicht Niederländer gilt; 40km/h zu viel = Führerscheinentzug.

    Ich empfehle die gut sortierte Boekhandeling Vrolijk
    www.vrolijk.nu
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#2 UebersetzungAnonym
#3 andreAnonym
  • 08.12.2016, 13:00h
  • iT, Exit, Cockring, Roxy, wow das waren Zeiten. Gibts leider alles nicht mehr. Aber man ist auch, altersmäßig, rausgewachsen. Schön immer mal wieder daran zu denken.
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#4 EHkaAnonym
  • 08.12.2016, 13:04h

  • Ich war im Sommer in Amsterdam bzw. Niederlandem und ich war erschrocken wie rückständig Deutschland dagegen ist.

    Alles ist modern und fortschrittlich in den Niederlanden und für alles gibt es Automaten, Roboter oder Computer-Syteme. Ein richtig fortschrittliches High-Tech-Land. Amsterdam ist auch sauberer als zB Berlin. Und es waren auch keine Bettler, anders als in Berlin. Und wenn man sich die niederländischen Gesetze und Strukturen ansieht, merkt man auch das Niederlanden zu religiösen Deutschland locker 30 Jahre voraus ist
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#5 saltgay_nlProfil
  • 08.12.2016, 21:19hZutphen
  • Es leben die Vorurteile. A'dam mag da vielleicht ganz locker daherkommen. Aber ich möchte nicht die Kommentare lesen, wenn einer mal eben im Park an einen Baum pinkelte und dafür 50 Euro Buße bekommen hat. Ebenso gilt das Wegkicken einer Blechdose als Randalieren und ein Bußgeld in Höhe von 90 Euro ist fällig. Besonders pikant sind die abgeschlossenen Bahnhöfe, deren elektronische Türen sich nur mit der richtigen Karte und zum richtigen Betreiber des Zugsystems (NS-Tor, Arriva-Tor) öffnen lassen. Ausländer können daher öfter die Bahn gar nicht benutzen - aber wenn es nach Geert Wilders geht, dem Nachfolger der Nazikollaborateure vom NSB, dann sollen Ausländer eh' nicht in die Niederlande reinkommen.

    Die als Toleranz falsch verstandene Trägheit der niederländischen Mitbürger führte dazu, dass dieses Land durch und durch neoliberal wurde. Die Armut ist zwar deutlich geringer als in Deutschland, aber noch ist kein Ende des Neoliberalismus sichtbar. Kranken- und Rentenversicherung sind privatisiert. Geert Wilders ist wie die AfD für eine weitere Verschärfung der sozialen Spaltung und ist neben seinem Nazi-Gebaren ein Hohepriester des Neoliberalismus.

    Besonders falsch ist es den Einfluss der Sektierer zu unterschätzen. Gerade die Calvinisten aus dem Bibelgürtel (Zwolle-Nunspeet-Ede-Wageningen) haben das Land fest im Griff. In einigen Orten gibt es Fluchverbote. Vor einigen Wochen gab es die Eingabe der "Christlichen" an den Gemeinderat in Ede, dass sonntags doch die Parkgebühren am Krankenhaus abgeschafft werden sollen. Schließlich habe Gott persönlich verboten, dass die wahren Christen sonntags mit Geld umgehen. So wäre es ihnen nicht möglich mit dem Auto einen Verwandten oder Bekannten im Krankenhaus am Sonntag zu besuchen.

    Also so fortschrittlich sind die Niederlande auch nicht. Das ist sehr unterschiedlich. Ferner haben sie ein völlig unterentwickeltes Gefühl für Datenschutz. Es kann also passieren,. dass die Polizei auf die Idee kommt jemand zu untersuchen, wenn der Bürgermeister dies zur Gefahrenabwehr angeordnet hat. Da werden auf der Autobahn Autos angehalten, Taschen durchsucht um mögliche Einbrecher zu schnappen. Ebenso wie die berüchtigten Tore an den Bahnhöfen, die angeblich Schwarzfahrer abhalten sollen. Es sind dabei schon Menschen zu Schaden gekommen, aber die NS (Nederlandse Spoorwegen) hat die Geschädigten dazu verdonnert Stillschweigen zu bewahren, weil man den Unmut der Bevölkerung fürchtet, bis überall diese Tore die Reisenden aus- oder einsperren. Ach ja und Zugtoiletten wurden auch abgeschafft. Ist zu teuer und man braucht mehr Raum für Fahrgäste. Also, als Reisender dran denken: "wildes Pinkeln (wildplassen) ist verboten und wird bestraft. Hou Zee!
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#6 Ex-DeutscherAnonym
  • 09.12.2016, 05:53h
  • Antwort auf #2 von Uebersetzung
  • Also ich denke mal, das da jeder, der ein wenig Verstand hat, selbst drauf kommt.

    Denn wenn man schon ein anderes Land besucht sollte man zumindest etwas die Sprache, die dort gesprochen wird, beherrschen.

    Denn nicht alle Niederländer sprechen deutsch oder sind Willens, Deutsch zu sprechen. Vor allem dann, wenn deutsche mit ihrer Herrenmenschenmentalität daher kommen.
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#7 Ex-DeutscherAnonym
  • 09.12.2016, 06:05h
  • Antwort auf #4 von EHka
  • Bettler? Oder Obdachlose?

    Obdachlose gibt es schon, nur (noch) nicht so offensichtlich. Denn bei explodierenden Mieten insbesondere in den Ballungsgebieten fällt es vielen Menschen schwer sich weiterhin Wohnraum zu leisten. Wir wohnen noch Günstig, im Grenzgebiet zwischen NL & D.

    Aber in Amsterdam/Rotterdam/Haarlem bezahlst Du für ein Apartment mit 20m² mal eben 1500 Euro kalt im Monat. Wenn Du dann einen schlecht bezahlten Job hast - denn trotz Mindestlohn gibt es genug Schwarze Schafe, die die Menschen massiv ausbeuten - kannst Du dir das eben nicht leisten.

    Die anderen Dinge, wie zum Beispiel mal eben gegen die Wand pissen hat Saltgay bereits treffend beschrieben.

    Hinzu kommt, das es in vielen Städten unter Strafandrohung verboten ist, sich auf der Bank im Park ein Bier zu trinken. Und Cruising ist auch schwierig geworden, denn einem Herrn Geert Wilders, der sich gern Homofreundlich gibt, in Wahrheit aber ein blondierter Faschist ist, passt das nicht und er würde es am liebsten verbieten.

    Vielleicht solltet ihr mal die Kommentare in de Gelderlander
    www.gelderlander.nl
    lesen, um mal zu sehen, wie weit nach Rechts das Land abdriftet.

    High Tech Land ohne Datenschutz, mit OV-Chipkart für den ÖPNV, wo ganz genau nachzuvollziehen ist wer wann wo gefahren ist. 1984 lässt Grüßen.

    Es gibt auch Situationen, da wird dann kurzerhand die Autobahn dicht gemacht, um ein paar Diebe zu schnappen. Dann wird verdachtsunabhängig JEDES Auto durchsucht.

    Und zum Thema Religion: In den Niederlanden ist selbst die Sekte Scientology als Kirche anerkannt. Leider. Dagegen gibt es Bestrebungen, die Verfassungsmäßig garantierte Ausübung der Religion bei Muslimen massiv einzuschränken.
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#8 andreAnonym
  • 09.12.2016, 06:52h
  • Antwort auf #4 von EHka
  • Die Bettler sitzen dort, wo Du vermutlich, als Touri, nicht warst, nämlich direkt an den Eingängen der Supermärkte. Am "Albert Heijn" Nieuwezijds Voorburgwal, Nähe Dam,zeitweise jede Menge.
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#9 FredinbkkProfil
  • 09.12.2016, 08:58hBangkok
  • Antwort auf #5 von saltgay_nl
  • aber wenn es nach Geert Wilders geht, dem Nachfolger der Nazikollaborateure vom NSB, dann sollen Ausländer eh'.....

    der Satz laesst mich nachdenken:

    Hier in Bangkok-Centrum kostet eine weggeworfene Zigarettenkippe :

    Fuer Thaibuerger meist 200 bis max.400 TB (5-10 Euro)

    Fuer Auslaender aber 2000 TB ,sprich 50 EURO

    Die meisten Touristen wissen von dieser Bestimmung rein garnichts....

    Liebe Gruesse aus dem Land des Laechelns..
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#10 Patroklos