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Das Bild stammt aus dem Porno-Film "Pennace", in dem sich die Priester nicht an die Richtlinien halten (Bild: Bulldog)

Trotz der warmen Worte von Papst Franziskus will die katholische Kirche weiter in Priesterseminaren gegen Männer durchgreifen, die eine "homosexuelle Kultur" unterstützten.

Die katholische Kirche hat am Mittwoch neue Richtlinien für die Priesterausbildung veröffentlicht, in denen selbst nicht ausgelebte Homosexualität als Ausschlussgrund genannt wird. Das Dokument mit dem blumigen Titel "Das Geschenk der Berufung zum Priestertum" (PDF) war von der vatikanischen Zentralbehörde "Kongregation für den Klerus" verfasst und von Papst Franziskus abgesegnet worden.

Im Kapitel "Kriterien und Normen" heißt es, dass die Kirche "auch unter Hinzuziehung von Medizin und Psychologie" die Eignung von zukünftigen Priestern prüfen dürfe. Gleich nach den Themenbereichen "physische Gesundheit" und "psychische Gesundheit" wird das Thema "Personen mit homosexuellen Tendenzen" behandelt. Erst danach wird über "Schutz der Minderjährigen" gesprochen.

In den Richtlinien wird ein Papier zu homosexuellen Priestern aus dem Jahr 2005 zitiert, nach dem diejenigen nicht für das Priesteramt zugelassen werden könnten, "die Homosexualität praktizieren, homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte 'homosexuelle Kultur' unterstützen". Die Begründung: Diese Menschen könnten "keine korrekte[n] Beziehungen zu Männern und Frauen" aufbauen.

Nur "geheilte" Priester willkommen

Der Vatikan beharrt darauf, dass in manchen Fällen Homosexualität wieder verschwinden könne: In dem Dokument heißt es, dass die Kirche nur bei denjenigen Seminaristen ein Auge zudrücken werde, bei denen Homosexualität "bloß Ausdruck eines vorübergehenden Problems" sei, etwa eine "noch nicht abgeschlossene Adoleszenz". Diese gleichgeschlechtlichen Tendenzen müssten bei der Weihe mindestens seit drei Jahren überwunden sein.

Von schwulen Seminaristen erwartet die Kirche außerdem, sich zu outen. Sie sollten "eventuelle Zweifel oder Schwierigkeiten in diesem Bereich" offen legen, heißt es in dem Papier.

"Das Dokument ist eine große Enttäuschung"

Nach der Veröffentlichung kritisierte die amerikanische LGBTI-Katholikenorganisation DignityUSA umgehend die Richtlinien: "Das Dokument ist eine große Enttäuschung", erklärte DignityUSA-Chefin Marianne Duddy-Burke. Unter Berufung auf die homofreundlicheren Töne des Papstes in den letzten Jahren fragte sie: "Was denkt Franziskus wirklich über LGBTQI-Menschen? Er sendet widersprüchliche Signale aus." Für alle Homosexuellen sei das Dokument ein "Schlag ins Gesicht", weil es sie pauschal zu Bürgern zweiter Klasse mache.

Das Homo-Verbot scheint allerdings bislang wenig Effekt zu haben: So erklärte der Dubliner Erzbischof erst vor wenigen Monaten, dass er keine Nachwuchsgeistlichen mehr an die größte irische Priester-Schule schicken werde, weil dort die schwule Dating-App Grindr zu populär sei (queer.de berichtete). Der ehemalige Seminarist Daniel Bühling erklärte 2013 in einem queer.de-Interview, dass "ausgelebte Homosexualität für einen Großteil der Priesterkandidaten etwas Alltägliches" gewesen sei (queer.de berichtete). (dk)



#1 Tommy0607Profil
  • 08.12.2016, 11:01hEtzbach
  • Schon der ganze Zölibat ist bei dieser Kirche zum abgewöhnen .
    Kein Mensch kann eine Sexualität unterdrücken .
    Und was soll dieses Verbot bewirken?
    Lieber sich an Frauen und Kinder vergreifen ?
    Diese Kirche hat Jesus Worte auch nicht verstanden .
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#2 QueerblickAnonym
  • 08.12.2016, 11:38h
  • Ich hatte einen Traum: " Alle schwulen Priester sind an einem Sonntag in den Streik getreten, um gegen dieses Verbot im Artikel zu protestieren. In unzähligen Pfarreien mussten die Gläubigen auf die Eucharisitiefeier verzichten." Das Verbot nicht Priester werden zu dürfen als Schwuler ist eine Diskriminierung. ich frage mich nur wie es zwei Spätberufene ( Schwul ) in meiner Diözese es schafften trotzdem Priester zu werden. Entweder sie können ein perfektes Doppel-leben vortäuschen; alle Verantwortlichen wissen es und schweigen, oder .......
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#3 ollinaieProfil
  • 08.12.2016, 12:26hSeligenstadt
  • Ganz nebenbeibemerkt gilt das übrigens auch für Trans- und Cisfrauen.

    Das so ein faschistoider Verein nicht schon längst verboten wurde läßt tief blicken.

    Aber die Mainstreampolitiker lassen den Narren ja Narrenfreiheit, nein, die werden sogar noch unberechtigt vergünstigt (kirchl. Arbeitsrecht), zum Schaden einer aufgeklärten Gesellschaft.

    Parteien die sich einen Gottesstaat herbeiwünschen und dies durch Religionsbezüge im Namen verdeutlichen sollten vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

    Übrigens beten auch Volker Beck und Göring-Eckardt mit in der ersten Reihe (siehe Gesetz zur männlichen Genitalverstümmelung).
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#4 Pascal GoskerAnonym
  • 08.12.2016, 12:47h
  • Hat irgendwer von der Katholiban was anderes erwartet?

    Da sind nur Kinderschänder willkommen. Schwule nicht.
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#5 wechselnick2016Anonym
  • 08.12.2016, 14:21h
  • es ist schon ironisch, wenn psychisch kranke, also religioten, versuchen, andere menschen zu pathologisieren.
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#6 johannbAnonym
  • 08.12.2016, 14:28h
  • Kirche und Staat (in Deutschland aber auch im europäischen Recht) gehören getrennt:

    Kirchenstiftungen gehört der Stiftungscharakter entzogen, da diese nicht dem Allgemeinwohl dienen.
    Kirchen sollten keine Kindererziehung mehr übernehmen dürfen (Kitas, Kindergärten, Schulen, Kinderheime), da hier den Kindern falsche Vorstellung des Lebens vermittelt werden (Erschaffung der Erde in ein paar Tagen, Ehe von Mann und Frau mit Kindern sei die Norm, Sex nur zur Kinderproduktion, Vergewaltigung innerhalb der Ehe keine Sünde).
    Kirchen sollten genau so Steuern zahlen müssen, wie alle ehrschaffenden Bürger auch. Steuern auf Gewinne von kirchlichen Stiftungen, Firmen, Krankenhäuser, Altenheime, Bauerhöfen, Pflegeheimen....
    Kirchen sollte die Lehrtätigkeit an Universitäten selbst als Träger bezahlen müssen.
    Die staatlichen Entschädigungszahlungen an die Kirchen gehören beendet, ohne dass daraus noch ein Recht für zusätzlichen Ausgleich abgeleitet wird.
    Der Sonderstatus beim Arbeitsrecht gehört auch bei den Kirchen für nichtig erklärt.

    Das Recht von Religionen gehört auf Artikel 4 im GG beschränkt.
    Alle anderen Sonderrechte sind nicht sinnvoll.
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#7 paoloAnonym
#8 panzernashorn
  • 08.12.2016, 18:05h
  • Wer immer noch versucht, bei diesem lächerlichen Psychopathen-Verein irgendetwas schön zu reden, ist und bleibt ein Traumtänzer.

    Diese marode Bagage ist von Menschlichkeit noch weiter entfernt als die (möglichen) Enden unseres Universums.

    Wer halbwegs bei Verstand ist, hat eigentlich nur eine einzige Alternative: sofern noch Mitglied in diesem mafiösen Verbrecherverein, ist der sofortige Austritt die sinnvollste Möglichkeit, um noch halbwegs in den Spiegel schauen zu können - alles Andere ist Selbstbelügung, Masochismus, hochgradige psychische Störung aufgrund von Gehirnwäsche etc.................

    Diese Volldeppenorganisation müsste dringend verboten sowie deren immenses, oft verbrecherisch erzieltes Vermögen eingezogen werden zum Wohle der Allgemeinheit - man könnte die Welt damit in einen paradiesähnlichen Zustand verwandeln anstatt damit gierige, verlogene Pfaffenbäuche zu füllen......
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#9 GeorgGProfil
  • 08.12.2016, 18:42hBerlin
  • Priesterseminare und Klöster sind tatsächlich voll von homosexuellen/homophilen Männern. (Das Wort "schwul" will ich in diesem Zusammenhang nicht gebrauchen, da dieses Wort Stolz und offenen schwulenpolitischen Aktivismus mit beeinhaltet, was in der katholischen Kirche unmöglich ist.)
    Die wenigen Männer in dieser Kirche, die heterosexuell sind, verlassen angeekelt die Priesterseminare und heiraten.
    Übrig bleiben die Männer, die die Gemeinschaft mit anderen Männern genießen.
    Andererseits: Bestimmte liturgische Handlungen und Gesänge, z.B. die Gregorianik, wirken nur dann, wenn dabei ein leichter Hauch von Homosexualität mitschwingt.
    In einer anglikanischen Gemeinde ist mir das vor einiger Zeit bewusst geworden: Alles Heteros und/oder Frauen, die erwachsenen Assistenten bewegten sich im Altarraum, als wenn sie Gummistiefel an hätten.
    Die Homosexualität ist in der römisch-katholischen Kirche so stark verwurzelt, dass man schwule Männer nicht herausekeln kann. Es geht einfach nicht.
    Gerade habe ich eine CD mit gregorianischen Gesänge eingelegt. Aus den etwas weichen Tönen ist heraus zu hören, dass es jedenfalls keine Heteros sind, die da singen.
    Die katholische Kirche wäre ohne ihre Homophilen ärmer.
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#10 wiking77
  • 08.12.2016, 20:10h
  • es gibt wirklich hervorragende Pornos mit der Thematik Priester. Herausragend finde "Forbidden", Dreiteiler mit dem leckeren Paddy O'Brian. Aber auch "Reverend Daddy" oder "Scandal in the Vatican" mit ganz leckeren jungen Boys als Schweizergardisten oder Priester.

    P.S. katholische Priester tragen eigentlich keine Rosenkranzkette um den Hals auf der Soutane ...
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