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Die AfD darf in vielen Berliner Bezirken mitregieren (Bild: Metropolico.org / flickr)

Ein schwuler Politiker, der angeblich aus Angst vor "orientalischen Männern" in die AfD eingetreten ist, wird nicht Teil der Neuköllner Bezirksverwaltung.

Im Berliner Bezirk Neukölln ist der schwule AfD-Kandidat Bernward Eberenz am Mittwochabend bei der Wahl zum Stadtrat für Umwelt und Grünflächen gescheitert. Im zweiten Wahlgang stimmten nur 17 Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung für den 54-jährigen Kommunalpolitiker, er erhielt jedoch 35 Gegenstimmen.

In Neukölln stünde der AfD – wie in sieben der zwölf Berliner Bezirke – nach dem starken Abschneiden bei den Wahlen im September jeweils einer der fünf Posten in der Proporzregierung zu. Anders als in Spandau oder Reinickendorf, in denen die AfD-Kandidaten bestätigt wurden, gab es in Neukölln erheblichen Widerstand und Proteste gegen die Wahl des Rechtspopulisten. Am Ende war der Widerstand von SPD, CDU, Grünen und Linken ausschlaggebend.

Der amtierende Grünen-Fraktionschef Bernd Szczepanski erklärte nach Angaben der "Berliner Zeitung", dass sich Eberenz als "untypischer Kandidat" vorgestellt habe, der genauso gut in andere Parteien gepasst hätte. So sprach der Lehrer davon, dass er Migranten Deutsch beibringe. Er habe sich für die AfD entschieden, da er als "offen homosexuell Lebender in Neuköllns Straßen oft von orientalischen Männer drangsaliert worden sei", heißt es in dem Bericht der Zeitung.

Gerrit Kringel, der Vorsitzende der christdemokratischen Fraktion, gab zudem an, der Kandidat sei bei der Vorstellung schlecht vorbereitet gewesen. Sein SPD-Amtskollege Martin Hikel erklärte, man könne keinen Kandidaten einer Partei wählen, die sich nicht den Werten der parlamentarischen Demokratie verpflichtet fühle.

Das Bezirksparlament vertagte sich nach der fehlgeschlagenen Wahl auf Januar. Mindestens bis dahin bleibt der Posten des Umweltstadtrats in Neukölln unbesetzt. (cw)



#1 Patroklos
#2 OrthogonalfrontAnonym
  • 09.12.2016, 08:46h

  • "offen homosexuell Lebender in Neuköllns Straßen oft von orientalischen Männer drangsaliert worden sei"

    Kann ich gut nachvollziehen. Nur sein Entschluss daraufhin in die AfD einzutreten ist garantiert keine Lösung. Die AfD betreibt nur Bauerfängerei. Letztendlich wird die AfD (sofern man sie lässt) gegen JEDEN vorgehen, der nicht in deren rechtsradikale Ideologie passt. Und da stehen wir LGBTTIQ ganz oben auf der Liste.
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#3 NickAnonym
#4 Paulus45Anonym
  • 09.12.2016, 22:09h
  • Dafür ist Alice Weidel Spitzenkandidation der AfD für den Bundestag in Baden-Württemberg und wird wohl sicher in den Bundestag einziehen.
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#5 NiedergemeiertAnonym
  • 10.12.2016, 23:57h
  • In Menschen, die mich homophob motiviert attackieren sehe ich gar keine Orientalen, "Volksdeutschen", Polen oder Briten, sondern Homophobe. Was Gewalt betrifft, ist es nunmal so, dass das nach wie vor ein besonderes Problem in prekären "Schichten" ist. Dass Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund in BRD ärmer sind als der Durchschnitt, gilt es zu problematisieren, um gruppenspezifische Präventionsarbeit leisten zu können.
    P.S. Es ist korrekt, dass man es der AfD so schwer wie möglich macht, ihre Neofaschistische Hasspropaganda zu verbreiten. Kein Respekt dem Faschismus.
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#6 TheDad
  • 11.12.2016, 16:27h
  • Antwort auf #5 von Niedergemeiert
  • ""Was Gewalt betrifft, ist es nunmal so, dass das nach wie vor ein besonderes Problem in prekären "Schichten" ist.""..

    Über Gewalt in "anderen sozialen Schichten" wird nur weniger berichtet..
    Sie kommt aber in allen sozialen Schichten im gleichem Ausmaß vor..
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