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Karen Walker (Megan Mullally) trank sich durch acht Staffeln von "Will & Grace" (Bild: NBC)

Die Chancen auf neue Folgen der vor zehn Jahren beendeten Kultserie stünden gut, so die Karen-Darstellerin.

Die US-Schauspielerin Megan Mullally hat in einem Interview mit dem Szeneportal "Pridesource" erklärt, dass es "gute Chancen" für eine Rückkehr der Kultserie "Will & Grace" gebe. Die 58-Jährige verkörperte in acht Staffeln der Sitcom die Rolle der Karen Walker, einer bisexuellen begeisterten Alkoholkonsumentin aus der der Oberschicht.

Auf Gerüchte über eine Neuauflage der vor zehn Jahren zu Ende gegangenen Serie angesprochen, erklärte Mullally: "Alles, was ich sagen kann, ist, dass es gute Chancen darauf gibt." Gleichzeitig schränkte sie ein: "Nichts passiert just in dieser Sekunde. Ich meine, wir proben noch nicht oder so." Mehr könne sie zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sagen.

Im Oktober machten bislang unbestätigte Berichte die Runde, dass Mullally und die anderen Darsteller der Serie, also Eric McCormack als Will, Debra Messing als Grace und Sean Hayes als Jack, mit Produzenten über eine Neuauflage der Sitcom verhandelten (queer.de berichtete). Der US-Sender NBC könne sich demnach eine zehnteilige Miniserie in der Hauptsendezeit vorstellen. Allerdings war auch die Rede davon, dass der Streamingdienst Netflix am Erwerb einer neuen Staffel interessiert sei.

Kurz vor dieser Meldung war erstmals seit dem Ende der Serie eine zehnminütige "Will & Grace"-Webisode mit allen Hauptdarstellern veröffentlicht worden, in der für Hillary Clinton bei der US-Präsidentschaftswahl geworben wurde (queer.de berichtete).

Viel Comedy-Potenzial nach Trump-Sieg

Im Interview sprach Mullally auch hypothetisch darüber, wie eine neue Staffel aussehen könnte. Das Timing sei angesichts der "abscheulichen" Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten besser denn je. "Will & Grace" sei immer eine Sendung gewesen, in der aktuelle politische Ereignisse in Comedy-Form kommentiert worden seien. Sie erinnerte daran, dass bereits in der Staffel 2000/2001 eine gleichgeschlechtliche Ehe Thema gewesen sei. "Das war sehr früh", so Mullally.

Als "Will & Grace" über das Zusammenleben eines schwulen Mannes mit seiner ehemaligen Freundin 1998 erstmals ausgestrahlt wurde, waren schwule oder lesbische Hauptfiguren noch rar im US-Fernsehen. Bis 2006 entstanden 194 Folgen in acht Staffeln, die in Deutschland von Pro Sieben und später Sat.1 ausgestrahlt wurden. Die Serie ist zwar oft kritisiert worden wegen einer zu klischeehaften Darstellung von sexuellen Minderheiten, allerdings zeigen sich viele LGBTI-Aktivisten davon überzeugt, dass "Will & Grace" dazu geführt habe, schwule und lesbische Figuren zu einer Normalität in vielen Serien zu machen.

Als sich Vizepräsident Joe Biden 2012 erstmals für die Öffnung der Ehe aussprach, nannte er "Will & Grace" als Auslöser für veränderte Einstellungen gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren: "Ich denke, dass 'Will & Grace' möglicherweise mehr getan hat, um die Öffentlichkeit zu bilden, als irgend jemand sonst", so Biden damals in einem NBC-Interview. "Die Menschen fürchten sich vor dem, was anders ist." Die Sitcom habe aber der Öffentlichkeit vor Augen geführt, dass Schwule und Lesben auch nur Menschen sind. (dk)

Direktlink | Eine schlagende Szene mit Karen und Jack



#1 Petrillo
  • 09.12.2016, 10:28h
  • Die Kritik an den deutschen Sendern bzw. Inhabern der Rechte sollte gemacht werden, dass die Ausstrahlung in Deutschland zu den beklopptesten Zeiten erfolgte (z.B. um 5:30 früh) und die Folgen /Staffeln z.T. in willkürlichem Durcheinander gesendet wurden. Gerade Pro7 ist dafür berüchtigt...

    Und bis heute gibt es hier nicht alle Staffeln synchronisiert auf DVD.

    In Anbetracht der riesigen Erfolge der Serie im Ausland incl. prominenter Gaststars ist die Kleinhaltung von W+G in Deutschland m.E. durchaus als homophob zu werten.
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#2 Petrillo
  • 09.12.2016, 10:36h
  • Korrektur: die letzten Staffeln sind nun tatsächlich auch in deutscher Synchro auf DVD veröffentlicht worden (im August 2016!).

    Allerdings kostet die Box mit allen acht Staffeln ohne Synchro ca. 40,- Euro, während die deutsche Ausgabe mit acht Einzelboxen mit ca. 144,- Euro zu Buche schlägt!
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