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Rock Hudson wurde in den Achtzigerjahren zum Gesicht von Aids und zum berüchtigsten Homo Hollywoods (Bild: Sammlung Björn Klimek, Köln)

Eine neue Ausstellung beschäftigt sich mit Rock Hudson und der Aids-Krise, außerdem erinnert sie u.a. an die Polittunte Ovo Maltine.

Das Schwule Museum* in Berlin setzt seine Reihe "Tapetenwechsel" fort, bei der neue Schwerpunkte gesetzt und wichtige Sammlungsbestände aus dem Archiv in die Ausstellungsräume verlagert werden. So wird ab Freitag in Kooperation mit dem Kölner Sammler Björn Klimek ein neuer Fokus auf Rock Hudson und die Aids-Krise gelegt.

"Der virile Rock Hudson wurde über Nacht zum berüchtigtsten Homo Hollywoods", heißt es in der Ankündigung der Sonderausstellung. "Liz Taylor und Doris Day setzten sich vehement für ihren Kollegen ein, andere Hollywoodstars folgten ihrem Beispiel. Rock Hudson wurde durch den Presserummel weltweit zum Gesicht von Aids."

Darüber hinaus hat BeV StroganoV für das Schwule Museum* einen "Ovo-Altar" rekonstruiert. "Das Ovo kriegt in Bonn ʻnen Posten – denn wir wählen Christoph Osten" – mit diesem Slogan gewann Ovo Maltine aus dem Stand 534 Stimmen im Wahlkreis Kreuzberg-Schöneberg für die Bundestagswahl 1989. Die Kabarettistin und Tunte starb am 8. Februar 2005 an den Spätfolgen von Aids.

Im Herzen der Ausstellung erinnert zudem eine Wand an die im KZ-Sachsenhausen ermordeten Schwulen. Konterkarierend erzählt das Schwule Museum* von schwulen und lesbischen Karrieren im Dritten Reich und vom Leben im Verborgenen. Nichtzuletzt erinnert die Berliner Institution an Kurt Hiller, der 1922 die Broschüre "§175 – Die Schmach des Jahrhunderts" veröffentlichte. Auch zur Geschichte des "Schwulenparagrafen" gibt es Neues zu sehen. (cw)

Infos zur Ausstellung

Tapetenwechsel 2.0 – Rock Hudson und die AIDS-Krise. Ausstellung vom 9. Dezember 2016 bis 27. März 2017 im Schwulen Museum*, Lützowstraße 73, 10785 Berlin. Öffnungszeiten: So, Mo, Mi, Fr 14-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, Sa 14-19 Uhr, Di geschlossen. Vernissage am 8. Dezember 2016 um 19 Uhr