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Mit diesem (jetzt von uns verpixelten) Foto hatte die Münchner Polizei nach dem mutmaßlichen Gayromeo-Räuber "Marcus" gefahndet (Bild: Polizei München)

Schneller Fahndungserfolg in München: Ein 19-Jähriger soll einen 38-jährigen Schwulen in die Falle gelockt und beraubt haben.

Die erst Ende November gestartete Öffentlichkeitsfahndung der Münchner Polizei war erfolgreich: Wie die Pressestelle am Donnerstag mitteilte, konnte sie am Dienstag einen 19-Jährigen festnehmen, der im Sommer einen 38-Jährigen über Planetromeo (ehemals Gayromeo) in die Falle gelockt und beraubt haben soll.

Der Tatverdächtige hatte auf dem schwulen Datingportal ein Profil unter dem Namen "Marcus" angelegt und lernte dort sein späteres Opfer kennen. Die beiden Männer trafen sich am 1. Juli gegen 23.10 Uhr am Münchner S-Bahnhof Aubing, doch es kam nicht zum Sex. Sie unterhielten sich zunächst, als plötzlich zwei weitere Personen hinzustießen.

Im weiteren Verlauf wurde der 38-Jährige unvermittelt von "Marcus" zu Boden getreten und von den beiden anderen Unbekannten geschlagen. Dabei wurde ihm die Brusttasche mit Geldbeutel und Mobiltelefon heruntergerissen. Die Täter flüchteten anschließend in unbekannte Richtung.

Am Nikolaustag am Arbeitsplatz festgenommen

Aus dem vorangegangenen Chat-Verlauf auf Planetromeo konnte die Polizei ein Foto von "Marcus" sichern. Nach einem Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung wurde es Ende November von der Polizei veröffentlicht (queer.de berichtete).

Aufgrund der eingegangenen Hinweise ergaben sich schließlich konkrete Anhaltspunkte auf einen 19-Jährigen, der in München arbeitet. Er konnte am 6. Dezember an seinem Arbeitsplatz festgenommen werden. Die Ermittlungen in Bezug auf seine Mittäter dauern noch an.

Personen, die sachdienliche Hinweise zu den Komplizen oder zu möglichen weiteren Taten von "Marcus" geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. (089) 2910-0, oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. (cw/pm)



#1 schwarzerkater
  • 09.12.2016, 08:16h
  • wunderbar, diese zeitnahe festnahme. und super, dass wir schwule uns nicht mehr wegducken (müssen), wenn wir ausgeraubt oder bedroht werden.
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#2 Patroklos
#3 herve64Profil
  • 09.12.2016, 10:23hMünchen
  • Auf dem Arbeitsplatz wurde er festgenommen? Na, das nenne ich doch mal einen wichtigen Schritt in seiner weiteren beruflichen Karriere. Sitzt er denn schon in "St. Adelheim"? ;-)
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#4 JensAnonym
  • 09.12.2016, 10:42h

  • Toll, dass sobald das Foto geschaltet ist, der Verdächtige zeitnah gefasst werden konnte.
    Hoffentlich findet man auf diesem Wege auch die Typen, welche die Frau in der Berliner U - Bahn brutalste die Treppe runter getreten haben.
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#5 LaurentProfil
  • 09.12.2016, 16:22hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #4 von Jens
  • Ein weiterer Beweis für die Notwendigkeit weiterer Videoüberwachung.
    Wenn dadurch auch "angeblich" keine Straftaten verhindert werden, was ich auf Dauer gesehen nicht glaube, so ist sie bei diesen brutalen Attacken im öffentlichen Raum das mittlerweile wichtigste Mittel für deren Aufklärung geworden.
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#6 Homonklin44Profil
  • 09.12.2016, 19:48hTauroa Point
  • Sehr gelungen, Verneigung an die Ermittler, bei einem so guten Foto dürfte der Typ zumindest von vielen wiedererkannt worden sein. Sauber hingelegt!

    Hoffentlich gibt er auch die Mittäter preis bzw. sie werden gefunden. Der Fall dürfte auch eine Botschaft herausgeben, an alle die mit falschen Vorgaben und ähnlichen Motiven auf den Date-portalen herum lungern, um Leute hereinzulegen.

    Das scheinen neben Mitgliedern der "Russen- und Ostasien-Connection" bzw. "Afrika-Connection" oder Ablegern des "Nigeria-Connection"-Komplexes auch noch vereinzelte Nachahmer dieser Maschen und Betrugsideen zu sein.

    Üwa-kameras an riskanten Ecken wären sicher nichts Verkehrtes. Ich schätze, da steht auch ein großer Bevölkerungsanteil dahinter.
    Das Problematische ist daran eben wieder darin erreicht, dass schwule Treffpunkte auch wieder "bespitzelt" werden könnten. Hat alles mehrere Seiten.
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#7 saltgay_nlProfil
  • 09.12.2016, 20:50hZutphen
  • Na, das ist ja fein. Jetzt betteln die Schwulen um Videoüberwachung an allen Ecken und fühlen sich dann sicher. Aus diesem Grunde würde ich ja gleich die AfD wählen. Die sind da gründlich und installieren nicht nur flächendeckend Überwachungskameras, sondern verbieten auch homosexuelle Datings in der Öffentlichkeit neben homosexuellen Handlungen. Da kann sich dann die alternde Schwuppe so richtig sicher fühlen.

    Mir scheint bei Einigen löst sich bereits das Gehirn auf. Fehlt nur noch, dass hier jemand schreibt: "Unter Adolf hat es das nicht gegeben."

    Seit ich als Kind für die Welt ringsum aufnahmefähig wurde, kenne ich:"Das gab es unter dem Kaiser nicht!" Danach kam dann:"Der Nationalsozialismus hatte auch sein Gutes... Dann schloss sich obiges Zitat an."

    Das ist nun schon eine ganze Weile her. Offenbar haben aber Einige nicht verstanden, dass es gegen Verbrechen keinen Schutz gibt. Weder hilft Abschreckung durch Strafe, noch der alles kontrollierende Polizeistaat. Das Verbrechen lebt geradezu von der Strategie sich nicht erwischen zu lassen und durch "einen Plan" jegliche Überwachungsmöglichkeiten von vorneherein auszuschalten.

    Aber es gibt Leute, die haben ein massives Interesse die Ängste in der Bevölkerung zu schüren um den Spitzel-Denunzianten- und Überwachungsstaat aufzubauen - das 4. Reich nämlich. Das sind die "besorgten Bürger" der AfD und die Pegidisten, die schon mal mit Bombenanschlägen nachhelfen um die Stimmung anzuheizen.

    In deren Augen sind die jubelnden Kommentatoren nichts anderes als "Stimmvieh" für ihre Nazipartei und -bewegung.
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#8 LaurentProfil
  • 09.12.2016, 21:41hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #7 von saltgay_nl
  • Erhebliche Polizeiverstärkung, Intensivierung der Videoüberwachung, erhebliche Strafverschärfung usw., das wird über kurz oder lang kommen.
    Die Politik wird sich dem massiven Druck aus der Bevölkerung nicht weiter verschließen können. Auch da wird die SPD wieder mitziehen.
    Eine Ohnmacht des Staates, einer Kapitulation vor der Gewalt, dieses Gefühl, im Stich gelassen zu werden, jederzeit Opfer sinnloser Gewalt werden zu können, das ist für die Menschen das Schlimmste.
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#9 TheDad
  • 09.12.2016, 22:31h
  • Antwort auf #5 von Laurent
  • ""Ein weiterer Beweis für die Notwendigkeit weiterer Videoüberwachung""..

    Inwiefern spricht dieser Fall für eine ""weitere Videoüberwachung"" im öffentlichem Raum ?

    Weil sich in einem geschlossenem Internet-Chat, der eben NICHT öffentlich einsehbar ist (!), Menschen bewegen die unlautere Motive umtreiben ?

    ""Aus dem vorangegangenen Chat-Verlauf auf Planetromeo konnte die Polizei ein Foto von "Marcus" sichern.""..

    Da erübrigt sich JEDE weitere Diskussion um eine Ausweitung eines Überwachungs-Staates !
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#10 TheDad
  • 09.12.2016, 22:42h
  • Antwort auf #8 von Laurent
  • ""Erhebliche Polizeiverstärkung, Intensivierung der Videoüberwachung, erhebliche Strafverschärfung usw., das wird über kurz oder lang kommen.""..

    Was mit Deiner Forderung rein gar nichts zu tun hat, denn Du forderst hier damit unverhohlen, das was ""über kurz oder lang kommen"" wird, auch noch auszuweiten !

    Überwachung im öffentlichem Raum gilt es zu begrenzen !
    Ebenso die Überwachung von privaten Räumen, so wie sie der Innenminister andauernd einfordert, denn der Staat behauptet damit als Verallgemeinerung die "Gefährlichkeit" ALLER seiner Bürger !

    Eine Unterstellung die durch absolut nichts gerechtfertigt ist, und auch in der Zukunft nicht gerechtfertigt werden kann !

    ""Die Politik wird sich dem massiven Druck aus der Bevölkerung nicht weiter verschließen können.""..

    Es gibt diesen behaupteten Druck aus der Bevölkerung gar nicht !

    Es gibt einen Druck von Konservativen und von Populisten, die dann noch behaupten sie seien von der Bevölkerung aufgerufen entsprechend zu handeln..
    Unterstützt wird dieser Unsinn von Seiten der konservativen Presse, die meinend im Sinne einer "vernünftigen Politik" zu handeln, was allein die Meinung dieser Meinungsmacher ist !

    ""Eine Ohnmacht des Staates, einer Kapitulation vor der Gewalt, dieses Gefühl, im Stich gelassen zu werden, jederzeit Opfer sinnloser Gewalt werden zu können, das ist für die Menschen das Schlimmste.""..

    Es gibt keine "absolute Sicherheit" !
    Die gefühlte "Ohnmacht" ist nichts weiter als die Erkenntnis bestehender Realitäten..

    Und am Ende opfert man zugunsten einer nicht herzustellenden Sicherheit immer zuerst die Freiheit der Bürger, die man angeblich mit diesen Sicherheitsgesetzen zu verteidigen behauptet !

    Populistischer Schwachsinn hoch Drei !
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