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Generalstaatsanwalt der Cherokee Nation Todd Hembree: "Die Zeiten haben sich geändert" (Bild: Cherokee Nation)

Der Generalstaatsanwalt des autonomen Indianerstamms widerrief das 2004 beschlossene Eheverbot für Lesben und Schwule.

Die Nation der Cherokee, mit rund 320.000 Mitgliedern der größte autonome Indianerstamm der USA, erkennt ab sofort gleichgeschlechtliche Ehen an. Dies verkündete Generalstaatsanwalt Todd Hembree überraschend in der vergangenen Woche, nachdem sich eine lesbische Frau nach ihrer Hochzeit an die unabhängige Indianerbehörde gewandt hatte. Als autonomer Stamm verfügt die Cherokee Nation über eine eigene Gesetzgebung, ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung.

Mit Verweis auf das Urteil des US Supreme Court aus dem vergangenen Jahr widerrief Hembree eine Entscheidung des Stammes aus dem Jahr 2004, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau festgelegt hatte. "Das Recht zu heiraten ist überhaupt kein Recht, wenn man nicht die Freiheit hat, auch den Partner seiner Wahl zu heiraten", erklärte nun der Generalsstaatsanwalt, der in der Vergangenheit das Eheverbot für Homosexuelle unterstützt hatte. "Die Zeiten haben sich geändert."

Hembree verwies zudem auf die lange Geschichte nicht-traditioneller Sexualität und Geschlechtsidentitäten bei den Cherokee. So habe der Autor John Howard Payne bereits vor knapp 200 Jahren eine Partnerschaftzeremonie unter Männern beschrieben. Die meisten Mitglieder der Cherokee Nation leben heute im US-Bundesstaat Oklahoma. Ihr Siedlungsgebiet umfasste ursprünglich das Gebiet vom Ohio River bis hinein in die heutigen Bundesstaaten Georgia und Alabama. (cw)



#1 markusbln11Anonym
  • 11.12.2016, 11:20h

  • Nun, ursprünglich sind die autochtonen kulturen nordamerikas von den geschlechterrollen weitaus offener gewesen als die europäischen christlich geprägten gesellschaften. Beim verdrängen oder gar verlust dieser identitäten tat die europäische missionierung wieder einmal das ihrige.

    Trotzdem, heute sind die native communities wieder, wenn gut organisiert, näher an den themen der zeit wie der amerikanische mainstream. Etwa bei ökologie, klimawandel und freiheitsrechten.

    Die weissagung der cree-indianer gilt heute mehr denn je.

    Und die entscheidung der cherokee-community sollte ein signal der freiheit an die trump-administration sein. Keep the path of liberty.
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#2 RobinAnonym
#3 WWYDAnonym
  • 11.12.2016, 12:37h
  • Schön, daß es nach den Horrornachrichten, welche die künftige Trumpadministration betreffen, jetzt wieder positive Nachrichten aus den USA gibt und ein herzliches Dankeschön an Todd Hembree, daß er das unsägliche Eheverbot eliminiert hat!
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#4 ExotismusAnonym
#5 IsaakAnonym
  • 12.12.2016, 04:30h
  • Antwort auf #2 von Robin
  • Wollen Sie uns auch verraten, warum? In der industrialisierten Welt gibt es noch Dutzende Staaten - von Japan und Südkorea bis hin zu Singapur oder Rumänien - in denen überhaupt keine rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften existiert. Global gesehen ist das ohnehin der Normalfall. Nur weil Deutschland hier keine Vorreiterrolle inne hat, muss das nicht "peinlich" sein. Mein Rat: Bereisen Sie mal ein wenig die Welt, gerne auch exotischere Staaten abseits der üblichen Trampelpfade. Dann werden auch Sie vermutlich alsbald erkennen, auf welcher Insel der Seligen wir eigentlich leben.

    Kritik ist ja schön und gut. Aber bitte mit Augenmaß.
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#6 Homonklin44Profil
  • 12.12.2016, 13:58hTauroa Point
  • RESPECT, Mr. Hembree!
    Es geht doch noch mit dem Dazu lernen.
    Und auch mit der Rückkehr zur Freiheit, wie sie in First Nations' Lebenswelten vor der Missionierung durch die Whitey-Gesellschaft gelebt wurde.
    Der weiße Wolf ist der Stärkere !

    Hoffentlich checkt das auch die leider sehr bibelbesetzte Frau vom Cousin, die ein paar Sprinkles Cherokee-Blut mit drin hat. Aber ich wünsche mir, dass sich das auch bei den anderen 1st Nations Leuten mit eigenem Law-Governing-System; Selbstverwaltung durchsetzt.

    Die christoformen Missionare haben seinerzeit genug Schaden angerichtet, nicht nur bei den amerikanischen Erstbesiedlern, praktisch in der ganzen Welt.
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#7 userer
  • 12.12.2016, 14:07h
  • Antwort auf #5 von Isaak
  • Duetschland deklariert sich selbst aber gern als Land der Dichter und Denker, als aufgeklärte Nation mitten in Europa ... Dann muss es sich auch daran und, wie Robin wohl zu Recht meint, mit seinen Nachbarn messen lassen. Diese Nachbarn sind bis auf das unaufgeklärte Mittel- und Osteuropa allesamt weiter als Deutschland und seine Christenführerin mit Bauchweh.
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