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Im Familiendrama "Alle Farben des Lebens", das derzeit im Kino läuft, steht der trans* Junge Ray im Mittelpunkt – gespielt allerdings von der cis Schauspielerin Elle Fanning (Bild: Tobis Film)

Die neue Studie "Wie ein grünes Schaf in einer weißen Herde" ließ erstmals junge trans* Menschen aus Deutschland zu Wort kommen.

Junge trans* Menschen wünschen sich einen offeneren, selbstverständlicheren und akzeptierendem Umgang mit ihnen. Dies ist das Ergebnis der neuen Studie "Wie ein grünes Schaf in einer weißen Herde", die der Bundesverband Trans* in der vergangenen Woche veröffentlicht hat (PDF).

In Kooperation mit dem Jugendnetzwerk Lambda fanden im vergangenen Jahr in mehreren deutschen Städten "Empowerment-Medien-Workshops" für junge trans* Menschen statt. Die Studie basiert auf Fokusgruppen-Interviews mit insgesamt 15 Teilnehmenden zwischen 14 und 26 Jahren, die am Rande dieser Workshops durchgeführt wurden. Die Befragten hatten dabei die Möglichkeit, über ihr Selbstverständnis und ihre Lebenssituation zu berichten und den Unterstützungsbedarf seitens der Gesellschaft und durch Institutionen zu benennen.

Aufklärung ab dem Kindergartenalter gefordert

Die Befragten verlangten dabei unter anderem mehr Information zum Thema Trans* in der Gesellschaft, einschließlich für Fachleute, in den Medien und in der Schule. Benannt wurde auch der Wunsch nach der Akzeptanz nicht-binärer Identitäten. In Bezug auf das Bildungssystem wünschten sie sich explizit Aufklärung über geschlechtliche Vielfalt und Maßnahmen gegen Diskriminierung ab dem Kindergartenalter. Darüber hinaus formulierten sie den Bedarf nach positiven und diversen trans* Vorbildern in den Medien.

Im Alltag spielte für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen insbesondere die soziale Anerkennung durch die Verwendung des gewünschten Pronomens und Namens und durch das Umfeld eine wichtige Rolle, sowie die unbürokratische Respektierung ihrer Geschlechtsidentität in der Schule und im Umgang mit Behörden. Sie forderten darüber hinaus die Vereinfachung und Verkürzung des Zugangs zu rechtlichen und medizinischen Maßnahmen der Transition.

Im Bereich des Familienumfelds stand der Wunsch nach Akzeptanz ihrer Geschlechtsidentität und nach Unterstützungsangeboten für die Eltern und Angehörigen im Vordergrund. Als besonders hilfreich empfanden die Befragten die wenigen bereits vorhandenen community-basierten Unterstützungsangebote. Entsprechende Einrichtungen für junge trans* Menschen müssten flächendeckend ausgebaut und gefördert werden. (cw)



#1 trans_allianceProfil
  • 11.12.2016, 11:55h
  • ... dann wollen wir mal hoffen, dass die trans-Jugend und auch die Intersex-Jugend ihren Möglichkeiten nutzt, die vielfältige Lobbyarbeit gegenüber Politik und Bevölkerung zu unterstützen.

    .

    Wir werden keine Sitze in den Medienräten der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten für 'Geschlechtliche Vielfalt' erhalten, solange wir nicht den Druck erhöhen.

    Nur dann werden Filme gezeigt, Menschen offen eingebunden und der Öffentlichkeit ein anderes, möglichst auch positiveres Bild gezeigt.

    .

    Um dieses zu erreichen ist es notwendig im Frühjahr eine parteiübergreifende Eingabe im Deutschen Bundestag zu erreichen:

    Die gesetzliche Neureglungen incl. der Verankerung der medizinischen Versorgung in SGB-V auch für trans-Kinder / Jugendliche beinhaltet, ein Verbot von Intersex-Genitalverstümmelungen - sowie Rechte für Nicht-Binäre Menschen, Dritte / 3te Option, xte Option(en),

    Die dann auch zu Gunsten der Menschen beschlossen wird.

    .

    Der Termin für den 3. Fachaustausch zum Thema Recht ist für Februar 2017 angesetzt. Dort soll auch das Gutachten der Humbolt Universität präsentiert werden.

    .

    Die vorzubereitende Gesetzesinitiative, ist dann evtl. noch bei einzelnen Punkten an zu passen.

    .

    Wir hoffen auf schlagkräftige Unterstützung der trans+Intersex-Jugend in den sozialen Netzwerken.
    Wir benötigen mehr Verknüpfungen in allen sozialen Netzwerken, damit wir parteiübergreifende Unterstützung möglichst aller Fraktionen und vieler MdB, aus vielen Teilen der Bundesrepublik erhalten.

    .

    .

    Jedes Geschlecht verdient Respekt
    Every / Each gender deserves respect
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#2 GemeinsamAnonym
  • 11.12.2016, 13:58h
  • Das Recht auf gleichwertig dargestellte, positive Vorbilder und Identifikationsfiguren ist ein grundlegendes Menschenrecht, das direkt den Schutz der Menschenwürde betrifft.

    Es ist ein Verbrechen und direkter Angriff auf die Existenz von Schwulen, Lesben und Trans*, dass gerade auch die "öffentlich-rechtlichen" Konzernmedien jungen Menschen gleichberechtigte und positive LGBT-Identifikationsfiguren kontinuierlich und gezielt vorenthalten und weiterhin ein Programm machen, in dem alles, was nicht weiß, heterosexuell, "traditionelle Familie" Mann-Frau-Kind(er) und Oberschicht/obere Mittelschicht ist, entweder marginalisiert oder als defizitär dargestellt wird oder beides.

    Gerade in einem Land mit einer beispiellosen Vernichtungstradition gegenüber LGBT-Menschen ist es ein Skandal, dass diese Praxis der Unsichtbarmachung und faktischen Auslöschung weiterhin als völlig selbstverständlich hingenommen wird, und zugleich verheerend, dass die LGBT-Community es beständig versäumt, notwendigerweise gemeinsam mit allen progressiven gesellschaftlichen und politischen Kräften, diese Frage immer wieder und auf allen Ebenen zentral zu thematisieren.
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#3 seb1983
#4 TheDadProfil
  • 11.12.2016, 21:49hHannover
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • ""So berechtigt und richtig die Forderung ist, mal ein Hauch Realität:""..

    Wirklich klasse..

    Die berechtigten Interessen einer Gruppe von Menschen zu marginalisieren, weil die "Marktforschung" ihren Fokus auf die Masse legt, ist, ist so ziemlich das Letzte !

    Wir brauchen keine Gleichstellung, denn damit kann man kein Waschpulver verkaufen..

    Wir brauchen kein neues "Transsexuellen-Gesetz", denn obwohl das alte in Teilen seit Jahren als verfassungswidrig eingestuft ist, lockt das niemanden in den BurgerKing oder zu KentuckyFriedChicken..

    Die damit getroffene Aussage ist Scheiße hoch Drei !
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#5 seb1983
  • 12.12.2016, 07:02h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Stell dir vor es gibt Gleichstellung und keiner bekommt es mit... Das wäre nämlich das Ergebnis.
    Die Lebenswirklichkeit der Generation bis 50 prägen zu über 90% die Privatsender.
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#6 Johanna DAnonym
#7 Marceline
#8 Fact CheckAnonym
#9 Pascal GoskerAnonym
  • 12.12.2016, 12:16h
  • Das stimmt leider.

    Es gibt schon zu wenig schwule und lesbische Vorbilder in den Medien. Aber transsexuelle/transgender Vorbilder gibt es so gut wie gar nicht in den Medien.

    Weder im fiktionalen Bereich noch im nicht-fiktionalen.
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#10 anmerkungAnonym