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"Moonlight" zeigt drei Schauspieler in einer Rolle, Transparent einen Schauspieler in der Rolle einer Transfrau

  • 12. Dezember 2016, 19:27h, Noch kein Kommentar

Während sich ein Film über einen schwulen Schwarzen so langsam Oscar-Hoffnungen machen kann, ist die Amazon-Trans-Serie inzwischen Preise gewöhnt.

Bei den am Montag bekannt gegeben Nominierungen für die Golden Globes sind auch wieder Filme, Serien und Schauspieler der Community vertreten. Die vom Verband der Auslandspresse vergebenen Preise gelten als zweitwichtigste Auszeichnungen nach den Oscars bzw. Emmys.

Sechs Mal nominiert wurde der Film "Moonlight", in dem Regisseur Barry Jenkins das Leben eines schwulen Schwarzen in Miami in drei Kapiteln beleuchtet: Hauptfigur Chiron ist einmal als Neunjähriger zu sehen, der in der Schule gemobbt wird, dann als 16-Jähriger, der seinen ersten schwulen Sex hat, und schließlich als Mittzwanziger.

Nominiert wurde "Moonlight" in den Bereichen bester Film, bester Regisseur, bestes Drehbuch und beste Musik sowie den beiden Kategorien für beste Nebendarsteller. Mehr Nominierungen bei dem Preis, der als Indikator für die Oscars gilt, erhielt nur die Musical-Romanze "La La Land".

Der Film mit Ryan Gosling konnte am Sonntag bereits bei den "Critics' Choice Awards" die wichtigsten Preise einheimsen, während das ebenfalls oft nominierte "Moonlight" immerhin für den beste männlichen Nebendarsteller und das beste schauspielerische Nachwuchstalent ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete).

Direktlink | Englischer Trailer zu "Moonlight", ein deutscher Kinostart ist für März 2017 vorgesehen

"Transparent"-Erfolg hält an

Im TV-Bereich erhielt die Amazon-Serie "Transparent" erneut zwei Nominierungen: Als beste Serie im Bereich Musical oder Comedy sowie für Hauptdarsteller Jeffrey Tambor als besten Schauspieler in dieser Kategorie. Sowohl Serie als auch Tambor waren bereits in den beiden Vorjahren nominiert worden und konnten diese Preise vor zwei Jahren abräumen (queer.de berichtete).

Für die Darstellung der transsexuellen Maura Pfefferman hatte Tambor auch einen Emmy erhalten. Die Serie über das Leben mit ihrer Familie gilt als großer Erfolg für das neue "Amazon Studios" und kommt inzwischen auf drei Staffeln zu zehn Episoden, eine vierte ist für Herbst nächsten Jahres geplant.

Zu den aktuellen Globes-Nominierten gehören zudem die bisexuelle Schauspielerin Evan Rachel Wood (beste Schauspielerin in einer TV-Drama-Serie, "Westworld") und die lesbische Schauspielerin Sarah Paulson (beste Schauspielerin in TV-Mini-Serie, "The People v. O.J. Simpson: American Crime Story"). In dieser Kategorie ist auch die britische Schauspielerin Charlotte Rampling für ihre Rolle in der BBC-/Netflix-Serie "London Spy" nominiert, in der Ben Whishaw der Geheimdiensttätigkeit seines Lovers nachspürt.

Die Golden Globes werden am 8. Januar in Beverly Hills vergeben, moderiert von Jimmy Fallon. Die Hollywood Foreign Press Association ehrt dabei auch die Schauspielerin Meryl Streep für ihr Lebenswerk. (nb)