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  • 09. Mai 2005, noch kein Kommentar

queer.de stellt Euch wieder drei Kandidaten vom Eurovision Song Contest vor: Slowenien, Israel und Ungarn.

Von Jan Gebauer

Am 21. Mai ist es wieder soweit: Der Eurovision Song Contest lockt wieder Millionen von Zuschauern vor die Bildschirme. queer.de hat sich schlau gemacht, wer zur Konkurrenz von Deutschlands Gracia und ihrem Poprock-Song "Run & Hide" gehört. Diesmal stellen wir Euch die Starter aus Slowenien, Israel und Ungarn vor.

Slowenien: Omar Naber - "Stop"

Bitter war die Niederlage für Slowenien im letzten Jahr. Im Halbfinale wurden sie Vorletzter, nur die Schweiz hatte noch weniger Punkte bekommen (nämlich keinen einzigen). Das war bisher der Tiefpunkt für das kleine Land an der Adria, das als beste Ergebnisse 1995 und 2001 den siebten Platz belegen konnte. Omar Naber gilt in seiner Heimat als Teenager-Idol, nachdem er bei einer slowenischen Castingshow die Teilnahme an der slowenischen Vorentscheidung EMA 2005 gewonnen hatte. Mit dem Lied "Stop" präsentiert er eine üppige Ballade. Zu gefühlig wird es aber wohl nicht werden: "Omar zieht es vor, emotionale Ausbrüche zu vermeiden, sowohl auf der Bühne wie auch im Privaten", heißt es im offiziellen Pressetext über ihn. Naber ist gelernter Zahntechniker, allerdings konzentriert sich der 23-Jährige derzeit vollends auf seine Musik. Er hat ein besonderes Faible für Punk-Rock. Homepage

Prognose: "Stop" ist eine recht biedere Angelegenheit und es dürfte fraglich sein, ob die Slowenier damit das Halbfinale überstehen. Der ernst dreinschauende Omar Naber müsste wahrscheinlich auch mehr aus sich rausgehen, um den wichtigen Siegeswillen auszustrahlen, mit dem in der Vergangenheit fast alle Gewinner dominiert haben.

Ungarn: NOX - "Forogj világ"

Die Ungarn hatten viele Jahre die Nase voll vom Eurovision Song Contest. Vier Teilnahmen, darunter ein grandioser Auftakt mit dem vierten Platz im Jahre 1994, schien der Nation zu reichen, insbesondere nachdem man bei der letzten Teilnahme auf Platz 23 (1998) abgestürzt war. In diesem Jahr sieht es weitaus besser als damals. In Internet-Umfragen mischt Ungarn ganz vorne mit und nimmt derzeit eine Favoritenrolle ein, ähnlich wie letztes Jahr die Ukraine. Mit dem Gastgeber hat Ungarn auch den Ethno-Appeal gemeinsam. Bei "Forogj világ" handelt es sich nämlich um einen aufwendig instrumentierten Titel, der folkloristische und elektronische Elemente verbindet. NOX - benannt nach der römischen Göttin der Nacht - sind in Ungarn in den letzten drei Jahren zu Superstars avanciert. Ihr erstes Album "Örökseg" erreichte nach drei Monaten Gold-Status. Gekonnt mischt die Band auf der CD nationale Volksweisen und Elektro-Klänge. Homepage

Prognose: Ein flotter, frischer Titel, der zum Mitsummen bestens geeignet ist. Wahrscheinlich wird das Land vom Balkan mit einer großen Show auf der Bühne aufwarten, was wiederum die Chancen auf eine gute Platzierung steigert. Das Halbfinale werden NOX überstehen – danach könnte sowohl der Sieg oder wenigstens ein Platz unter den ersten Fünf drin sein.

Israel: Shiri Maimon - "Hasheket shenish'ar"

Die Israelis haben drei Mal gewonnen: 1979, 1980 und natürlich 1998, als die transsexuelle Dana International mit der Hymne "Diva" siegreich war. Dieses Jahr gab es nach etlichen Jahren Pause endlich wieder die klassische Vorentscheidung Kdam. Die in Israel recht bekannte Sängerin Shiri Maimon konnte sich deutlich mit ihrer Powerballade "Hasheket shenish'ar" durchsetzen. Die blonde, schöne Israelin erklärt sich ihren Erfolg mit ihrer schlichten Performance ohne ausgefallene Spielereien. "Gefühle sind ein altbewährtes Rezept", sagt Shiri. Deswegen könne sie trotz des hebräischen Textes auch international Erfolg haben. Über eine partielle Übersetzung des Titels ins Englische wird noch spekuliert. Homepage

Prognose: " Hasheket shenish'ar" ist eine wunderschöne, bombastische Ballade, die auf CD sehr überzeugend wirkt. Alles steht und fällt mit Shiris Auftritt beim Halbfinale. Hauptkonkurrentin dürfte besonders die Holländerin Glennis Grace sein, die eine ebenfalls sehr üppige Ballade präsentiert. Mit einem bombigen Auftritt ist aber durchaus eine Platzierung im Finale drin, sowie dort ein Platz unter den ersten Zehn.

Halbfinale in Kiew:
19. Mai 2005
ab 21.00 Uhr auf NDR

Finale in Kiew:
21. Mai 2005
ab 20.15 Uhr im Ersten


9. Mai 2005