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Kritik an neuen Richtlinien zur Priesterweihe

"Wir sind Kirche" nennt Homo-Verbot des Vatikans "unbiblisch"


Nach gegenwärtigem Kirchenrecht dürfen nur heterosexuelle Männer Priester werden (Bild: Allie_Caulfield / flickr)

Die Bekräftigung der katholischen Kirche, Männer ausschließlich aufgrund ihrer sexueller Orientierung von der Priesterweihe auszuschließen, widerspreche dem Geist der Heiligen Schrift.

Die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat am Montag scharfe Kritik am Festhalten des Homo-Verbots in den neue Richtlinien für die Priesterausbildung geübt, die von der katholischen Kirche vergangene Woche veröffentlicht worden waren. Das Dokument "Das Geschenk der Berufung zum Priestertum" bekräftigt, dass Personen, "die Homosexualität praktizieren, homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte 'homosexuelle Kultur' unterstützen", nicht zum Priesterberuf zugelassen werden dürften. Als Grund für den Ausschluss wird in den Richtlinien genannt, dass schwule Männer generell "keine korrekte[n] Beziehungen zu Männern und Frauen" aufbauen könnten (queer.de berichtete).

Die deutschen Bischöfe sollten sich "von dieser Ausgrenzung" distanzieren, fordert "Wir sind Kirche". Das Verbot aufgrund der sexuellen Orientierung von Priesteramtskandidaten sei "unbiblisch und durch nichts zu rechtfertigen". "Gott ist Mensch geworden und grenzt niemanden aus. Der Ausschluss von homosexuellen Frauen und Männern trägt in vielen Ländern und Kulturen dazu bei, dass sie erniedrigt, angegriffen und sogar getötet werden", heißt es in einer Erklärung. Die Ausgrenzung Homosexueller zeige, "dass innerhalb der Führungsriege im Vatikan wenig Sensibilität und Respekt gegenüber den Menschenrechten besteht, wenn die Klerus-Kongregation alte Einschätzungen unhinterfragt übernimmt." Damit würden auch tausende Homosexuelle herabgesetzt, "die der Kirche mit Ehre und Hingabe gedient haben und weiterhin dienen".

Auch Frauen-Verbot in der Kritik

Ferner kritisierte "Wir sind Kirche", dass Frauen in den Richtlinien komplett ignoriert werden würden. "Nach Ansicht von 'Wir sind Kirche' fördern diese Richtlinien die Unglaubwürdigkeit der römisch-katholischen Kirche. Gott beruft die Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Beziehung oder Familienstand, Alter oder irgendeinem anderen menschlichen Attribut", so die Reformbewegung.

"Wir sind Kirche" war 1995 in Österreich gegründet worden und setzt sich für eine Erneuerung der römisch-katholischen Kirche auf der Basis des Zweiten Vatikanischen Konzils ein. Unter anderem fordern die Aktivisten ein Ende des Zwangs-Zölibats und eine positive Bewertung der Sexualität. Allerdings geht die Kirche mit teils harter Hand gegen Aktivisten der Reformbewegung vor. So wurde die österreichische "Wir sind Kirche"-Chefin Martha Heizer 2014 exkommuniziert, weil die Religionspädagogin private Messen ohne (männliche) Priester gefeiert hatte.

Zu den deutschen Unterstützern und Erstunterzeichnern des Forderungskatalogs zählten Mitte der Neunzigerjahre auch prominente Politiker, unter anderem Annette Schavan, die heute deutsche Botschafterin im Vatikan ist, die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel (alle CDU) sowie Wolfgang Thierse (SPD) und Christa Nickels (Grüne). (dk)



#1 Tommy0607Profil
  • 13.12.2016, 16:40hEtzbach
  • Die Zweifel sind berechtigt gegen der RKK !
    Denn bei der Kirche stimmt vieles nicht .
    Und viele benehmen sich nicht menschlich, somit auch nicht christlich !
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#2 SebiAnonym
  • 13.12.2016, 16:45h
  • Nicht nur kritisieren, sondern dann auch mal Konsequenzen ziehen!

    Wenn man wirklich die menschenverachtende Politik des Vatikans nicht mehr mittragen kann, muss man sich auch mal fragen, ob man da noch Mitglied sein kann, will und darf...

    Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, solch eine Hass-Sekte auch noch durch meine Mitgliedschaft finanziell und ideologisch zu unterstützen.

    Gerade wenn man sich als Christ sieht, kann man eigentlich nicht Mitglied der Katholiban bleiben.
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#3 markusbln11Anonym
  • 13.12.2016, 17:01h

  • Also eigentlich sind doch katholische priester asexuell. Also sie haben beziehungen weder zu frauen noch zu männern.

    "Das Geschenk der Berufung zum Priestertum" muss also bekräftigten, dass Personen, die Heterosexualität praktizieren, heterosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte 'heterosexuelle Kultur' unterstützen", nicht zum Priesterberuf zugelassen werden. Als Grund für den Ausschluss ist dann zu nennen, dass hetrosexulle Männer generell keine korrekte[n] Beziehungen zu Frauen" aufbauen können".

    Also ist die katholische kirche in ihrer sexuallehre im nirwana verirrt oder nur abseits des wahren lebens? Ich sage dazu. Hört endlich auf, jenseits der realitäten zu agieren und akzeptiert die menschen wie sie von gott geschaffen wurden. Alles andere ist unchristlich und leugnet das wirken jesu.
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#4 SchwTAAnonym
  • 13.12.2016, 19:38h
  • Ganz ehrlich - wie kann man als Nicht-Hete diesem Sandkastenverein auch noch als wilfähriges Mittel dienen wollen? Wer mir so offensichtlich ins Gesicht spuckt, den hofiere ich nicht. Wir haben gesehen, dass das Gros der Devotees von JHWH uns für Krüppzeug hält. Ihr Sandkasten, ihre Regeln, okay. Wenn ich einen Kegelverein aufmachen will, in dem ich keine Christen, Juden und Muslime haben will, ist das auch okay. Das Problem ist nur, dass diese ganzen religiös Entrückten der festen Meinung sind, an ihrem Wesen werde die Welt genesen, und ignorieren Erkenntnisse der Wissenschaft. Den nächsten Spinner dieser Gattung werde ich versuchen, zum Glauben an die heldenhafte Triade Batman-Superman-Sandmännchen zu konvertieren. Ich hab's so satt!
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#5 GeorgGProfil
  • 13.12.2016, 20:12hBerlin
  • "Unter anderem fordern die Aktivisten ein Ende des Zwangs-Zölibats"

    Jeder, der Priester werden will, weiß, dass es den Zölibat gibt. Wenn jemand unter diesen Umständen Priester wird, ist es kein Zwangszölibat. -

    Über den Zölibat wird seit Jahrzehnten diskutiert. Während des Zweiten Vatikanischen Konzils ging die Mehrheit der Katholiken davon aus, dass der Zölibat fallen werde.

    Tatsächlich soll der menschenfreundliche, von allen geliebte Papst Johannes XXIII. schon ein entsprechendes Dekret angefertigt haben.
    Kurz vor der Unterschrift soll er aber den Füllfederhalter wieder aus der Hand gelegt und gesagt haben "non possumus".
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#6 kuesschen11Profil
  • 13.12.2016, 21:36hDarmstadt
  • Es ist gut, dass sich da unter "Wir sind Kirche" wenigstens etwas Grundlegendes im Katholizismus bewegt.

    Die RKK hat so viele Fehler gemacht; die mit Kirchenkritik gefüllten Bücher in der Literatur sind der Beweis dafür.

    Nur die wenigsten der Priester können die Unterdrückung der Sexualität auch einhalten,
    nach außen wird die Lüge eines keuschen Lebens verbreitet und nach innen zeichnet sich oft ein Leidensweg ab.

    Das Abschaffen des Zölibates wäre ein wichtiger und zeitgemäßer Schritt in eine neue Reform. Ein weiterer Schritt ist die Anerkennung der sexuellen Identität und der damit verbundenen Partnerschaft sowie die Öffnung des Priesteramtes für Frauen.

    Doch bei dem katholischen Klerus wird es Illusion bleiben, statt dessen wird mit Hasspredigten zum Gegendruck aufgerufen und weiter an den verkrusteten Dogmen festgehalten.

    Nur der Kirchenaustritt und das Zurücksetzen der staatlichen Subventionen können da eine Wirkung zeigen.
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#7 panzernashorn
  • 13.12.2016, 22:01h
  • Um es auf einen Nenner zu bringen:

    Die gesamte Sippschaft gehört restlos in die Psychiatrie!
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#8 KirchenerklärerAnonym
  • 14.12.2016, 02:00h
  • Die meisten Kommentare sind mehr als tendenziös. Die Kirche(n) erfüllen eine sehr wichtige Funktion!
    Gott, der Allmächtige, Unfehlbare, Allbarmherzige [...] hat in seiner Liebe zur Schöpfung viele Fehler gemacht, da er als Allwissender ja die Folgen nicht abschätzen konnte.
    Damit ihm das aber niemand vorwerfen kann, hat er in seiner Weisheit die Kirche(n) eingesetzt, die mit entsprechenden Schriftstücken seine Schöpfung korrigiert.
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#9 stromboliProfil
  • 14.12.2016, 07:33hberlin
  • Antwort auf #8 von Kirchenerklärer
  • kicher..
    endlich entfaltet sich auch mir die ganze unendliche weisheit hinter dem aberglaubegedöns incl. funktion der sekten/kirchen.
    Soviel spitzfindigkeit hätt ich normalerweise nur trickbetrügern zugeschrieben..
    Aber vieleicht ist dies als bezeichnung für religiöse ja auch die letztfehlende bezeichnung:
    BETRÜGER!
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#10 Miguel53deProfil
  • 14.12.2016, 08:54hOttawa
  • Antwort auf #3 von markusbln11
  • Diesen Satz empfinde ich als den schoensten von allen: "Das Geschenk der Berufung zum Priestertum". Einfach mal auf der Zunge zergehen lassen.

    Und sich dann fragen, wie kann es Gott in seinem unerforschlichen Ratschluss nur gefallen, diesen Daemonen (Gordon Klingenschmitt) das Geschenk der Berufung ueberhaupt zu geben?

    Also entweder ist der alte Herr etwas tuetelich bei der Verteilung seiner Geschenke. Oder aber, er denkt sich etwas dabei. Und zwar das Gegenteil dessen, was der Vatikan da beschließt.

    Die wahre Geschichte ist indessen, dass es ein derartiges Geschenk gar nicht gibt. Und, dass der Vatikan nichts anderes ist, als ein Multi-Nationaler Konzern, der seine Kernaussagen nicht veraendern wird. Um des schnoeden Mammons Willen.

    Der Coca-Cola Konzern fuegt ja seinem Zuckerwasser auch keinen Kirschgeschmack hinzu. Wie jetzt, der hat das gemacht? Na, hat es sich durchgesetzt? Natuerlich nicht...
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