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Jack Daniel's ist besorgt, dass homophobe Gesetze den Durst auf Tenneessee-Whiskey lindern (Bild: SBSTNC / flickr)

Die Brennerei macht sich wie viele andere Firmen Sorgen, dass homo- und transphobe Gesetze zu finanziellen Ausfällen führen könnten.

Jack Daniels hat gemeinsam mit rund 200 anderen im US-Bundesstaat Tennessee aktiven Firmen Parlament und Regierung in Nashville aufgefordert, die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Menschen zu achten. An der Koalition "Tennessee Thrives" (Tennessee floriert) unter Führung des Fremdenverkehrsamtes sind auch Konzerne wie der Telekommunikationsriese AT&T, der Internetsuchdienst Google, der Paketdienst FedEx und lokale Firmen wie der Country-Fernsehsender CMT beteiligt, ebenso die Hochschulen Vanderbilt und Belmont und das Eishockeyteam Nashville Predators.

Die Unternehmen befürchten, dass bei einer Verabschiedung von homo- und transfeindlichen Gesetzen ein möglicher Boykottaufruf der Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen könnte. "Wir haben gesehen, was in Staaten wie North Carolina passiert ist", sagte Lucia Folk, die Vize-Chefin von CMT. "Die für die Südstaaten übliche Gastfreundschaft sollte jedem offen stehen."

Ist Tennessee das nächste North Carolina?

In North Carolina führte das trans- und homophobe Gesetz HB 2 bereits zu erheblichen Schäden; Schätzungen zufolge verlor der Staat etwa 500 Millionen Dollar an Steuereinnahmen. So hatte etwa die Deutsche Bank wegen des Gesetzes ihre Expansion in diesem Staat gestoppt (queer.de berichtete). Außerdem führte das Gesetz zu vielen Absagen von hochrangigen Events – vom College-Sport bis zu Konzerten weltbekannter Künstler wie Bruce Springsteen oder Bryan Adams.

"Tennessee Thrives" ist besorgt, dass anstehende Gesetzesinitiativen in Tennessee zu ähnlichen Entwicklungen wie in North Carolina führen könnten. Es gebe bereits erste Schäden durch ein im letzten April beschlossenes Gesetz, das es Therapeuten erlaubt, Patienten wegen deren sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität abzulehnen. Aus diesem Grund habe die Therapeutenorganisation "American Counseling Association" bereits seine Konferenz in Tennessee abgesagt, zu der 3.000 Teilnehmer erwartet worden waren. Alleine diese Absage habe zu Millionenausfällen für den Fiskus geführt. Da über weitere Anti-LGBTI-Gesetze debattiert werde, könnte der Schaden aber noch weit größer werden. (dk)



#1 EconomistAnonym
  • 14.12.2016, 18:38h
  • Immer mehr Unternehmen erkennen (zu Recht), dass Homo- und Transphobie auch wirtschaftlich schadet.

    Darunter leidet die gesamte Volkswirtschaft eines Landes.
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#2 la_passanteAnonym
  • 14.12.2016, 19:05h

  • Wenn umgekehrt Homophobie Geld einbrächte wären dieselben Leute mit Begeisterung homophob. Geld stinkt doch.
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#3 Patroklos
  • 14.12.2016, 19:43h
  • Wie stehen eigentlich andere Whiskyhersteller wie z. B. Jim Beam zu LGBTI-Rechten?
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#4 WaschbärAnonym
  • 15.12.2016, 19:55h
  • Antwort auf #2 von la_passante
  • Wenn sie sich äußern und zugeben dass es ihnen auch um finanzielle Interessen geht kritisierst du sie.
    Wenn sie sich äußern und behaupten, Homo-Rechte seien einfach eine Herzensangelegenheit von ihnen heißt es:"Ja klar, denen geht es doch nur um finanzielle Interessen"
    Wenn sie nichts tun heißt es:"Oh und die schauen bei der ganzen Diskriminierung einfach weg"

    Sag doch bitte mal wie sich der Konzern deiner Meinung nach richtig verhalten soll, denn scheinbar ist es nicht möglich, es dir und anderen Berufsnörglern recht zu machen.
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