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Hedwig Freifrau von Beverfoerde ist Koordinatorin der homo- und transfeindlichen "Demo für alle". In ihrem jüngsten Newsletter bezweifelt sie auch, dass Homosexualität "unausweichlich" ist (Bild: Norbert Blech)

Wegen des jüngsten Newsletters der "Demo für alle" haben wir heute bei der Polizei Sachsen-Anhalt Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstatte ich gegen Hedwig Freifrau von Beverfoerde, wohnhaft in Magdeburg, Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Als Koordinatorin der sogenannten Demo für alle verschickte Frau von Beverfoerde am 16. Dezember 2016 einen E-Mail-Newsletter (PDF), in dem es unter anderem heißt: "Immer dreister mischt sich die LSBTTIQ-Sex-Lobby in Bildung und Erziehung der Kinder in Schule und Kindergarten ein."

Selbstverständlich kann sich in einer freiheitlichen Demokratie jeder gegen eine Schulaufklärung über die Vielfalt der Lebens- und Liebesformen aussprechen. Mit dem Begriff "LSBTTIQ-Sex-Lobby" hat Hedwig von Beverfoerde jedoch die aus gutem Grund weiten Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten.

In ihrem Newsletter macht sie Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queers (LSBTTIQ) böswillig verächtlich und verleumdet sie als Befürworter oder gar Akteure sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen. In der Debatte um neue Bildungspläne ging es noch nie um sexuelle Handlungen im Klassenzimmer, sondern allein um Aufklärung, um die Sichtbarkeit von Vielfalt und um eine Hilfestellung für Jugendliche, ihre geschlechtliche Identität sowie sexuelle Orientierung zu finden und anzunehmen.

Die Bezeichnung "LSBTTIQ-Sex-Lobby" verletzt die Menschenwürde einer Minderheit in Deutschland, die noch immer Diskriminierung und Ausgrenzung erfährt, und beleidigt ausgerechnet jene, die sich für eine tolerante und akzeptierende Gesellschaft engagieren. Diese Äußerung stört aus meiner Sicht den öffentlichen Frieden und verstößt damit gegen den Paragraf 130 des Strafgesetzbuchs.

Bitte halten Sie mich über den Stand der Ermittlungen auf dem Laufenden.

Mit freundichen Grüßen

Micha Schulze
Geschäftsführer queer.de

Die Strafanzeige wurde unter der Nummer ERLKA1-20161218111645 registriert.



#1 UrsaMajorEhemaliges Profil
#2 GeorgB
#3 NiedergemeiertAnonym
  • 18.12.2016, 11:53h
  • Oh nein, sie hat "Lobby" und "Sex" gesagt: Wenn der Satz Volksverhetzung sein soll, fress ich eine Beverfoerde, denn ich finde, die "LSGBTTIQ-Sex-Lobby" kann sich gar nicht dreist genug in die Erziehung von Kindern einmischen. Um was geht es denn? Nicht um die sexuelle Selbstbestimmung, nicht darum, das Sex enttabuisert wird und sexuelle Vielfalt anerkannt wird? Wo also wird die "Lobby" verleumdet? Ohne Lobby, die sich professionell und engagiert für die Belange von queeren Personen einsetzt, geht es doch auch gar nicht voran in der Politik. Wenn identitäre Queere jetzt anfangen mit identitären Nazis Anti-Sex-Wording-Ping Pong zu spielen, nützt das lediglich der Propaganda der Neurechten.
    www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html
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#4 BobAachenProfil
#5 Homophobia KillsAnonym
  • 18.12.2016, 12:04h
  • Dem kann ich mich nur anschließen! Dieser Trulla, die das gesellschaftliche Leben mit ihren kruden und realitätsfernen Aussagen vergiftet, muß mit aller Härte vorgegangen werden, denn eine andere Sprache versteht die Schreckschraube sonst nicht!

    Sie hat einen Krieg mit uns vom Zaun gebrochen, den sie niemals gewinnen wird! Diese Trulla muß aus dem Verkehr gezogen und auf ihren geistigen Zustand untersucht werden; Gleiches gilt auch für Kelle und Kuby!
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#6 KopfstraßeBerlinAnonym
#7 kuesschen11Profil
  • 18.12.2016, 12:20hDarmstadt
  • Danke Micha Schulze.

    Je mehr Menschen in unserer Gesellschaft diese Hassverbreiter wie Beverfoerde & Co. anzeigen, desto besser ist es.

    Die "Demo für Alle" ist ein Friedensstörer in der Welt und muss politisch in einer pluralistischen Demokratie beobachtet werden.
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#8 SebiAnonym
  • 18.12.2016, 12:22h
  • Danke an Micha Schulze und queer.de, dass sie sich nicht nur journalistisch einsetzen, sondern auch juristisch für unsere Rechte kämpfen.

    DANKE !!!
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#9 RaffaelAnonym
  • 18.12.2016, 12:34h
  • Ich bin ein Mensch, der seinen Partner liebt, der mit ihm Freud und Leid, Trauer und Sorgen teilt.

    Ich bin ein Mensch, der arbeitet, Steuern und Sozialabgaben zahlt, der sich ehrenamtlich engagiert.

    Ich bin ein Mensch! Und keine Sex-Lobby, die Kinder verführen will. Sowas findet man eher in der Katholischen Kirche...
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#10 PeerAnonym
  • 18.12.2016, 12:37h
  • Mit solcher Wortwahl soll suggeriert werden, wir wollten Schüler irgendwie verführen, sie zu Sex verleiten, etc.

    Das steht aber in keinem einzigen Bildungsplan drin.

    Es geht nur um Aufklärung (z.B. zum Schutz vor tödlichen Krankheiten, was auch Heteros betrifft) und die Förderung von Akzeptanz und Vielfalt.
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