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Wer bei diesen Lippen auf schmutzige Gedanken kommt, wird in der römisch-katholischen Kirche nicht zur Priesterweihe zugelassen (Bild: Christiane Birr / flickr)

Schwule Männer sind doch nicht grundsätzlich von der Priesterweihe ausgeschlossen, schreibt die Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano".

Der Vatikan hat überraschend dementiert, dass schwule Männer in der katholischen Kirche grundsätzlich vom Priesteramt ausgeschlossen werden. Die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" veröffentlichte am Sonntag einen Gastbeitrag, der die naheliegende Interpretation der neuen Richtlinien für die Priesterausbildung zurückweist. Gefordert sei vielmehr eine differenzierte "Einzelfallprüfung", schreibt der amerikanische Theologe Louis Cameli aus dem Erzbistum Chicago. Artikel zu brisanten Themen erscheinen im "Osservatore Romano" im Allgemeinen nur mit Billigung oder im Auftrag des vatikanischen Staatssekretariats.

Die neuen Richtlinien mit dem Titel "Das Geschenk der Berufung zum Priestertum" (PDF) war von der vatikanischen Zentralbehörde "Kongregation für den Klerus" in der vergangenen Woche veröffentlicht worden. Im Kapitel "Kriterien und Normen" wird ein Papier zu homosexuellen Priestern aus dem Jahr 2005 zitiert, nach dem diejenigen nicht für das Priesteramt zugelassen werden könnten, "die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte 'homosexuelle Kultur' unterstützen". Die Begründung: Diese Menschen könnten "keine korrekte[n] Beziehungen zu Männern und Frauen" aufbauen (queer.de berichtete).

Was sind "tiefsitzende homosexuelle Tendenzen"?

Die Nichtzulassung von Schwulen, die ihre Sexualität ausleben, oder gar Unterstützern der Homosexuellenbewegung vom Priesteramt bedürfe keiner weiteren Erläuterung, stellte nun Cameli klar. Interpretationsbedürftig sei allerdings, was unter "tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen" zu verstehen sei. Nach Auffassung des amerikanischen Theologen ist dies der Fall, wenn das Schwulsein zentrale Bedeutung für Identität und Verhalten eines Mannes habe. Gleiches gelte, wenn seine Beziehungsfähigkeit vermindert, ein normales Verhalten gegenüber Frauen unmöglich und das Verhältnis zu anderen Männern stets erotisch aufgeladen sei.

Als Priester zugelassen könnten dagegen Männer, in deren Leben Homosexualität nur ein "vorübergehendes Phänomen in der Phase des Erwachsenwerdens" gewesen sei, erläuterte Cameli in der Vatikanzeitung. "Diese Unterscheidung erlaubt es den Leitern des Seminars wie dem Kandidaten selbst, herauszufinden, was für ihn wie für die Kirche gut und richtig ist." (mize)



#1 panzernashorn
  • 18.12.2016, 16:44h
  • Was für ein abgrundtiefer Schwachsinn!

    Nur völlig verblödete Religioten können auf solchen Mist kommen!

    Weg mit dem ganzen verlogenen, weltfremden Verein!
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#2 eiteiteiAnonym
  • 18.12.2016, 16:59h
  • Nein, nur die Passiven werden nicht zugelassen, die Aktiven Schwulen schon. Täglich müssen sie das Röckchen runterlassen und es wird kontrolliert, ob sie Spitzenunterwäsche tragen. Die mit Lederunterwäsche werden zugelassen zur Weihe. Wenn man den Scheitel links trägt kann man nicht geweiht werden. Wer heimlich High Heels trägt ist auch verdächtig. Die Anwärter, die Motorrad fahren, werden umgehend geweiht. Wer gerne Prosecco trinkt, hat keine Chancen......

    Die haben einen so enorm goßen Knall und wissen anscheinend nicht, wie lächerlich diese Farce ist....
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#3 YoungHeterolikeAnonym
  • 18.12.2016, 17:30h
  • Das Wort Heterolike wird hier in einem falschen Zusammenhang benutzt. Heterolike heißt nicht, seine Sexualität zu verleugnen oder keusch zu sein. Es heißt einfach nur, dass man es nicht nötig hat, seine Identität auf Schwulsein aufzubauen und sich nicht permanent von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzen muss, zB durch absichtliches tuntig sein oder rosa Kleidung. Leute wie zB Thomas Hitzlesperger fallen unter diese Kategorie.
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#4 ProudHomolikeAnonym
#5 wiking77
  • 18.12.2016, 20:45h
  • Es gibt aber schon Schnuckelchen unter den katholischen Priestern. Vor einem Jahr im Sommer geriet in in der Auvergne in Le Puy ins Schwärmen, als ich einen jungen Hochwürden mit einer Gruppe von Pfadfindern gesehen habe. Er war jung, sein sportlich-frischer Leib hat sich verdammt gut durch seine Soutane abgezeichnet. Ab und zu bin ich der Ästhetik wegen in Stuttgart-Feuerbach in der lateinischen Messe. Dort gibt es auch, zwar sehr züchtige, aber blutjunge und gutaussehende Patres. Es wäre mein ganzer Stolz so einen Gottesmann zu verführen ...
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#6 wiking77
#7 TheDadProfil
  • 18.12.2016, 21:15hHannover
  • Antwort auf #3 von YoungHeterolike
  • ""Heterolike heißt nicht, seine Sexualität zu verleugnen oder keusch zu sein. Es heißt einfach nur, dass man es nicht nötig hat, seine Identität auf Schwulsein aufzubauen und sich nicht permanent von der Mehrheitsgesellschaft abgrenzen muss, zB durch absichtliches tuntig sein oder rosa Kleidung.""..

    Dein Vorwurf die Menschen nutzten "Rosa Kleidung" oder "tuntiges verhalten" "absichtlich" um sich von der ""Mehrheitsgesellschaft"" (was für ein dummer Begriff !) abzugrenzen, ist schlicht unverschämt, denn diese Menschen haben schlicht das Grundrecht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit, was beinhaltet sich nicht an eine irgendwie "gefühlte Mehrheit" anpassen u müssen, um auch ja bloß nicht aufzufallen..

    Deine plumpen Rufe nach Unsichtbarkeit kannst Du dir getrost sparen..

    Wer sein Schwul-Sein versteckt um damit ganz "heterolike" in der Masse unterzugehen wird auch nicht als Schwul wahrgenommen, und dadurch entsteht der falsche Eindruck, es gäbe ja gar keine Diskriminierung und Unterdrückung in diesem Mikrokosmos..
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#8 GrünerdaumenAnonym
#9 Dont_talk_aboutProfil
  • 18.12.2016, 22:54hFrankfurt
  • Mir ist nicht klar, wieso es ein Problem sein soll, wenn die Beziehungsfähigkeit gemindert ist. Wäre doch sogar gut, da Priester keine Beziehungen eingehen dürfen.
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#10 LaurentProfil
  • 18.12.2016, 23:08hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • >>Wer sein Schwul-Sein versteckt um damit ganz "heterolike" in der Masse unterzugehen wird auch nicht als schwul wahrgenommen...<<

    Ich will da jetzt nicht wieder eine Diskussion beginnen, aber ich habe mit dieser Aussage nach wie vor Probleme, weil sie m.E. im Umkehrschluss bedeutet, dass jeder schwule Mann auch als schwul wahrgenommen werden MUSS, obwohl er sich NICHT absichtlich oder NICHT bewusst verstellt, d.h. er ganz einfach als "Mann" rüberkommt, dessen sexuelle Ausrichtung gar nicht erkennbar ist.

    Du sagst ja auch, der Vorwurf, Menschen, die "Rosa Kleidung" oder "tuntiges Verhalten" nutzen, um sich "absichtlich" von der "Mehrheitsgesellschaft" abzugrenzen, sei unverschämt.
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