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Immer öfter sanktioniert der Weltfußballverband homophobe Fangesänge (Bild: Armando Sobrino / flickr)

Die FIFA greift bei den insbesondere in Südamerika um sich greifenden homophoben Gesängen der Fans durch.

Der Weltfußballverband bestraft erneut einen nationalen Verband für homophobe Sprechchöre seiner Fans: Die FIFA hat am Montag mitgeteilt, dass Südamerika-Meister Chile zwei offizielle Spiele nicht in seinem Heimstadion "Estadio Nacional Julio Martínez Prádanos" in der Stadt Ñuñoa austragen darf. Das betrifft die WM-Qualifikationsspiele gegen Paraguay und Ecuador, die Chile nun in einem weitaus kleineren Stadion in Santiago austragen muss, das statt rund 50.000 nur 30.000 Fans fasst. Außerdem verhängte die FIFA eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Schweizer Franken (28.000 Euro).

"Dieses Verfahren bezieht sich auf homophobe Sprechchöre von Fans des Teans und ergänzt bereits ausgesprochene Sanktionen für ähnliche Zwischenfälle während der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft 2018", gab der Weltverband bekannt.

Seit Januar diesen Jahres wurde der chilenische Verband wegen diskriminierender Sprechchöre mit Geldstrafen von insgesamt 195.000 Franken (180.000 Euro) belegt, mehr als jedes andere Land. Trotzdem skandierten die Fans immer wieder homosexuellenfeindliche Parolen – zuletzt am 15. November beim WM-Qualifikationsspiel gegen Uruguay.

Weitere Strafen gegen sieben Länder

Der Weltfußballverband sprach außerdem Strafen zwischen 20.000 und 35.000 Franken aus gegen die Verbände von Polen, Argentinien, Bosnien-Herzegowina, Kolumbien, Panama, Mexiko und Venezuela "für verschiedende Zwischenfälle unsportlichen Verhaltens von Fans, inklusive homophober Sprechchöre in einigen Fällen".

Neben Chile waren zuletzt besonders die Fans von Mexiko wegen homophober Sprechchöre aufgefallen. Gegner wurden wiederholt als "Puto" beschimpft, was hauptsächlich als abwertender Begriff für Schwule genutzt und meist mit dem Wort "Schwuchtel" übersetzt wird. Aus diesem Grund blendete der spanischsprachige US-Sender Univision zuletzt vor der Übertragung von mexikanischen Fußballspielen Warntafeln ein, mit denen auf die beleidigende Sprache hingewiesen wird (queer.de berichtete).

Die Sanktionen des Weltverbandes wegen homophober Gesänge sind ein relativ neues Phänomen: Noch während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 bestrafte die FIFA zwar Mannschaften, deren Fans sich rassistisch äußerten, ließ aber homophobe Fangesänge gewähren (queer.de berichtete).

Auch wegen anderer Vergehen bestraft die FIFA nationale Verbände: Am teuersten wurde es dieses Jahr für den spanischen Verband, der wegen Transferverstößen von minderjährigen Spielern zur Zahlung von 220.000 Franken verurteilt wurde. Zudem müssen die beiden Hauptstadtclubs Atlético Madrid und Real Madrid über 1,2 Millionen Franken Strafen zahlen. (dk)



#1 RobinAnonym
  • 20.12.2016, 16:06h
  • Richtig so!

    Das ist die einzige Sprache, die solche faschistischen Hohlköpfe verstehen...
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#2 Homophobia KillsAnonym
  • 20.12.2016, 21:49h
  • Die FIFA hat richtig entschieden und die Strafe ist auch angemessen! Homophobie hat im Fußball gar nichts zu suchen! Gleiches gilt für die homophoben Fußballfans, denen ein lebenslanges Stadionverbot auferlegt werden sollte!
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