Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?27850

Lebens- und Glaubensgeschichen

34 queere Katholiken im Ringen mit der Kirche


Kirche unterm Regenbogen . für queere Katholiken noch immer eine Utopie (Bild: shadawyn / flickr)

Das neue Buch "Und GOTT sah, dass es sehr gut war" soll Bewusstsein, Verständnis und Akzeptanz für katholische LGBTI fördern.

Muss man an der Kirche verzweifeln, wenn eine schwangere Gemeindereferentin einen Tag, bevor ihr Mutterschutz beginnt und sie zum zweiten Mal Mutter wird, von ihrem Bistum entlassen wird, weil sie als lesbische Frau keinen Ehemann und Vater vorweisen kann?

Wie fühlt es sich für eine lesbische Mutter an, durch ihr Coming-out in einem katholischen Umfeld den Umgang mit den eigenen Kindern zu verlieren? Was müssen schwule Katholiken in Albanien und Russland durchmachen? Kann man als offen schwuler Ordensmann in einem Kloster leben oder muss man austreten, um mit sich im Reinen zu sein? Kann der katholische Glaube Menschen helfen, die sich auf dem Trans-Weg befinden?

Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Autoren des neuen Buches "Und GOTT sah, dass es sehr gut war" in ihrem Ringen mit der katholischen Kirche konfrontiert sahen.

Autoren zwischen 20 und 80 Jahren


Der Sammelband "Und GOTT sah, dass es sehr gut war" ist in diesem Monat bei Eseburanza Publishing erschienen

Insgesamt 34 Lebens- und Glaubensgeschichten von katholischen LGBTI haben die beiden Herausgeberinnen Sandra Taylor und Hazel Barnes in diesem Band versammelt. Die Autoren sind zwischen 20 und 80 Jahren alt und kommen aus Albanien, Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Spanien und Tschechien.

Entstanden ist das Buch als Projekt des "European Forum of LGBT Christian Groups", zu dem auch die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) gehört. Seit diesem Monat ist es in einer deutschen Übersetzung erhältlich. Nicole Warning, die die deutsche Übersetzung koordiniert hat, und Verlegerin Ineke Lautenbach stellten es im Rahmen der jährlichen Tagung kirchlicher Lesben in der Akademie Bad Boll bei einer Lesung vor.

"Die Geschichten der 34 LSBT-Katholik_innen in diesem Buch werden Ihr Leben verändern", versichert die amerikanische Ordensschwester Jeannine Gramick in ihrer Einleitung. Die einzelnen Beiträge sollen leise oder laut gelesen werden und zwar von allen Menschen – religiös oder nicht, queer oder nicht.

Die Autoren erzählen in "Und GOTT sah, dass es sehr gut war" ihre Geschichten, um dazu beizutragen, Bewusstsein, Verständnis und Akzeptanz für LGBTI-Katholiken zu fördern, und die Wege derer zu ebnen, die noch daran arbeiten, ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität und ihr Katholisch-Sein gleichzeitig leben zu können. (cw/pm)

Infos zum Buchi

Sandra Taylor, Hazel Barnes (Hrsg.): Und Gott sah, dass es sehr gut war. Katholische LSBT-Menschen aus Europa erzählen ihre Geschichten. 222 Seiten. Eseburanza Publishing. Nieuwegein / Niederlande 2016. 15 €. ISBN 978-90-8883-021-1.


#1 FinnAnonym
#2 RobinAnonym
  • 21.12.2016, 10:22h
  • Wie sagte mir mal jemand:
    "Ich bin aus der Kirche ausgetreten, gerade WEIL ich Christ bin und deren Machenschaften nicht mehr mit meinem Glauben vereinbaren konnte."

    Wenn man schon Wert darauf legt, seinen Glauben zu leben, kann man das auch privat zu Hause und im Alltag. Dafür braucht man keine Organisation, erst recht nicht so einen unchristlichen Verein wie die Kirche, die Glauben nur benutzen, um Macht und Geld zu erlangen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Joharnes1933Anonym
  • 21.12.2016, 19:37h
  • Es gibt bessere Alternativen zur katholischen Kirche. Ich empfehle allen den Übertritt in die urinierte Altreformkirche von Atlantis.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 abcetcAnonym
  • 21.12.2016, 21:47h

  • Ich nehme mal schlicht und einfach an, dass die bisherigen KommentatorInnen das Buch nicht gelesen haben.

    Ausserdem finde ich, dass auch und gerade AtheistInnen erstmal beweisen oder wenigstens versuchen sollten, dass sie religiöse Menschen ebenfalls als Menschen betrachten:

    Toleranz - Akzeptanz - Respekt - Menschlichkeit - Friedliche Koexistenz.

    Sollte eigentlich ganz einfach sein.

    LG
  • Antworten » | Direktlink »
#5 LarsAnonym
#6 ollinaieProfil
  • 21.12.2016, 23:25hSeligenstadt
  • " ... und gerade AtheistInnen [sollten] erstmal beweisen ... "

    Ruhig, Brauner. Ich kann dir hoch und unheilig versichern, dass wir euch Katholiken mit Achtung, Mitleid und Takt begegnen.

    Mit Mitleid immer, mit Takt und Achtung wenn es als Reaktion auf das Individuum angemessen ist, also sich dieses nicht wie ein Vollpfosten aufführt. Falls das auf Vater und Mutter zutrifft ehren wir sogar diese!

    www.youtube.com/watch?v=OeH6qcZDkQQ?t=1m37s

    Und wir haben die lezten 2000+ Jahre auch keinen von euch wegen seines Glaubens auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ehrlich!
  • Antworten » | Direktlink »