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Halfen Internetfirmen den Terroristen?

Orlando-Angehörige verklagen Facebook, Twitter und Google

Die Familien von Opfern des Massakers im "Pulse" beschuldigen die sozialen Netzwerke Twitter und Facebook sowie das Videoportal Youtube, für den Aufstieg des IS mitverantwortlich zu sein.


Im Juni erschoss der 29-jährige Omar Mateen im "Pulse" 49 Menschen, bevor er selbst von der Polizei getötet wurde (Bild: flickr / Daniel Ruyter / by 2.0)

Angehörige von drei Männern, die beim Anschlag auf den LGBTI-Club "Pulse" in Orlando vor rund einem halben Jahr getötet worden waren, haben die Internetfirmen Twitter, Alphabet (Google) und Facebook verklagt, weil sie den "Islamischen Staat" (IS) in seiner Terrorkampagne unterstützt hätten. Der 29-jährige Täter Omar Mateen, der im Club 49 Menschen erschossen hatte, ist nach Informationen der Behörden über das Internet vom IS zu seiner Tat inspiriert worden.

Die Klage wurde laut Reuters von den Familien von Tevin Crosby, Javier Jorge-Reyes und Juan Ramon Guerrero unter Berufung auf das amerikanische Antiterrorismusgesetz bei einem Bundesgericht in Detroit eingereicht. Die Angehörigen argumentieren, dass die sozialen Netzwerke Twitter und Facebook sowie Googles Videoportal Youtube "der Terroristenorganisation IS Konten zur Verfügung gestellt hat, mit denen sie extremistische Propaganda verbreiten, Spenden sammeln und neue Rekruten anwerben konnte".

Zudem hätten die Firmen Einnahmen durch Anzeigen erzielt, die anteilig auch an den IS gegangen seien – dadurch hätten sie Terrorismus mitfinanziert. "Das explosive Wachstum des IS als gefürchtetste Terroristenorganisation wäre ohne die Hilfe nicht möglich gewesen", heißt es in der Anklageschrift. Die Familien fordern eine nicht bezifferte Entschädigung.

Facebook weist Vorwürfe zurück

Als einziger der drei Konzerne reagierte Facebook am Dienstag auf die Klage. In einer Pressemitteilung wies das Unternehmen die Vorwürfe zurück und argumentierte, dass man sofort Gruppen sperre, wenn man auf terroristische Aktivitäten hingewiesen werde. "Wir fühlen uns verpflichtet, einen Dienst anzubieten, bei dem sich Menschen sicher fühlen", so Facebook.

Die Klage gilt als wenig aussichtsreich, da ein Bundesgesetz aus dem Jahr 1996 Internetdienstanbieter vor Handlungen Dritter schützt. Darin heißt es, dass kein Anbieter eines interaktiven Computerangebots für Beiträge seiner Kunden zur Verantwortung gezogen werden könne. (dk)



#1 TommAnonym
  • 21.12.2016, 09:23h
  • Schon sehr verlogen von Facebook zu behaupten: "dass man sofort Gruppen sperre, wenn man auf deren Aktivitäten hingewiesen werde. Wir fühlen uns verpflichtet, einen Dienst anzubieten, bei dem sich Menschen sicher fühlen"

    Ich weiss nicht wie oft ich schon Nazi-Propaganda, Homophobie, Volksverhetzung etc. an FB gemeldet habe - aber passiert ist allermeistens gar nix !!
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#2 schwarzerkater
#3 RobinAnonym
  • 21.12.2016, 10:13h
  • Da haben sie vollkommen recht.

    Es ist allseits bekannt, dass Facebook, Twitter, YouTube, etc. von den Islamisten für ihre Propaganda genutzt werden. So rekrutieren die neue Leute. So verbreiten die Informationen, wie man Bomben bastelt, Waffen besorgt, etc. So bringen die ihren Hass in den Westen.

    Und Facebook, Twitter, YouTube, etc. sehen tatenlos zu. Sie begründen das gerne mit freier Rede, aber was haben Gewaltaufrufe mit freier Rede zu tun? Es geht wohl eher darum, dass zusätzliche Kontrolle Geld kostet. Und zusätzlich dass selbst Terroraufrufe Geld bringen. Und diese ganzen Tech-Firmen sind dermaßen geldgeil (siehe auch Apples Steuervermeidung, die in der EU nicht mal 1 Prozent Steuern zahlen), dass sie keinen zusätzlichen Cent ausgeben wollen.

    Ich kann nur hoffen, dass die Klagen erfolgreich sind und dass diejenigen, die nichts gegen Terror-Propaganda unternehmen eine Rekordsumme zahlen müssen. Damit sich in Zukunft endlich etwas ändert. Für die Opfer von Orlando und viele andere kommt das zu spät. Und der Geist ist jetzt einmal aus der Flasche und den wird man wohl nie wieder ganz zurück bekommen. Aber man sollte zumindest alles mögliche tun, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

    Und da sind vor allem die Tech-Firmen gefragt, die den Terroristen erst ihre Werkzeuge für Kommunikation und Propaganda liefern. Die haben den islamischen Terror erst so richtig groß gemacht und weltweit verbreitet.
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#4 FinnAnonym
  • 21.12.2016, 10:19h
  • Zeige einen nackten Busen oder eine Zeichnung, wie man ein Kondom verwendet um sich vor AIDS zu schützen, und schon wirst Du von Facebook, Google & Co zensiert.

    Aber Terror-Werbung, Anleitungen zum Bombenbau, übelste Hetze, etc. bleiben stehen.

    Typisch amerikanische Bigotterie.
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#5 AlexAnonym
  • 21.12.2016, 12:38h

  • Die sozialen Netzwerke haben viel zu viel Macht und unterliegen keinerlei Kontrolle.

    Da kann jeder Depp irgendwelche Fake-News publizieren und die verbreiten sich dann wie ein Lauffeuer.
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