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Elke W. (li.) und Beate N. aus Gersthofen in der Nähe von Augsburg werden seit dem 9. Dezember 2016 vermisst (Bild: Polizei)

Seit dem 9. Dezember werden Elke W. und Beate N. aus dem schwäbischen Gersthofen vermisst – nun wurden in der Nähe zwei verscharrte Tote entdeckt.

Zu Update springen: Bei den Toten handelt es sich um das lesbische Paar

Die furchtbare Vermutung der Polizei, dass Elke W. und Beate N. aus dem Gersthofener Stadtteil Hirblingen ermordet wurden, scheint sich zu bestätigen. Am Mittwoch entdeckten die Ermittler in der Nähe ihres Wohnorts zwei am Fluss Schmutter vergrabene menschliche Leichen. Die Identifizierung dauere noch an.

Das lesbische Paar war am 9. Dezember spurlos verschwunden (queer.de berichtete). Bereits vor einer Woche nahm die Polizei, die eine 35-köpfige Sonderkommission eingerichtet hatte, einen 31-jährigen Nachbarn fest. Er steht unter dem Verdacht, die beiden 49 und 50 Jahre alten Frauen ermordet zu gaben. Bei dem Verdächtigen war nach Angaben der Ermittler eine Rechnung über einen nicht mehr auffindbaren Spaten gefunden worden, den er nach dem Verschwinden von Elke W. und Beate N. in Gersthofen gekauft haben soll.

Der tatverdächtige Nachbar schweigt

Weitere Angaben zu den Verdachtsmomenten machte die Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen nicht. Der 31-Jährige, der in der Justizvollzugsanstalt Gablingen in Untersuchungshaft sitzt, schweigt zu den Vorwürfen. Über die Motive des mutmaßlichen Doppelmords kann daher bislang nur spekuliert werden.

"Wenn ich jetzt an der Straße an diesem Haus vorbei fahre, ist die Betroffenheit unvorstellbar", erklärte der Gersthofener SPD-Stadtrat und Vorsitzende des Sportvereins CSC Hirblingen-Batzenhofen Peter Schönfelder am Mittwoch gegenüber der "Augsburger Allgemeinen". Was ihn zusätzlich traurig stimme: "Die Opfer haben ein ganz normales Leben geführt – und trotzdem haben sie offenbar keine richtige Beziehung zu diesem Dorf entwickeln können. Ich muss mir den Vorwurf machen: Ich habe sie nicht gekannt." Hirblingen hat etwa 1.000 Einwohner. (cw)


 Update  15:25h: Bei den Toten handelt es sich um das lesbische Paar

Traurige Gewissheit: Bei den gefundenen Leichen handelt es sich um die beiden verschwundenen Frauen. Dies teilte der Polizeipräsident von Schwaben Nord Michael Schwald am Donnerstagnachmittag auf einer Pressekonferenz mit. Die Körper von Beate N. und Elke W. waren bis zu einem Meter tief im Boden vergraben, an ihnen wurden Stichwunden festgestellt. Im nahegelegenen Fluss Schmutter fanden die Ermittler einen Spaten.

Hinter dem Doppelmord vermuten Polizei und Staatsanwaltschaft finanzielle Motive. So wurde beim Tatverdächtigen Bargeld in Stückelungen gefunden, die zu Geldautomat-Abhebungen von Konten der Opfer passen würden.



#1 goldsteinerProfil
  • 22.12.2016, 16:15hNeusäß
  • Das ist schon tragisch. Auch wenn mein Bezug zu Hirblingen nicht mehr der größte ist (Bin bis zu meinem vierten Lebensjahr dort aufgewachsen). Hoffentlich verknacken sie den Täter anständig.
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#2 AcromaAnonym
  • 23.12.2016, 13:41h
  • "...haben sie offenbar keine richtige Beziehung zu diesem Dorf entwickeln können." ?
    Was für ein blöder Kommentar des Stadtrats!
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#3 thelujiAnonym
  • 04.01.2017, 09:58h
  • Finanzielle Gründe? Die werden ja wohl nicht so viel Bargeld zuhause rumliegen haben, dass man deswegen einen Doppelmord begeht. Wahrscheinlich hatte der keinen Bock auf lesbische Nachbarn.
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