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Auslandsreisen

Britisches Außenamt warnt vor Grindr und Co.

Das Außenministerium von Boris Johnson hat seine Reisewarnungen aktualisiert: Im Ausland sollten LGBT bei Dating-Apps vorsichtig sein.


Wer Grindr oder andere Dating-Apps im Ausland nutzt, sollte noch vorsichtiger sein als Zuhause (Bild: Amanda Hinault / flickr)

  • Von Dennis Klein
    22. Dezember 2016, 15:50h, noch kein Kommentar

In seinen Reisehinweisen für Lesben, Schwule, Bisexuelle und trangeschlechtliche Menschen rät das britische Außenamt seit Mittwoch bei der Nutzung von Online-Kontaktbörsen wie Grindr zur Vorsicht. "Wenn Sie [im Ausland] Cruising-Areas besuchen oder eine Dating-App benutzen, sollten Sie sich über die lokalen Gegebenheiten informieren und vorsichtig sein, wenn Sie jemanden treffen", heißt es auf der Website des "Foreign & Commonwealth Office", das auch auf die Sicherheitshinweise der Apps verweist – und vor ausländischen Behörden warnt: "In Ländern, in denen die Einstellungen gegenüber LGBT feindselig sind, lockt die Polizei Besucher manchmal in eine Falle."

Auf der Seite wird queeren Reisenden empfohlen, sich stets über die Gesetze und Einstellungen gegenüber sexuellen Minderheiten in anderen Ländern zu informieren. Generell sollten "sowohl gleich- als auch verschiedengeschlechtliche Paare" im Ausland die "exzessive Zurschaustellung von Zuneigung" in der Öffentlichkeit vermeiden. Homosexuellen rät das Amt außerdem, vorsichtig bei "neuen 'Freunden'" zu sein, weil Kriminelle manchmal "die offene und aufgeschlossene Art in der schwul-lesbischen Szene" ausnutzen würden. Außerdem müsse man sich stets vor der Abreise informieren, ob man als gleichgeschlechtliches Paar in einem Hotel ein gemeinsames Zimmer erhält.

Auch deutsches Außenamt rät zur Vorsicht

Auch das deutsche Auswärtige Amt warnt LGBT-Reisende in seinen einzelnen Länderinformationen vor möglichen Problemen. So gibt es etwa bei den Sicherheitshinweisen für Russland ein eigenes Kapitel über die "Lage sexueller Minderheiten". Darin wird auf "Vorfälle von Gewalt nicht-staatlicher Seite" und die geringe Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der russischen Gesellschaft hingewiesen, ebenso wie auf das Gesetz gegen Homo-"Propaganda".

Beim Verfolgerstaat Indien wird vor dem Verbots-Paragrafen im Strafgesetzbuch gewarnt und der Rat erteilt: "Gleichgeschlechtliche Lebenspartner sollten in der Öffentlichkeit diskret und zurückhaltend auftreten." Bei Jamaika heißt es: "Ein großer Teil der Bevölkerung ist Homosexuellen gegenüber feindlich eingestellt. Es ist eine steigende Zahl gewalttätiger Übergriffe gegen Homosexuelle und Transsexuelle zu verzeichnen."