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Unterlassungserklärung

Schwule und Lesben "heilbar": Birgit Kelle mahnt Kritikerin ab

Die linke Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Sofia Leonidakis darf nicht mehr äußern, die "Gendergaga"-Autorin halte Homosexualität für eine heilbare Krankheit.


Bekämpft Schulaufklärung über LGBTI: Birgit Kelle als Rednerin auf einer "Demo für alle" in Stuttgart (Bild: Metropolico.org / flickr)

Die homo- und transphobe Autorin Birgit Kelle ("Gendergaga") ist mit Hilfe der Kanzlei des Kölner Medienanwalts Ralf Höcker gegen eine vermeintliche Verleumdung durch die Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Sofia Leonidakis vorgegangen. Die Politikerin der Linkspartei hatte gegenüber dem "Weser-Kurier" erklärt, dass Kelle behaupte, dass Homosexualität eine heilbare Krankheit sei und Frauen an sexuellen Übergriffen selbst schuld seien.

Wie die Kanzlei am 22. Dezember mitteilte, habe Leonidakis eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben und sich zur Übernahme der Anwaltskosten verpflichtet. Der "Weser-Kurier" hat die beanstandeten Zitate bereits aus seinem Onlineartikel gelöscht.

Kelle verteidigte "Homoheiler" in ihrem Buch "Gendergaga"

Die linke Bürgerschaftsabgeordnete hatte sich bei ihrer Kritik an Kelle auf eine Passage in deren Buch "Gendergaga" bezogen. Dort heißt es wörtlich: "Nichts bringt die Gender-Szene mehr in Aufruhr als das Angebot, Menschen dabei zu helfen, beispielsweise ihre Homosexualität, also ihr Geschlecht, abzulegen, zu verändern, zu überdenken. Da werden aus Therapeuten dann böse 'Homoheiler', denen manch einer, wie etwa der Bundestagsabgeordnete und Schwulenaktivist Volker Beck, ihr Ansinnen sogar gesetzlich verbieten will."

Von Birgit Kelle stammen auch der Artikel und das spätere gleichnamige Buch "Dann mach doch die Bluse zu", in denen sie das sexistische Verhalten von Rainer Brüderle herunterspielt.

Zusammen mit Hedwig von Beverfoerde und Gabriele Kuby gehört die 41-Jährige mit CDU-Parteibuch zu den führenden Figuren in Deutschland, die LGBTI-Rechte aktiv bekämpfen. Die Autorin für das extrem rechte Blatt "Junge Freiheit" und das fundamentalistische Portal kath.net trat mehrfach als Rednerin bei der sogenannten Demo für alle auf. Zuletzt intervenierte sie persönlich beim bayerischen Kultusminister Ludwig Spaenle gegen eine Erziehung zur Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in der Schule (queer.de berichtete). (cw)



#1 WillieAnonym
#2 DirkHHProfil
#3 DiktaturAnonym
  • 24.12.2016, 11:12h
  • Hier ist massenhafter Widerstand und konkrete Solidarisierung von allen fortschrittlichen politischen Kräften gefordert (nicht nur denen, die sich je nach Konjunktur als "gay-friendly" verkaufen oder auch nicht.) Sollen Rassisten, Homo-Hasser und Neofaschisten Tausende, Zehn- und Hunderttausende abmahnen - dann wird die Maske endgültig fallen, in mehrfacher Hinsicht. Andernfalls wird hier mit den Mitteln des bürgerlichen Staates immer mehr eine rechte, zunehmend faschistoide Diktatur durchgesetzt, in der historisch-politische und soziale Fakten - Rassismus, Homophobie, Auslöschungsfantasien und -ideologien, Faschismus und deren VerbreiterInnen in all ihren mehr oder weniger neuen Verpackungen - nicht mehr als solche benannt werden dürfen. Jede_r, der_die es trotzdem noch wagt, dies zu tun und Widerspruch zu äußern, wird "völlig legal" schikaniert und terrorisiert. All dies hatten wir schon einmal, und das begann auch nicht erst mit der Reichspogromnacht oder gar mit Auschwitz. Die so genannten "Anfänge", denen es angeblich einmal zu wehren galt, sind seit langem überschritten.
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#4 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 24.12.2016, 11:30h
  • Ich möchte Frau Kelle hiermit anbieten, ihr Geschlecht abzulegen, zu verändern oder wenigstens zu überdenken.

    Aber... äh... das kann ja nichts werden. Denn wäre sie in der Lage dazu, etwas anders als postfaktisch zu überdenken, würde ihr auffallen, was für einen hanebüchenen Blödsinn sie da von sich gegeben hat.
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#5 AuslöschungAnonym
  • 24.12.2016, 11:42h
  • Antwort auf #4 von UrsaMajor
  • Auslöschungsfantasien und -ideologien, die gerade in diesem Land eine eindeutige Vorgeschichte und "Tradition" haben, müssen auch als solche benannt werden. Es ist erschreckend, aber auch bezeichnend, dass die etablierte Poliktik (und natürlich auch die Medien) hier sofort einknicken, sobald es zu einer offensichtlich notwendigen Konfrontation kommt. Soviel zu allen Illusionen in solche vermeintlichen "Freunde" und "Verbündete", wenn es wirklich darauf ankommt.
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#6 Tommy0607Profil
  • 24.12.2016, 12:07hEtzbach
  • Homophobe und Rassisten bekommen mehr Rechte als freie Menschen?
    Hmm... Wusste gar nicht , dass wir schon in eine Diktatur haben .
    Diese Homophobe sind ja dumm wie Brot:
    Vielleicht sollten DIE sich mal informieren . Ein Homosexualität ist keine Krankheit . Sie ist eine Normal Sexualität wie eine Heterosexualität .
    Wer gegen eine Homosexualität ist , der will die Freiheit der Menschen einschränken !
    Und eine Freiheit einschränken passt bestimmt nicht im 3. Jahrtausend.
    Diese Konservative Religionsfanatiker brauchen eine Heilung!
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#7 EHkaAnonym
  • 24.12.2016, 12:22h
  • Homosexualität wurde mittlerweile bei über 1500 Tierarten nachgewiesen.
    Homophobe Tiere dagegen gibt es bei keiner Tierart.

    Muss jetzt die Natur auch "geheilt" werden?
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#8 Homonklin44Profil
  • 24.12.2016, 13:21hTauroa Point
  • Wenn die zitierte Passage aus dem Buch so präzise ist, zeigt das, dass die Frau Kelle leider zart unterbildet ist, wenn sie Homosexualität = Geschlecht verwendet.

    Aber man nimmt das aus dem an sich sehr stilisierten Denken religiös stark verankerter Menschen inzwischen als gängig an.

    Auch würdesie einer "Therapie", die sie zu einer Lesbe umerzieht, wahrscheinlich nicht zustimmen.
    Und das, obwohl ihr als Lesbe ganz neue Erfahrungen zukommen würden, zum Beispüiel, sich die Welt auch mal aus der Perspektive der durtch sie so Verdammten anzusehen.

    Bleibt zu hoffen, dass tradierte Homophobie therapiert werden kann. Man sollte dringend Gruppentherapien anbieten!
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#9 Patroklos
  • 24.12.2016, 13:45h
  • Eine Schande, daß die Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Sofia Leonidakis vor dieser Schreckschraube kuschen und ihre Behauptung nicht wiederholen darf!
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#10 anonymAnonym