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Schritt zur Gleichstellung

Japanische Millionenstadt erkennt schwul-lesbische Paare an

Als erste Metropole und sechste Kommune des Landes will Sapporo im kommenden Jahr Partnerschaftszertifikate für Homosexuelle ausgeben.


Traditionelle Hochzeitszeremonien für lesbische und schwule Paare werden auch in einigen japanischen Tempeln angeboten (Bild: Hotel Granvia Kyoto)

Die japanische Großstadt Sapporo will im Verlauf des kommenden Jahres Partnerschaftszertifikate für gleichgeschlechtliche Paare ausgeben. Die kündigte Bürgermeister Katsuhiro Akimoto laut einem Bericht des Portals "Asienspiegel" an.

Die fünfgrößte Stadt Japans mit rund zwei Millionen Einwohnern wäre die erste Metropole und sechste Kommune des Landes, die lesbische und schwule Partnerschaften anerkennt. Den Anfang auf dem Weg zur Gleichstellung machte im November 2015 der Tokioter Bezirk Shibuya (queer.de berichtete). Es folgten der bevölkerungsreichste Hauptstadt-Bezirk Setagaya, die Kleinstadt Iga in der Präfektur Mie, die Stadt Takarazuka in der Präfektur Hyogo sowie Naha in der Präfektur Okinawa. Diskutiert werden Partnerschaftszertifikate für Homosexuelle in Chiba and Yokohama.

Die Bescheinigung hat allerdings – wie in Deutschland einst die "Hamburger Ehe" – überwiegend symbolischen Charakter, da die japanische Verfassung die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Dennoch beseitigt sie zumindest in der Kommune einige Diskriminierungen. So werden registrierte Partner bei einem Besuch im Krankenhaus als Familienmitglied anerkannt, auch die gemeinsame Bewerbung um eine kommunale Wohnung ist mit dem Zertifikat möglich.

Von der Entscheidung der Stadt Sapporo erhoffen sich japanische LGBTI-Aktivisten einen Dominoeffekt und internationale Aufmerksamkeit. Das politische und wirtschaftliche Zentrum der Nordinsel Hokkaido hat sich für die Olympischen Winterspiele 2026 beworben. (cw)



#1 Patroklos
  • 27.12.2016, 10:04h
  • Die Olympiastadt von 1972 erkennt jetzt endlich schwule und lesbische Paare an - das sind gute Neuigkeiten und alle anderen japanischen Städte, in der das nicht der Fall ist, sollten nachziehen!
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#2 SebiAnonym
  • 27.12.2016, 13:35h
  • Schön und gut.

    Aber wie schon im Artikel steht:
    das hat leider nur symbolischen Charakter.

    Ziel muss die Eheöffnung in ganz Japan sein.
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