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Polizeibericht

Homophobe Gewalt in Berlin: Mann schlägt 19-Jährigen mit Faust ins Gesicht

Im Berliner S-Bahnhof Tempelhof kam es am Montagnachmittag zu einem schwulenfeindlichen Angriff – das Opfer erlitt Kopfverletzungen.


S-Bahnhof Tempelhof in Berlin: Aus der Hauptstadt und ihren Verkehrsmitteln werden immer wieder homophob motivierte Gewaltfälle berichtet, auch weil die Polizei hier genau auf mögliche Tathintergründe schaut (Bild: Ingolf / flickr)

Wegen erlittener Kopfverletzungen alarmierte am Montagabend ein 19-jähriger Berliner Feuerwehr und Polizei zu seiner Meldeanschrift im Stadtteil Schöneberg. Der junge Mann gab laut Polizeibericht an, dass er zuvor gegen 17 Uhr auf einem Bahnsteig des S-Bahnhofs Tempelhof von einem unbekannten Mann angesprochen und homophob beleidigt worden sei.

Als er sich von dem Mann entfernt habe, soll dieser ihm gefolgt sein und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, wodurch der 19-Jährige stürzte und auf dem Bauch zum Liegen kam. In dieser Lage habe der Unbekannte den Angegriffenen noch mehrfach in den Rücken getreten.

Als der homophobe Angreifer von ihm abließ, sei der junge Mann geflüchtet und habe schließlich von zu Hause aus die Rettungskräfte alarmiert, die ihn wegen der Kopfverletzungen in ein Krankenhaus brachten. Nach ärztlicher Behandlung konnte der 19-Jährige in seine Wohnung zurückkehren.

Wie in Fällen mit einem vermuteten homo- oder transfeindlichen Motiv in Berlin üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen. Ebenfalls wie üblich machte die Berliner Polizei zunächst keine näheren Angaben zu den Tätern – Ausnahmen werden in der Regel nur bei einer späteren Fahndung oder bei Einzelheiten gemacht, die klar ein Tatmotiv begründen können.

Die Hauptstadt gehört zu den wenigen Städten, deren Polizei mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnt und die Taten bis hin zu Beleidigungen häufig publik macht – was auch zu dem Eintrag beiträgt, in der Stadt mit einem ohnehin erhöhten Anteil von LGBTI häufe sich Gewalt. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)



#1 Patroklos
  • 27.12.2016, 09:53h
  • Erneut ein homophober Übergriff in Berlin - hört das denn niemals auf? Hoffentlich wird der Täter bald gefunden und bestraft.
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#2 RobinAnonym
  • 27.12.2016, 11:06h
  • Und die Politik diskutiert immer noch, ob in Schulen LGBTI als gleichwertig dargestellt werden sollen oder nicht...
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#3 MarcelJAnonym
  • 27.12.2016, 11:57h
  • Schlimme Sache das. Nur bleibt die Frage, warum der junge Mann nicht sofort die Polizei gerufen hat...
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#4 FredinbkkProfil
#5 LaurentProfil
#6 AmosAnonym
  • 27.12.2016, 18:44h
  • In Berlin gibts, im Moment, Wichtigeres. Treppentreter, Terroristen auf Truck und Menschenanzünder. Alle mit einer Gemeinsamkeit. Und weil er erst von zu Hause aus anrief, habe ich gewisse Zweifel an der Aussage. So eine Art Falschaussage, war ja auch, vor nicht langer Zeit, hier Thema.
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#8 MiroAnonym
#9 TheDad
#10 TheDad