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Betreute Wohngemeinschaft

Zweite andersrum-WG in Hamburg

Schwule mit psychischen Erkrankungen werden in der Hansestadt künftig in zwei Wohngemeinschaften betreut.


Um gegen doppelte Stigmatisierung vorzugehen, gibt es in Hamburg jetzt zwei andersrum-Wohngemeinschaften (Bild: KaMa Photography / flickr)

Anfang 2017 eröffnet der Psychosoziale Trägerverein Eppendorf Eimsbüttel (PST e.V.) in Kooperation mit dem Magnus Hirschfeld Centrum (mhc e.V.) eine zweite ambulante Wohngemeinschaft in Hamburg für Schwule mit psychischen Erkrankungen. Das gaben die beiden Organisationen am Donnerstag bekannt. Bereits im Frühjahr 2016 war die erste WG eröffnet worden. Die Einrichtungen seien notwendig, da Schwule mit psychischen Erkrankungen oft einer doppelten Stigmatisierung ausgesetzt seien.

In den Wohngemeinschaften leben jeweils vier Bewohner, die durch Mitarbeiter des PST unterstützt werden. Beide Wohngemeinschaften befinden sich fußläufig voneinander entfernt in Altona und sind gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.

Das Konzept der andersrum-WGs basiere auf dem Gedanken der "Gay Community": Schwule sollen sich hier gegenseitig in der Ausgestaltung ihrer individuellen Lebensweise unterstützen. Jeder Bewohner wird von einem sozialtherapeutischen Ansprechpartner persönlich betreut. Weitere Angebote in der betreuten Wohngemeinschaft sind zum Beispiel Hilfestellungen zur Krisenbewältigung sowie Unterstützung bei Ausbildungsperspektiven und beruflicher Entwicklung. Viele der Mitarbeiter sind selbst schwul und können auch im Umgang mit Szene, Partnerschaft und Sexualität beraten. (pm/dk)



#1 Homonklin44Profil
  • 10.01.2017, 00:30hTauroa Point
  • Das klingt nach einem sehr guten Konzept sowie einer vernünftigen Umsetzung, und sollte weiter ausgebaut werden.

    Viele derart Probleme, wie sie im Bereich Schwulsein auftreten, lassen sich eben doch nicht im heteronormativen Bereich so frei ansprechen, zumal es die Frage ist, wie wird mit einem umgegangen, wenn der Sozialtherapeut kaum oder keine Ahnung von der Materie hat.

    Psychische Probleme bzw. Störungen sind im Andersticken anders verbreitet, oft auch Solche, wie sie erst entstehen können, weil man einer erhöhten Diskriminierung oder Kritik ausgesetzt ist. Wie schwer es sein kann, überhaupt in der Szene oder den Kontaktmärkten anzukommen, wenn man psychische Probleme hat, wissen viele selbst. Es ist ein umfassendes Stigma.

    Jede größere Stadt sollte wenigstens ein, zwei solche Projekte haben.
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